01.07.2013

Österreich Vignettenpflicht für alle österreichischen Autobahnabschnitte

Bislang galten für den Pfändertunnel auf dem Weg in die Schweiz und den Streckenabschnitt Kiefersfelden–Kufstein Süd Sonderregelungen: Weil hier nur für wenige Kilometer österreichischer Boden befahren wird, gab es in ersterem Fall die so genannte Korridor-Vignette, während bis Kufstein-Süd auf Kontrollen ausdrücklich verzichtet wurde. Das soll sich nun ändern.


Österreich will jetzt keine Ausnahmen mehr machen bei der Autobahnbenutzung. | © selensergen, iStock

Laut ASFINAG soll es um eine Gleichbehandlung aller österreichischen Autobahnbenutzer gehen: Ab dem 4. Juli 2013 wird es für das acht Kilometer lange Nadelöhr am Bodensee keine Korridor-Vignette für zwei Euro mehr geben. Urlauber, die auf dem Weg in die Schweiz dann den Tunnel benutzen möchten, müssen mindestens 8,30 Euro für die 10-Tages-Vignette berappen. Oder die stauträchtige Route über Bregenz wählen, die dann mit der alten Problematik zu kämpfen hat. Denn um das dortige Verkehrsaufkommen zu entschärfen, wurde die Korridor-Vignette 2008 überhaupt erst eingeführt.

Auch auf dem Abschnitt Kiefersfelden–Kufstein Süd wird der Verkehr auf den Landstraßen um ein Vielfaches zunehmen. Ab 1. Dezember 2013 sollen hier die Vignettenkontrollen wieder aufgenommen werden, was viele Autofahrer dazu veranlassen wird, vorzeitig abzufahren. Der ADAC sieht die Wiederaufnahme der Kontrollen kritisch: Für einige werden Autofahrten in die Tiroler Alpen sehr viel teurer, während viele andere Autofahrer künftig wieder auf die mautfreien Landstraßen ausweichen und so für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in den Inntal-Kommunen Oberaudorf, Kiefersfelden und Kufstein sorgen werden.


von Solveig Michelsen


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