Florida

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Entdecken Sie Florida!

Der American Way of Life ist ein Mythenmix aus Freiheit und Freizeit, Sonne und Sand, Optimismus und Offenheit, schnellem Geld und schnellem Genuss. Nirgendwo in den USA erleben Sie diese unbekümmerte Lebensart so ausgeprägt wie in Florida, dem Sunshine State.

Auf demselben Breitengrad wie Nordafrika aalt sich Florida zufrieden unter meist blauem Himmel. Die Stimmung entspricht den Aussichten: überwiegend heiter. Obwohl nur knapp halb so groß wie Deutschland, gehört der US-Bundesstaat mit seiner Küstenlinie von 3000 km Länge (wenn man alle Inseln berücksichtigt, sind es sogar 13 600 km) zu den populärsten Reisezielen der Welt. 2012 zählte Florida 89,3 Mio. Besucher. Davon kamen 10,2 Mio. aus Übersee. Mit mehr als 300 000 Urlaubern ist Florida bei Deutschen besonders beliebt, die damit hinter den Briten auf dem zweiten Rang liegen. Die meisten Gäste favorisieren den Winter, wenn die Sonne hier ununterbrochen scheint und die Quecksilbersäule auf Temperaturen steigen lässt, wie es sie in Europa und im Norden der USA nur im Sommer gibt.

Nicht nur smaragdgrünes Meer und weiße Strände gehören zu den natürlichen Attraktionen Floridas: Alligatoren und die vom Aussterben bedrohten Floridakrokodile leben in freier Wildbahn, Silberreiher, Pelikane und Seeadler bevölkern Mangrovenwälder und die Brackwassergebiete, aquariumsbunte Fische schwärmen durch die Unterwasserlandschaften der Riffe vor den Keys. Auch der Mensch setzt spektakuläre Akzente. An der Ostküste starten turmhohe Raketen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral und befördern Raumschiffe und Satelliten in die Erdumlaufbahn. Und in Orlando locken gigantische Freizeitparks. Sie entführen in das phantastische Comicuniversum Walt Disneys oder in imaginäre Filmwelten wie die von Harry Potter. Der 27. Staat der USA lebt den American way of life im großen Stil, mit gut ausgebautem Straßennetz, weshalb Sie ihn mit allem Komfort erkunden können. Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie überall: Es gibt rund 370000 Hotelzimmer in mehr als 6000 Hotels und Motels. Und bei jedem Abstecher landeinwärts reist für Sie die Gewissheit mit: Kein Ort liegt weiter als 90 km vom Meer entfernt.

Das moderne Florida trübt den Blick dafür, dass dies die erste von Europäern entdeckte Region Nordamerikas war. Außer dem Namen Florida und einigen Hinterlassenschaften in St. Augustine, der ältesten Siedlung in den USA, ist vom spanischen Kolonialerbe, das 1513 mit Juan Ponce de Leóns Entdeckung begann, nicht viel geblieben. So wirkt es wie eine Ironie der Geschichte, dass der Süden einige Jahrhunderte später doch noch hispanisiert wurde. Denn Miami und Umgebung sind längst politisches und wirtschaftliches Exil für Kubaner, Nicaraguaner und Salvadorianer, die zusammen mit Französisch sprechenden Schwarzen aus Haiti mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Greater Miami stellen.

Das Florida von heute ist ein starkes Kontrastprogramm zu den historischen Ereignissen, die die Region erlebt hat. Die Vision, die sich Industrielle, Bauunternehmer und Spekulanten seit der Wende zum 20. Jh. für die Halbinsel ausmalen, macht vieles vergessen: den Sezessionskrieg 1861–1865, die Rassentrennung, die Diskriminierung der Indianer. Männer wie der Milliardär Henry Flagler mit ihren Eisenbahnlinien und staatlichen Hotels begründeten die Tourismusindustrie. Investoren profitierten davon, dass die American Medical Association 1885 den Südzipfel von St. Petersburg, Pinellas Point, zum gesündesten Fleck der USA ausrief. Der Run begann. Die luxuriösen Hotels lockten reiche Amerikaner aus dem Norden. Glühbirnenerfinder Thomas A. Edison und Autokonstrukteur Henry Ford überwinterten hier. Florida wurde zum Ziel einer zugvogelartigen Bewegung, der sich Jahr um Jahr mehr Gäste anschlossen. Ganze Orte entstanden auf dem Reißbrett und wurden, wie Palm Beach und Boca Grande, zum Synonym für herrlichen Strandurlaub. Zu den Urlaubern gesellten sich zum Glück auch Naturschützer. Schon die US-Präsidenten Theodore Roosevelt und Harry Truman trieben die Einrichtung von Schutzgebieten voran. Für die Floridabesucher, die nach ihnen kamen, blieb ein einzigartiger, wenn auch streng regulierter Naturraum: Freizeitskipper schippern auf nun beschilderten Wasserwegen durch Floridas Inselwelt.

