Reisetipps Reisetipps: Urlaubserinnerungen mit bitterem Nachgeschmack

In lauen Sommernächten durch die Gassen schlendern und nach Souvenirs Ausschau halten - für viele Touristen ein wichtiger Teil des Urlaubs. Aber aufgepasst: Verlockende Muschelketten oder Seesterne, aber auch günstige Kleidung und Sonnenbrillen, können so manchem beim Rückflug zum Verhängnis werden.

Um eine Strafe zu umgehen, sollte man sich vorher informieren|hisks/stockxchng

Der ADAC rät Urlaubern, gänzlich auf exotische Souvenirs zu verzichten. Damit sind aber nicht etwa nur ausgestopfte Tiere wie Krokodile oder Ähnliches gemeint. Im Visier der Zollfahnder und der Flughafenpolizei stehen auch Muscheln, Korallen oder Schneckengehäuse, sowie Pflanzen. Mit hohen Geldstrafen muss man aber vor allem bei jeglichen Arten von Tiererzeugnissen rechnen. Bei Tierpräparaten wie Tierköpfen oder auch lebenden Tieren sollte wohl bei jedem der gesunde Menschenverstand ausreichen, um sich von diesen Dingen fernzuhalten.


Der Schein trügt


Schwieriger wird es bei Kleidung und Accessoires. Natürlich sieht jeder Urlauber, dass ein Kleidungsstück von Adidas mit nur zwei Streifen gefälscht ist oder eine Luis Vuitton-Tasche für 40 Euro kaum echt sein kann. Es gibt aber auch Fälschungen, die so identisch nachgemacht sind, dass man erst mit einem ganz genauen Blick den Schwindel erkennen kann. Am besten ist es, auf jegliche vermeintliche Markenprodukte von der Straße zu verzichten. Ein schönes Oberteil oder eine Sonnenbrille können auch ohne Markennamen ein tolles Erinnerungsstück abgeben. Ist man doch auf einen Schwindel hereingefallen, sind die Zollbeamten bei kleinen Mengen noch kulant. Übersteigt die Menge der Einkäufe aber den Eigenbedarf, das kann schon bei zwei bis drei Schuhpaaren passieren, muss man mit hohen Geldstrafen rechnen.


Andere Länder, andere Sitten


Die Vorschriften sind von Urlaubsland zu Urlaubsland sehr unterschiedlich. Gerade bei Antiquitäten und kulturhistorischem Material scheiden sich die Geister, selbst innerhalb Europas. Alte Bücher, Kunstgegenstände und Gemälde, die aus der Zeit vor 1945 stammen, dürfen beispielsweise in Polen nicht ohne vorherige Genehmigung der Behörden ausgeführt werden. Wenn man aus der Türkei oder aus Griechenland Antiquitäten mitnimmt, muss man mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren rechen. Der Schutz von Kulturgütern hat vor allem in der Türkei einen hohen Stellenwert. Hier gelten die Bestimmungen auch für Fossilien, Münzen oder bearbeitete Steine. Am besten ist es, sich vor dem Kauf bei der Zollbehörde zu informieren, was man mitnehmen darf und was nicht. Hilfreich ist es auch, sich eine Quittung oder ein Zertifikat über den Gegenstand ausstellen zu lassen. Im Zweifelsfall aber lieber auf das Souvenir verzichten. Das hilft nicht nur den Tieren und der Natur, es verringert auch die Nachfrage nach illegalen Souvenirs.


Von Eva Goldschald, MARCO POLO News-Redaktion


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