04.11.2012

Reisetipps Reisetipps: Strenge Zollrichtlinien bei essbaren Mitbringseln

Nahezu jede Urlaubsregion verfügt über eigene kulinarische Spezialitäten, die sich der ein oder andere gerne auch mit nach Hause nimmt. Doch gerade bei Lebensmitteln ist Vorsicht geboten: Nicht alles Essbare darf ohne weiteres nach Deutschland eingeführt werden.


Tierische Produkte wie Käse, Eier oder Fleisch sind besonders problematisch|designkryt/stockxchng

Besonders streng sind die Zollbestimmungen bei Einreisen aus Ländern, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind. Dabei gilt für Urlaubssouvenirs wie für Gewerbe-Einfuhren dieselbe Regelung: Selbst kleinste Mengen müssen einer genauen Kontrolle unterzogen werden. Vor allem bei tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst, Milch oder Käse ist die Gefahr groß, dass übertragbare Tierseuchen eingeschleppt werden. Entsprechend hoch sind die veterinärrechtlichen Anforderungen an die Lebensmittel. Die Urlauber benötigen eine Gesundheitsbescheinigung sowie gültige Begleitdokumente. Außerdem müssen sie einer nochmaligen Prüfung in Deutschland zustimmen. Komplett verboten ist die Einfuhr von Geflügelerzeugnissen inklusive Eiern aus Nicht-EU-Staaten. Auch Kartoffeln sind - mit einigen Ausnahmen wie etwa der Schweiz oder der Türkei - nicht erlaubt, da die Gefahr zu hoch ist, die bakterielle Ringfäule nach Deutschland zu tragen. Allerdings unterliegen nicht alle tierischen Produkte solch strengen Auflagen: Eine moderate Menge Honig stellt beispielsweise kein Problem dar.


USA, Asien und Afrika: Geringfügige Ausnahmen


Sonderregeln gelten in Bezug auf Tierprodukte auch für Souvenirs aus Afrika, Asien und den USA. Während Wurst und Käse verboten sind, darf man Fisch, Krustentiere und bestimmte Süßwaren bedenkenlos mitbringen. Bei letzteren ist der Anteil an Milch oder Sahne entscheidend - dieser sollte wie etwa bei Keksen oder Schokolade möglichst gering sein.


Größere Freiheiten innerhalb Europas


Europareisende können das Ganze etwas entspannter angehen: Die Obergrenzen für Lebensmittel liegen hier weitaus höher. Ein Serrano-Schinken aus Spanien oder ein Stück Käse aus Frankreich dürfen also in jedem Fall mit an Bord. Auch bei Alkohol sind die Bestimmungen lockerer: Bis zu zehn Liter Schnaps sind erlaubt, während aus nicht EU-Ländern nur ein Liter mitgebracht werden darf. Grundsätzlich sollten Flugreisende immer den Maximalwert für Einfuhren im Auge behalten - dieser darf 430 Euro nicht übersteigen, egal ob es sich um Lebensmittel, Kleidung oder Technik handelt. Als Faustregel gilt: Mitgebracht werden darf nur, was für den Eigengebrauch oder als Geschenk gedacht ist.


Von Kathrin Wiesmann, MARCO POLO News-Redaktion


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