Deutschland

Grenzerfahrungen in Berlin

Vor 20 Jahren begann am 9. November mit dem Fall der Berliner Mauer ein neues Kapitel deutscher Geschichte. Checkpoint Charlie, East Side Gallery und das Brandenburger Tor erinnern an das geteilte Berlin und halten die Geschichte in Erinnerung.

Grenzerfahrungen in Berlin

Berlins Wahrzeichen: Das Brandenburger Tor
Vivien Fischer

Auf 160 Kilometern Länge können Berlin-Besucher noch heute der früheren Grenze folgen. An mehr als 40 Stationen gibt es auf dem Berliner Mauerweg Informationen über die Teilung Deutschlands, den Bau und den Fall der Mauer. Wer sich mit dem MauerGuide auf den Weg macht, wird vom GPS-Gerät geleitet und bekommt zusätzlich authentische Bild-, Film- und Tondokumente auf dem Bildschirm zu sehen. Das handliche Gerät leiht man an den Ausgabekiosken in der Bernauer Straße, am Brandenburger Tor, der Niederkirchnerstraße, am Checkpoint Charlie oder an der East Side Gallery aus. Damit beginnt die Tour gleich an einer bedeutenden Station der Mauer.


Checkpoint Charlie - der wohl berühmteste Grenzübergang

An den früheren Grenzübergang Checkpoint Charlie erinnert heute ein ehemaliges Grenzschild und -häuschen. Im Museum "Haus am Checkpoint Charlie" wird die Geschichte der Mauer gezeigt. Seinen Namen bekam der damalige Grenzübergang übrigens nach dem dritten Buchstaben des Luftfahrt-Alphabets.


East Side Gallery - die größte Open-Air-Galerie

Die East Side Gallery ist ein weiteres Muss für jeden Touristen. Während die Westseite der Mauer schon immer ein beliebtes Ziel für Sprayer war, eroberten internationale Graffitikünstler nach dem Mauerfall auch die Ostseite und schufen die größte Open-Air-Galerie der Welt. Zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke liegend ist sie das längste erhalten gebliebene Reststück der Mauer. 1991 wurde dieser Abschnitt der ehemaligen Grenze sogar unter Denkmalschutz gestellt.


Brandenburger Tor - Berlins Wahrzeichen

Drittes Highlight innerhalb des ehemaligen Grenzstreifens ist das Brandenburger Tor. Während der Teilung Deutschlands durfte es weder von Ost- noch von Westdeutschen durchquert werden. Das ehemalige Stadttor und Wahrzeichen Berlins lag damals unmittelbar hinter der Grenzlinie im sowjetischen Sektor der Stadt. Auch der Pariser Platz war Teil der Grenze und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.


Von Kathleen Franke, MARCO POLO News-Redaktion

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