Tokio

Uhrzeit 15:06

Temperatur 26 °C

Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Tokioreise

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    Anreise

    Direktflüge von Frankfurt nach Tokio kosten kaum weniger als 800 Euro und dauern rund 11 Stunden. Flüge mit Stop-over in Asien, wie in Bangkok, Kuala Lumpur oder Hongkong, variieren im Preis stark. Japan Airlines (www.jal.co.jp/yokosojapan) bietet Inlandsflüge für Japan-Reisende billiger an (müssen in Deutschland gebucht werden). Bei All Nippon Airways gibt es auch Sonderpässe. Die mit Abstand günstigsten Inlandsflüge bietet die Low-Budget-Fluglinie Skymark (www.skymark.co.jp/en). Zwei Monate vor dem Abflug gehen die Flüge online. Wer zuerst bucht, zahlt am wenigsten.

    Der internationale Flughafen Narita liegt rund 60 km östlich des Stadtzentrums. Taxis kosten ca. 210 Euro. Airport-Limousinen-Busseca. 26 EuroU-BahnhofZ 10Suitengumae fahren in 70 Minuten zum City-Terminal in Hakozaki und zu den größeren Hotels. Fahrkarten an den Schaltern in der Ankunftshalle.

    Narita Express (NEX): Diese Flughafen-Schnellbahn der Japan Railways fährt zum Bahnhof Tokio (ca. 27 Euro) und von dort weiter nach Shinjuku, Ikebukuro, Shibuya oder Yokohama. Tickets gibt es nur in Kombination mit einer Sitzplatzreservierung. Für Inhaber eines Japan-Rail-Passes (Infos über Verkaufsstellen auf der Website jnto.de – Stichwort Bahn) ist der NEX erste Gelegenheit, den Pass zu benutzen.

    Skyliner: Diese private Schnellbahn braucht nur 36 Minuten bis Nippori (ca. 22 Euro), nach Ueno ein paar Minuten mehr. Weiter geht es mit S-Bahn oder U-Bahn. Bei wenig Gepäck empfehlenswert. Billiger, aber langsamer als der Skyliner sind die Schnellzüge der Keisei-Linie (ca. 75 Minuten, um 9 Euro).

    Inlandflüge sowie einige internationale Flüge landen auf dem stadtnahen Flughafen Haneda. Von dort mit der Einschienenbahn (Monorail) bis Hamamatsucho, wo Sie mit der Yamanote-Ringlinie alle großen, zentralen Bahnhöfe ansteuern können. Taxis ins Zentrum sind teuer. Staugefahr! Auch bei den Flughafenbussen, die in alle Stadtteile (ca. 7 Euro) und nach Narita (ca. 26 Euro) fahren.

    Die drei Superexpress-(Shinkansen-)Linien enden alle im Bahnhof Tokio. Endbahnhof für andere Züge aus Richtung Norden ist Ueno, aus Richtung Westen Shinjuku, ansonsten Tokio. Überall hat man U- und S-Bahn-Anschluss.


    Auskunft vor der Reise

    Japanische FremdenverkehrszentraleJapan National Tourist Organization, Jnto

    Versendet auch Broschüren, darunter ein Prospekt der preiswerten Welcome Inns (WI). Kaiserstraße1160311069 20353jnto.de


    Auskunft in Tokio

    Tokyo Tourist Information Center

    Infostelle der Stadt Tokio im Rathaus (Zweigstellen auf dem Haneda-Flughafen und im Keisei-Ueno-Bahnhof). Beratung, Prospekte, Karten.Nishi-Shinjuku2-8-1No 1 Bldg.03 53213077U-BahnE 28Tochōmae

    Tourist Information Center (Narita Airport)

    Infocenter gibt es in beiden Terminals im Flughafen Narita.

