Die False Bay endet am Kap der Guten Hoffnung
Ihren Namen hat die False Bay Seefahrern zu verdanken, die sie auf dem Weg nach Kapstadt fälschlicherweise bereits für die Tafelbucht hielten. Heute ist die "Falsche Bucht", die sich über knapp 40 Kilometer von Cape Point bis nach Cape Hangklip erstreckt, ein beliebtes Urlaubsziel. Aufgrund ihrer geschützten Lage und dem Einfluss des warmen Agulhasstroms ist das Meerwasser hier um bis zu sechs Grad wärmer als in der westlich gelegenen Tafelbucht bei Kapstadt. Mit ihrem fast schon mediterranen Klima und Wassertemperaturen von bis zu 20 Grad lockt die False Bay in den Sommermonaten zahlreiche Badegäste an ihre weitläufigen Strände. Beliebte Badeorte für Familien sind unter anderem Gordons Bay, Strand, Fish Hoek oder Muizenberg.
Robbenkolonien und Weiße Haie
Die False Bay ist nicht nur für Strandurlauber interessant, sondern beheimatet z.B. auf Seal Island auch riesige Seehund- und Robbenkolonien. Aufgrund des reichen Beuteangebots wird die Bucht auch von Weißen Haien frequentiert. Trotz einiger Haiunfälle in den vergangenen Jahren ist das Jagen der Meeresräuber verboten, um die riesigen Seehundpopulationen nicht noch weiter anwachsen zu lassen. Ein von Muizenberg aus operierender Shark Watch Service gibt Warnungen aus, sobald Haie in der Nähe der Badeorte gesichtet wurden. Zwischen Mai und November kann man in der False Bay auch Wale beobachten. Während dieser Monate nutzen Südliche Glattwale die Bucht zum Fortpflanzen und Kalben. Dabei schwimmen sie teilweise sehr nahe ans Ufer heran.
Naturreservat Kap der Guten Hoffnung
Wer nicht angeln, segeln oder die Aufzuchtstation der Kap-Robben auf Seal Island besuchen will, kann sich in der False Bay auch dem Golfspielen widmen. Das Wohn- und Handelszentrum Somerset West im Hinterland der Bucht zählt als Stadtteil noch zu Kapstadt. Urlauber können hier nicht nur den dortigen Golfplatz nutzen, sondern auch die in der Region produzierten Weine verkosten. Naturliebhaber haben die Möglichkeit, das Naturreservat am Kap der Guten Hoffnung zu besichtigen. Das 1939 offiziell zum Nationalpark erklärte Kap gilt als kleinstes, aber artenreichstes Florenreich der Welt. Mit 1.300 Pflanzen auf 10.000 Quadratmetern übersteigt die dortige Artenkonzentration sogar die Vegetationsvielfalt des südamerikanischen Regenwalds.
Von Stefanie Lindner, MARCO POLO News-Redaktion
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