04.10.2012

Norwegen Norwegen: Der Preikestolen - ein Fels als Panorama-Plattform

Der Preikestolen ist einer der größten Touristenmagneten in Südnorwegen - etwa 100.000 Menschen erklimmen den mächtigen Felsen jährlich. Der Grund: Er erhebt sich ganze 604 Meter über den Lysefjord in der Region Ryfylke, was ihn zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte Europas macht.


Ein Felsen wie in Stein gemeißelt und ein Ausblick, der den Atem raubt|Casper Tybjerg/www.visitnorway.com

Beeindruckende 625 Quadratmeter ist das Felsplateau groß, das mit seiner rechteckigen Form an eine riesige Kanzel erinnert. Dieser Assoziation ist auch sein Name geschuldet: Preikestolen bedeutet zu Deutsch so viel wie Predigtstuhl. Zu erreichen ist der Felsen über einen hügeligen Feldweg, auf dem man gut 350 Höhenmeter zurücklegt und der in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist. Mit festen Wanderschuhen und warmer Kleidung sollte man aber in jedem Fall ausgerüstet sein. Oben angekommen, entschädigt das atemberaubende Panorama jedoch für alle vorangegangenen Strapazen: Die Besucher genießen einen umfassenden Ausblick auf den 40 Kilometer langen Lysefjord und die faszinierende Gebirgslandschaft des Rogalandes.


Am Preikestolen ist Vorsicht geboten


Obwohl es keinerlei Geländer oder Absperrung am Preikestolen gibt, gab es dort bislang keinen einzigen Unfall zu beklagen. Das liegt wohl auch daran, dass die meisten Touristen angesichts des imposanten Abgrunds besondere Vorsicht walten lassen - immerhin geht es die 600 Meter fast senkrecht in die Tiefe. Viele Besucher kriechen daher die letzten Meter auf dem Bauch zur Felskante, denn auch im Liegen bleibt bei diesem Anblick der Adrenalinkick nicht aus.


Ein Berggasthof bietet Rast


Am Fuß des Felsens befindet sich der Berggasthof "Preikestolen Fjellstue", der ein idealer Ausgangspunkt für die Tour zum Felsplateau ist. Das ganze Jahr über kann man sich im Restaurant stärken oder sogar in einem der Zimmer übernachten. Zudem verfügt der Gasthof über sanitäre Anlagen, einen Kiosk und eine Touristeninformation. Sein kostenpflichtiger Parkplatz kann gegen eine Gebühr von umgerechnet rund zehn Euro auch von Tagesausflüglern genutzt werden.


Von Kathrin Wiesmann, MARCO POLO News-Redaktion


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