    Tourist Information Center (TIC)

    Broschüren, Stadt- und U-Bahn-Pläne, Hilfe für die Weiterreise, Vermittlung von Fremdenführern, Welcome-Inn-Service. Die TIC-Telefonnummer sollte man stets bei sich haben. Es gibt sonst kaum Infostellen. Shin Tokyo Bldg.Marunouchi3-3-103 32013331U-BahnH 07, C 09HibiyaS-BahnYamanoteYūrakuchō


    Banken & Geldwechsel

    Öffnungszeiten der Banken: Mo–Fr 9–15 Uhr. Geld wechseln oder Reiseschecks einlösen geht am problemlosesten in den Citibank-Filialen. Dort gibt es auch Bares aus dem Geldautomaten mit EC-Karte. Citibank-ZweigstelleDōgenzaka Kabuto Bldg.Dōgenzaka2-25-12 in Shibuya, weitere Zweigstellen finden Sie unter www.citibank.co.jp/en. Cash mit weltweit gültiger Kreditkarte (AMEX, VISA, Master, Maestro) bekommen Sie auch in allen Postämtern. Kreditkarten werden meist nur von großen Kaufhäusern, teuren Restaurants und Hotels angenommen.


    Diplomatische Vertretungen

    Deutsche Botschaft

    Minami Azabu4-5-1057917700U-BahnH 03Hiro-o

    Österreichische Botschaft

    Moto Azabu1-1-2034518281U-BahnN 04, E 22Azabu-jūban

    Schweizer Botschaft

    Botschaft: Minami Azabu5-9-1254498400U-BahnH 03Hiro-o


    Einreise

    Sie brauchen einen gültigen Reisepass und erhalten bei der Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung von drei Monaten.


    Gesundheit

    Die medizinische Versorgung in Tokio ist gut, aber teuer. Arztpraxen, kleinere Kliniken sowie Drogerien und Apotheken gibt es in jedem Stadtviertel. Oft wird jedoch die Sprache zum Problem. Vorsichtsmaßnahmen: Erstens sollten Sie immer die Nummer vom Tokyo Medical Information Center52858181Mo–Fr 9–20 Uhr dabeihaben; es kann Ihnen (auf Englisch) Krankenhäuser und Fachärzte nennen. Zweitens empfiehlt es sich, beim Tourist Information Center die Liste der englischsprachigen Ärzte und Krankenhäuser mitzunehmen. Verschreibungspflichtige Medikamente bringen Sie besser von zu Hause mit.


    Klima & Reisezeit

    Besonders reizvoll sind das Frühjahr mit der Kirschbaumblüte (April) und der Herbst (November), wenn die Ahorn- und Ginkgobäume ein Feuerwerk der Farben zünden. Meiden sollten Sie die Monate Juli und August, Tokio brütet dann unter einer unerträglich schwülen Hitzeglocke. Die Wintermonate sind oft bis in den Dezember erfreulich mild und sonnig. Im Januar/Februar regnet es dann häufiger bei Temperaturen unter zehn Grad.

    Das staatliche Wetteramt (www.jma.go.jp/en/yoho) informiert über Sturmwarnungen, Tsunami- und Erdbebenaktivitäten.


    Notruf

    Polizei110; Krankenwagen und Feuerwehr119

    Mit Englisch kommt man oft nicht weiter. Bitten Sie Japaner um Hilfe.


    Öffentliche Verkehrsmittel

    Betriebsruhe herrscht von ca. 1 Uhr nachts bis 5 Uhr morgens. Es gibt private und öffentliche S- und U-Bahnen, die jeweils eigene Ticketschalter und -gates haben. Damit Sie beim Umsteigen nicht ständig neue Tickets kaufen müssen, lohnt es sich, Kombikarten zu kaufen. An vielen Automaten gibt es z. B. die Pasnet-Karte (für 1000, 3000 und 5000 Yen), die für alle U-Bahnen und fast alle privaten S-Bahnen gilt. Sie wird allerdings nicht in Zügen von JR (Yamanote etc) anerkannt.

