Kiter vor der südafrikanischen Küste
Hinter riesigen Lenkdrachen über's Wasser flitzen, Sanddünen hinabboarden, durch den Schnee gleiten oder mit dem Geländeskateboard Berge hinunter rasen, die Palette der neuen Sportarten ist groß. Die Trends kommen meist aus den USA oder Europa, doch Afrika verschließt sich nicht. In Südafrika kommen Anhänger all dieser ausgefallenen Freizeitbeschäftigungen voll auf ihre Kosten. Durch seine vielfältige Landschaft und die gute Infrastruktur eignet sich das südlichste Land des afrikanischen Kontinents besonders. Von den teils schneebedeckten Kuppen der südlichen Drakensberge über die großen Seen und die weißen Sanddünen bis zu den windigen Küsten des Kaps finden sich allerlei brauchbare Voraussetzungen.
Immer Bergab
Verschneite Hänge, rustikale Hütten und Skilifte erwartet man eigentlich in den Alpen. Doch im Gebirge an der südlichen Grenze zwischen Leshoto und Südafrika findet man dieses Szenario auch. Snowboarder und Skifahrer nutzen die Tiffindel Ski Lodge als Treffpunkt für ihre sportlichen Unternehmungen. Auch Mountainboarder trifft man dort. Überall da, wo kein Schnee ist, stürzen sich die wagemutigen Sportler mit ihren Allterrainboards, einer Mischung aus Snowboard und Skateboard, auf speziellen Pneus über Wege und Hänge die Berge hinab. Nicht über Stock und Stein, sondern über feinen weißen Sand die Dünen hinab bahnen sich schließlich Sandboarder ihren Weg. Bei Atlantis an der Westküste verschönert sogar eine besonders gute Aussicht auf den Tafelberg die Abfahrt.
Vom Wind getrieben
Wer nicht die Hangabtriebskraft gebraucht, kann sich auch den Wind zunutze machen. Und davon gibt es an der Küste Südafrikas genügend. Mit übergroßen Lenkdrachen lassen sich die Kiteboarder über's glitzernd blaue Wasser ziehen. Gehoben von der gewaltigen Kraft des Windes sind sie in der Lage, meterhohe Sprünge mit artistischen Einlagen zu vollführen. In der Langebaan Lagoon oder bei Durban ist man auf dem Ozean unterwegs - aber bitte nicht das Kap der Guten Hoffnung umfahren - am Hartebeespoort Dam oder dem Vaal Dam kann das nicht passieren, es sind Binnengewässer.
Von Tobias Käsmaier, MARCO POLO News-Redaktion
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