08.09.2012

Luftfahrt Luftfahrt: Ryanair streicht Flüge nach Spanien

Spanien hat zum ersten Juli die Flughafengebühr verdoppelt und auch weitere Steuererhöhungen sind nicht ausgeschlossen. Die irische Fluggesellschaft Ryanair ist damit so gar nicht einverstanden und hat ihre Konsequenzen daraus gezogen: Flüge werden gestrichen oder reduziert.


Ryanair streicht Flüge nach Spanien|pnijhuis/stockxchng

Ein Flug nach Spanien mit der Billiglinie Ryanair war bisher für viele Urlaubsreife erschwinglich. Das könnte sich jetzt schlagartig ändern. Aufgrund der zu hohen Flughafengebühren und der Steuererhöhung hat die Fluggesellschaft Ryanair die Notbremse gezogen. 36 Flugstrecken zu den kanarischen Inseln, so wie vier Flüge nach Barcelona und elf nach Madrid werden ab November gestrichen. Zudem werden mehrere Routen reduziert. In Madrid sind das 24, in Barcelona 22.


Auch Deutschland ist betroffen


Das liebste Urlaubsland der Deutschen wird ebenfalls ab November nicht mehr so einfach zu erreichen sein. Zumindest für diejenigen aus dem Südwesten und Norden. Die Verbindungen von Karlsruhe/Baden-Baden nach Gran Canaria und Lanzarote werden ebenso gestrichen wie diejenigen von Hahn nach Fuerteventura und Madrid. Erstaunlich, da der ehemalige Militärflughafen Hahn seit 1999 erster deutscher Stützpunkt im Ryanair-Flugplan ist. Auch die Lübecker Nordlichter müssen in Zukunft von einem anderen Flughafen nach Barcelona fliegen. Ebenso wird die Verbindung von Weeze nach Madrid wegfallen. Allerdings gibt es noch keine Anzeichen dafür, dass die Flüge nach Mallorca gestrichen werden.


Arbeitsplatzverluste vorprogrammiert


Nicht nur die Urlauber haben an den neuen Regelungen zu knabbern. Durch den Wegfall der Flugstrecken sind auch 2.000 Arbeitsplätze gefährdet. Ebenso muss ein Verlust von 2.300 Fluggästen in Kauf genommen werden. Mit diesem Rückgang schadet man auch der Infrastruktur des Landes. Öffentliche Verkehrsmittel zu den Flughäfen, beziehungsweise zu den Hotels werden an Wichtigkeit verlieren. Sollte die spanische Regierung ihre Steuererhöhungen zurücknehmen und die Flughafengebühren wieder senken, besteht laut Ryanair aber die Hoffnung, die Flüge wieder aufzunehmen.


Von Eva Goldschald, MARCO POLO News-Redaktion


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