Allerdings werden viele Umweltschutzmaßnahmen im Spannungsfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen zu Makulatur. Deutlich wurde dies während der Ölpest im Golf von Mexiko im Sommer 2010. Am 20. April löste eine Explosion auf der Ölplattform „Deep Horizon“ vor der Küste Louisianas die schlimmste Umweltkatastrophe der Geschichte aus. Als das Bohrloch am 9. September endgültig für verschlossen erklärt werden konnte, waren Schätzungen zufolge 780 Mio. Liter Rohöl ausgeflossen. Kurz darauf wurde Entwarnung gegeben und die Strände eröffneten wieder. Alles rechtzeitig zur Touristensaison? Denn schließlich beschert Floridas Tourismusbranche dem Staat jährlich weit über 60 Mrd. $ Einnahmen. Unabhängige Medien berichten, dass jeder Sturm noch immer Zehntausende tote Fische an die Strände des Florida Panhandle spült, weil das im Meer verbliebene Öl in riesigen, fast 40 km langen Wolken aus Ölpartikeln und Methangas durch den Golf driftet und alles Leben tötet. Wie lange noch, wird die Zukunft zeigen.

Dessen ungeachtet wächst Florida ungestüm weiter. Ein Höhepunkt dieser rasanten Entwicklung ist die rund um Orlando gebaute Ferienwelt mit Disney World als Mittelpunkt einer Vielzahl von Vergnügungsparks, die Florida zu einem Gebiet mit Ganzjahrestourismus und zum idealen Reiseziel für Familien mit Kindern gemacht hat.

Die letzten 100 Jahre haben den Staat mit seinen 19,3 Mio. Einwohnern nicht nur zum viertbevölkerungsreichsten US-Bundesstaat, sondern auch zu einem wohlhabenden und kosmopolitischen Zentrum gemacht. Eine Ausnahme bildet dabei nur der Nordwesten, der sogenannte Panhandle. Seine Bewohner sind als Patrioten bekannt und als konservative Waffennarren berüchtigt.

Florida ist über 170 300 km2 groß: Von Pensacola nach Key West erstreckt sich der Staat über eine Entfernung von rund 1342 km. Die Halbinsel, die von den geschmolzenen Eismassen der Eiszeit geformt wurde, bekam ihre charakteristische Landschaft vor etwa 6000 Jahren. Zahlreiche Flüsse und rund 30 000 kleine und große Seen prägen die Natur, deren höchster Punkt sich gerade einmal 103 m über den Meeresspiegel erhebt.

Je nach Jahreszeit bewegen sich die Touristenströme in unterschiedliche Richtungen. Die sogenannte Redneck Riviera rund um Pensacola ist ein Sommerferienziel und vor allem bei alteingesessenen Südstaatlern (rednecks) populär, denen die mondänen Abschnitte, etwa der als Goldküste bekannte Abschnitt zwischen Fort Pierce und Fort Lauderdale, nur wenig behagen. Die Westküste am Golf von Mexiko ist Anlaufpunkt für Pensionäre und junge Familien, die sich zwischen Cedar Key und Marco Island niedergelassen haben. Auch die Nordostküste zwischen Jacksonville und Cape Canaveral ist bei Familien beliebt.

Besucher aus Europa zieht es vor allem nach Zentralflorida zu den Vergnügungsparks und Attraktionen in Orlando, nach Miami, der exotischen Metropole des Landes, in das Naturschutzgebiet der Everglades sowie auf die Florida Keys. Auf den American Way of Life treffen Sie hier überall, genauso wie Sie dem alten, „echten“ Florida begegnen können. Wer es entdecken will, darf bei seiner Reise nie vergessen: Es lohnt sich, genau hinzusehen. Denn der Sunshine State ist mehr als die Summe seiner Klischees.

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