03.04.2013

Neujahr in Südostasien Songkran-Festival in Thailand: Wasserschlachten zur Jahreswende

Drei Tage im Jahr herrscht Ausnahmezustand in Thailand. Beim Songkran-Festival vom 13. bis 15. April feiern tausende Thais und Touristen das thailändische Neujahrsfest mit einer gigantischen Wasserschlacht – trocken bleiben unmöglich.


Am Abend vor dem thailändischen Neujahrsfest werden traditionell am 12. April erst die Wohnungen geputzt, bevor die Menschen am nächsten Tag auf die Straße zur Wasserschlacht ziehen.

Am Straßenrand stehen Thais und schütten Wasser aus Eimern und Gartenschläuchen auf vorbeifahrende Tuk-Tuks, tausende schieben sich zu Fuß oder auf Wagen mit Wasserpistolen bewaffnet durch die Städte und machen sich gegenseitig nass. Ins Gesicht bekommen Einheimische und Schaulustige Puder oder ein Mineral geschmiert. Vor allem in größeren Städten artet Songkran zu exzessiven Feiern aus. Die dreitägige Party lockt jedes Jahr abertausende Touristen an.


Viele Städte begehen das Songkran-Festival etwas anders. In Bangkok beginnt Songkran sogar bereits am 10. April. Die größten Wasserschlachten finden in der bekannten Kao San Road und im Stadtviertel Silom statt. Zahlreiche Bars stellen Boxentürme auf die Straßen und beschallen die Menge mit lauter Musik. Traditioneller und eine Woche später feiert die Thai-Raman-Gemeinde im Viertel Phra Pradaeng mit Bootsrennen, Blumenparaden und Tänzen. Chiang Mai, die zweitgrößte Stadt im Norden des Landes, gilt als Herz des Songkran. Dort gibt es Konzerte, Paraden und Miss-Songkran-Wahlen. Noch mehr eigene Songkran Festivals gibt es in der Provinz Sukhothai, in Nakhon Phanom, Kon Kaen, Chonburi, Phuket und Hat Yai.


Songkran ist eigentlich ein religiöses Familienfest und zelebriert das Neujahr nach dem thailändischen Mondkalender. Der Name symbolisiert so etwas wie Neuland betreten. Am Vorabend des Songkran werden Tempel und Wohnungen geputzt. Am Morgen des 13. April opfern die Familien in den Tempeln Reis und andere Speisen. Anschließend werden Buddha-Figuren mit parfümiertem Wasser gebadet. Jüngere Menschen zollen älteren Respekt, in dem sie sie mit Jasminwasser beträufeln. In manchen Städten wie Chang Mai werden Buddha-Figuren in Umzügen durch die Stadt gefahren. Aus der rituellen Waschung entwickelten sich die heutigen Wasserschlachten. Und Erfrischung kommt im April, dem heißesten Monat Thailands, gerade recht.

 

Von Jonathan Frey


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