24.08.2012

Reiserecht Reiserecht: Reiserechte-App für das Smartphone

Der Flug verspätet, das Gepäck fehlt und schon ist die Stimmung im Keller. Solche und andere Ärgernisse können die Urlaubsfreude dämpfen. Eine von der EU eingerichtete Reiserechte-App soll jetzt helfen.


Eine Rechte-App soll bei Verspätungen und Annullierungen helfen|hartini/stockxchng

Welche Rechte habe ich, wenn mein Gepäck nicht da ankommt wo ich bin? Solche und andere Fragen soll die neue Smartphone App jetzt beantworten. Eine Schlichtungsstelle kann dann im Streitfall vermitteln und soll so Gerichtsprozesse vermeiden. Doch Kritiker sind vom Nutzen der App nicht recht überzeugt.


Vermittlung im Streitfall


Wenn das Gepäck fehlt oder man auf dem Flughafen fest sitzt, soll die App den Nutzer über seine Rechte informieren. Außerdem soll sie Auskunft geben, wo Reisende sich beschweren können. Die Europäische Kommission erklärte, dass es die App zunächst nur für den Flug- und Zugverkehr gibt, bis 2013 sollen aber Bus- und Schiffsverkehr hinzukommen. Die App gibt es in 22 Sprachen. Eine Schlichtungsstelle wird Reisende dann unterstützen, wenn Verspätungen, verlorenes Gepäck oder andere Unannehmlichkeiten die Reise erschweren oder verzögern. In Streitfällen zwischen 10 und 5.000 Euro soll vermittelt werden. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hofft, dass so Gerichtsverfahren vermieden werden könnten, im Normallfall soll dies für die Passagiere kostenlos sein. Die Teilnahme für Airlines ist allerdings freiwillig. Bei der Annullierung eines Flugs stehen Reisenden beispielsweise zwischen 125 bis 600 Euro zu. Und auch wenn Gepäck beschädigt wird kann Schadensersatz über die App gefordert werden.


Nutzen ist fragwürdig


Kritiker bemängeln, dass die App bei nur vier Anbietern funktioniert: auf dem iPhone dem iPad, Google Android, RIM Blackberry und Microsoft Windows Phone 7. Auch die SPD, sagt ein „Chaos der Zuständigkeiten“ voraus und die Verbraucherzentrale ist sogar der Meinung, dass die App eher den Anbietern als den Nutzern gerecht wird. Bei Problemen wie beispielsweise Internetbuchungen oder Stornogebühren wird die Schlichtungsstelle nämlich nicht helfen. Auch Geschäftsreisende deren Ticket von der Firma gebucht wurde erhalten hier keine Hilfe.


Lea Müller McBride, MARCO POLO News Redaktion


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