    Die elektronischen Tickets Suica und Pasmo können Sie dagegen auf allen wichtigen U- und S-Bahn-Linien inklusive Zügen der JR benutzen. Beim Kauf (lassen Sie sich am Bahnhof dabei helfen!) wird ein Pfand von 500 Yen abgebucht, das man bei Rückgabe der Karte zurückbekommt. Im Unterschied zu den Pasnet-Karten sind Suica und Pasmo aufladbar, d. h., man kann die gleiche Karte am Automaten wieder mit Geld füllen, wenn das Konto leer ist. Vorteil: Bei Rückgabe gibt es im Gegensatz zu Pasnet-Karten Restgeld zurück (abzüglich 210 Yen Bearbeitungsgebühr).

    Achtung: Viele Züge verkehren als Express und halten daher nicht an allen Stationen. Außerdem sind Busse ohne Kenntnisse der japanischen Sprache nicht zu empfehlen.


    Post

    Luftpostkarten nach Europa kosten 70 Yen Porto, Luftpostbriefe bis 10 Gramm 110 Yen.


    Preise & Währung

    Tokio zählt zu den teuersten Städten der Welt. Vorsicht: Der Yen-Euro-Wechselkurs schwankt stark!


    Stadtrundfahrten

    Free Guided Tours for Foreign Tourists

    Zehn Routen haben die freiwilligen Stadtführer im Rathaus in Shinjuku im Angebot. Kleine Gruppen und viele Informationen. Da die Führer ihren Job umsonst machen, fallen lediglich Kosten für Eintrittspreise und Fahrt an. www.tourism.metro.tokyo.jp/english/tourists/guideservice/guideservice/index.html

    Skybus Tokyo

    Im offenen Doppeldeckerbus: vier Routen mit mehrsprachigen Erklärungen. www.skybus.jp/explains/index/00033


    Strom

    Die Stromspannung beträgt in Japan nur 100 Volt. Die Netzgeräte der meisten Handys, Laptops und Kameras sind von 100 bis 240 Volt ausgelegt, aber überprüfen Sie das, bevor Sie Ihr Gerät in Japan ans Netz anschließen. Dafür brauchen Sie zudem einen Adapter für die Flachsteckdosen in Japan. Achtung: Wenn Sie ein elektronisches Gerät in Japan kaufen, stellen Sie sicher, dass es die in Deutschland üblichen 220 Volt verkraftet!


    Taxis

    Taxis gibt es viele, aber sie sind teuer. Der Startpreis für die ersten zwei Kilometer beträgt 710 Yen (ca. 6,80 Euro). Nach 23 Uhr kommen noch einmal 30 Prozent Aufschlag dazu. Dafür sind die Autos blitzsauber, die Fahrer tragen weiße Handschuhe, und die hintere Tür öffnet und schließt sich automatisch (also bitte nicht von außen zuschlagen!). Anhalten kann man Taxis überall – ein rotes Leuchtschild hinter der Windschutzscheibe zeigt an, dass sie leer sind, grün bedeutet besetzt.


    Telefon & Handy

    Öffentliche Fernsprecher akzeptieren oft nur noch Telefonkarten. Grundgebühr für ein Ortsgespräch: 10 Yen, Überseegespräche sind nur möglich an Apparaten, die mit International Call gekennzeichnet sind. Telefonkarten (telefon-kado) zu 500 und 1000 Yen sind erhältlich in Automaten, Hotels und Bahnhofskiosken. Für Auslandsgespräche sind Prepaid-Karten (puripaido-kado) zu empfehlen. Es gibt sie in Convenience Stores, z. B. Lawson oder Seven/Eleven. Eine Gesprächsminute nach Deutschland kostet werktags tagsüber etwa 2,20 Euro.

    Vorwahl nach Deutschland: +49, Österreich: +43, Schweiz: +41, Tokio aus dem Ausland: +813. Bei Prepaid-Karten folgen Sie den Anweisungen auf der Karte. Bei Festnetztelefonaten und Anrufen mit Telefonkarten: Vorwahl eines Netzanbieters, z. B. NTT Comm.: 0033 oder KDDI: 001, plus 010 plus Ländercode.

