Die "Grande Odyssée Savoie" fordert auch erfahrene Schlittenhunde
Odyssee ist ein wirklich treffender Ausdruck für den Wettbewerb, der vom 12. bis zum 23. Januar 2013 bereits zum neunten Mal ausgetragen wird. 1.000 Kilometer legen die Sportler dabei in insgesamt neun Etappen zurück - und das bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad. Auf dem Weg von Les Carroz nach Val Cenis Lanslebourg müssen 30.000 Meter Höhenunterschied überwunden werden. 70 Prozent der Strecke liegen außerhalb der offiziellen Skipisten, die Hälfte des Rennens findet bei Dunkelheit statt. Kein Wunder also, dass die Teilnahme an der "Grande Odyssée Savoie" als nicht ganz ungefährlich gilt. Dennoch haben sich 33 Hundeschlittenführer mit insgesamt 430 Hunden für den kommenden Wettbewerb registriert. Ein Preisgeld in Höhe von 55.000 Euro liefert einen zusätzlichen Anreiz für die Teilnahme.
Unterhaltung auf und abseits der Strecke
Die Hundeschlittenführer sind während des gesamten Rennens mit GPS-Ortungssystemen ausgestattet. Das ermöglicht einerseits eine schnelle Bergung im Notfall, die Zuschauer können über eine Website so aber auch den Fortschritt der Teilnehmer verfolgen. Für das Publikum gestaltet sich das Rennen immer attraktiver - bis zu 100.000 Zuschauer konnten in den letzten Jahren am Wegesrand gezählt werden. Besonders der Massenstart und das Zeitfahren gelten als spannend. Doch nicht nur das Geschehen im, sondern auch das Programm abseits des Schnees erweist sich als echter Besuchermagnet. Ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm versüßt die Wartezeit in der Kälte und die 22 auf der Rennstrecke liegenden Orte locken während der elf Renntage mit zahlreichen Festen.
Tierschutz und Nachhaltigkeit als Grundwerte
Zwei Dinge liegen den Organisatoren der "Grande Odyssée Savoie" besonders am Herzen. Zum einen überprüfen Tierärzte über die normalen Dopingkontrollen hinaus vor und nach jeder Etappe akribisch den Gesundheitszustand der Hunde. Darüber hinaus nimmt auch der Umweltschutz einen hohen Stellenwert ein. Die Verantwortlichen garantieren, dass vorwiegend recycelbare oder biologisch abbaubare Materialien verwendet werden. Zudem wird versucht, den Energieverbrauch sowie die CO²-Emission so gering wie möglich zu halten. Außerdem werden lokale Unternehmen bevorzugt: Über 50 Prozent der beteiligten Dienstleister stammen aus der Region.
Von Kathrin Wiesmann, MARCO POLO News-Redaktion
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