USA

Arizona Trail: Prärie, Kakteen und Grand Canyon

Immer dem Horizont entgegen: Der Arizona Trail führt nicht nur quer durch die Prärie sondern auch vorbei an Flüssen und über die felsige Gebirgslandschaft des Grand Canyon. Ein 1.288 Kilometer langer Abenteuertrip quer durch einen US-Bundesstaat.

Arizona Trail: Prärie, Kakteen und Grand Canyon

Im Saguaro National Park
Richard Daley

Das Wandern in Arizona hat es in sich: Denn jetzt ist der Arizona Trail lückenlos und kann von Anfang bis Ende bezwungen werden. Er führt von Norden, der Grenze zu Utah, bis nach Süden zur mexikansichen Grenze. Dabei ist die Landschaft Arizonas so vielfältig dass der Wanderer alles erlebt: Wüste, Gewässer, Wälder und Gebirge. Für diesen Wanderweg sollte er aber vor allem Ausdauer und Willenskraft mitbringen: Es ist eine 800 Meilen, also fast 1.300 Kilometer lange Strecke, die man wandern, reiten oder fahren kann, mal von der brennenden Wüstensonne begleitet, mal vom Regen gepeitscht - ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.


Der Sonne entgegen

Ob es im Norden oder im Süden losgeht, darf sich jeder selbst aussuchen - allerdings sollte die Reise im Frühling oder im Herbst stattfinden, um die Wetterextreme des Sommers und Winters zu vermeiden. Startet der Wanderer im Norden, durchquert er zuerst den Kaibab National Forest und den "Nil Nordamerikas", den Colorado River sowie das Gebiet rund um den Grand Canyon. Dann führt der Weg unter anderem zum Walnut Canyon National Monument in der Nähe der Stadt Flagstaff, wo man die einzigartige Ansammlung von Felsbehausungen aus dem Jahr 1.100 sehen kann. Nach und nach erreicht der Reisende den kakteenreichen Süden, wo es am Ende noch durch den wunderschönen Saguaro National Park und bis hin zur Grenze von Mexiko geht.


Etappenweise zum Ziel

Der Weg ist in 53 Abschnitte aufgeteilt und verbindet Wildnis, Nationalparks sowie kulturelle und historische Stätten miteinander. Wer nicht so gut zu Fuß ist, darf sich auch mit dem Fahrrad oder auf einem Pferd oder Esel auf den Weg machen. Wichtig ist es, sich zuvor darüber zu informieren, wo es Wasser, Essen oder Übernachtungsmöglichkeiten gibt, und welche Passagen besonders gefährlich und herausfordernd sind. Ganz allein ist der Wanderer allerdings nicht: Immerhin ist für jeden der Abschnitte ein Wärter zuständig, der die Strecke pflegt und überwacht und mit Rat zur Seite steht.


Von Dorothea Soszka, MARCO POLO News-Redaktion

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