    Nur UMTS-fähige Mobiltelefone funktionieren in Japan. Der deutsche Netzbetreiber muss Vertragspartner von NTT II, DoCoMo oder Softbank Mobile sein (bitte vorher mit Netzbetreiber klären). Man kann sich auch eins mieten, Preise variieren je nach Anbieter. Infos vorab erhalten Sie bei Softbank (www.softbank-rental.jp/en) oder bei der Firma Renta Fone Japan (www.rentafonejapan.com). Unbedingt die Freischaltung für Auslandsgespräche und die Betreibervorwahl abklären!


    Trinkgeld

    In Japan gilt: kein Trinkgeld!


    Veranstaltungskalender

    Kostenlose englischsprachige Stadtmagazine wie „Metropolis“ liegen u. a. in Hotels aus.


    Verständigung

    Zunächst die gute Nachricht: In Tokio ist die Beschilderung in den Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln auch für Ausländer verständlich. Denn die Stationsnamen werden sowohl in japanischen Schriftzeichen als auch mit lateinischen Buchstaben geschrieben. In den meisten Zügen erfolgen zudem die Durchsagen auf Japanisch und Englisch. Nun die etwas schlechtere Nachricht: Selbst in der Hauptstadt spricht kaum ein Einheimischer Englisch oder gar Deutsch. Das ist manchen Japanern so unangenehm, dass sie stur an Ihnen vorbeilaufen, wenn Sie etwa nach einer Adresse fragen. In der Regel wird Fremden aber gerne geholfen. Nicht selten wird geduldig so lange von einem Einheimischen herumgefragt, bis sich endlich ein Landsmann mit Fremdsprachenkenntnissen gefunden hat, der Ihnen schließlich weiterhelfen kann.


    Zeit

    Japan ist Mitteleuropa um acht Stunden voraus, bei Sommerzeit um sieben Stunden.


    Wlan

    Leider hat Tokio noch kein flächendeckendes WLAN-Netz. Allerdings bieten einige Restaurants, Hotels und manche Bahnhöfe sogar kostenlosen WLAN-Zugang an (z. B. Wired Cafe Shibuya QFront6F QFrontUdagawachō21-610–22 Uhr. Eine Liste mit kostenlosen WLAN-Spots finden Sie unter www.freespot.com/users/map_e.html. Außerdem bietet NTT Communications für 500 Yen (Prepaid Card in Convenience Stores und Automaten erhältlich) pro Tag Zugang zu seinem Hotspot-Netz (Spots in fast allen U-Bahnhöfen). www.hotspot.ne.jp/en/servicemenu/1day

    Kostenlosen Internetzugang bekommen Sie im Foyer der Shinsei-Bank am Hibiya-Park im Yahoo-CaféShinsei Bank Bldg 1FUchisaiwaichō2-1-8Mo–Fr 9–20 UhrU-BahnC 08, M 15Kasumigaseki. Nach Anmeldung (Pass vorlegen) wird eine Mitgliedskarte ausgestellt. Yahoo-Cafés gibt es auch auf den Flughäfen Narita und Haneda.


    Zoll

    Eine Zollerklärung müssen alle Reisende ausfüllen (Formulare im Flugzeug). Neben dem normalen Gepäck dürfen Sie wahlweise 400 Zigaretten, 100 Zigarren oder 500 g Tabak einführen, sowie 75 ml Parfüm und 3 Flaschen Alkohol zu je 0,76 l (über 18-Jährige). Zollfrei können außerdem Gegenstände eingeführt werden, deren ausländischer Marktwert insgesamt unter 200 000 Yen liegt (ca. 1750 Euro). Bei der Heimkehr sind eingekaufte Waren bis zu einem Wert von 430 Euro zollfrei. Sonstige Freimengen: 200 Zigaretten, 50 ml Parfüm, zwei Flaschen Wein oder zwei Flaschen Schnaps. Weitere Infos: www.zoll.de.

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