20.01.2013

Reisetrend Reisetrend: Zukunftsvision Space Liner

Wie wäre es, innerhalb von 90 Minuten von Deutschland nach Neuseeland zu reisen? Unmöglich? Dies ist eine Zukunftsvision, die gar nicht mehr so unwahrscheinlich ist und die viele von uns vielleicht noch erleben werden.


Mit Hochgeschwindigkeit über die Erde|mrgoose/stockxchng

Das Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist dabei, eine sehr bedeutende Veränderung im internationalen Transportwesen zu entwickeln. Im Rahmen der Studie Fast20XX (Future high-Altitude high-Speed Transport) haben sich Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zusammen getan, um die Idee des Space Liners zu konkretisieren. Die EU unterstützt das Projekt, bei dem verschiedenste Institute mitwirken, finanziell. Involviert sind beispielsweise das Institut für Raumfahrtsysteme, das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, das Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung und das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik.


Wie soll der Space Liner funktionieren?


Den Space Liner kann man sich wie ein Space Shuttle vorstellen. Bevor er in die Luft abhebt, steht es aufrecht, wie eine Rakete auf dem Weg ins Weltall. Der Space Liner soll jedoch nicht in den Weltraum fliegen, sondern Langstreckenflüge um einiges verkürzen. Damit wird er vor allem für den Transport von Passagieren und Waren eingesetzt. Der Space Liner soll insgesamt 50 Personen auf Interkontinentalflügen transportieren können. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass man einen ersten Flugversuch im Jahre 2050 starten kann.


Unglaubliche Temperaturen


Nach einer achtminütigen Flugphase in senkrechter Position wird der Space Liner dann wie herkömmliche Flugzeuge in eine waagrechte Stellung kommen. Dabei ist er mit zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit unterwegs. Es kommt folglich zu einer starken Reibung mit der Erdatmosphäre, die eine große Hitze verursacht - bis zu 1.800 Grad Celsius werden dabei erreicht. Eine besondere Abkühlmethode mit luftdurchlässigen Bauteilen wird bereits am Computer simuliert und scheint wirksam zu sein. Die Landung mit dem Hochgeschwindigkeitsflieger findet dann wieder wie gewohnt auf einer Landebahn statt.


Von Katharina Schneider, MARCO POLO News-Redaktion


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