26.08.2012

Kreuzfahrten Kreuzfahrten: Kreuzfahrten sollen sicherer werden

Kreuzfahrten wurden in den vergangenen Jahren immer beliebter, doch seit dem Unglück der Costa Concordia verzeichnen die Reedereien einen Buchungsrückgang. Auch wenn sich die Lage etwas beruhigt hat, sollen Kreuzfahrten in Zukunft sicherer werden: Mehr Rettungsboote, Sicherheitstrainings und besser ausgebildete Mannschaften.


Neue Verordnungen für Kreuzfahrtschiffe|coopgreg/stockxchng

Seit dem Unglück der Costa Concordia macht sich Zweifel breit, wie sicher Kreuzfahrten wirklich sind. Direkt nach dem Unglück gingen die Buchungen stark zurück. Nicht nur aus diesem Grund sollen es neue Regelungen und Gesetze geben um Kreuzfahrten sicherer zu machen.


Risikofaktor Mensch


Auf Grund der Havarie der Costa Concordia gibt es jetzt für große Schiffe neue Verordnungen. Die Reederei Costa Crociere verkündete im Mai diesen Jahres, dass die Bewegungen ihrer Schiffe nun in Echtzeit überwacht werden sollen und die Befugnisse der Kapitäne eingeschränkt werden. So können diese die Route nicht mehr ganz allein bestimmen und müssen sich in allen Entscheidungen stärker mit ihren Offizieren absprechen. Denn der Mensch ist nach wie vor der größte Risikofaktor. Gut 80 Prozent aller Unfälle von Passagierschiffe sind auf menschliches Versagen zurück zu führen. An der deutschen Seemannsschule wird deshalb seit Jahren „Bridgeteambuilding“ unterrichtet. Hier lernt das Brückenteam so miteinander zu agieren, dass im Fall des Falles nicht ein einziger das Schiff in die Katastrophe führt. Auch die Passagiere sind vorsichtiger geworden. Wurden die Sicherheitseinweisungen früher kaum ernst genommen, so hören jetzt alle aufmerksam zu. Die Gesetzlich vorgeschrieben Sicherheitsübungen müssen innerhalb der ersten 24 Stunden an Bord durchgeführt werden. Viele Unternehmen tun das jetzt schon im Hafen, noch vor dem Auslaufen.


Schiffsfahrten sind sicherer als Flugreisen


Natürlich gibt es immer ein Restrisiko. Doch Statistiken zeigen, dass eine Schiffsfahrt weitaus sicherer ist als eine Flugreise oder die Fahrt mit dem Auto. Das Unglück hat allerdings gezeigt, das es eben kein unsinkbares Schiff gibt und man sich nicht ausschließlich auf die Technik verlassen kann. Deshalb ist die wichtigste Maßnahme, dass sich alle, vom Offizier bis zum Schiffskoch, stets an die Sicherheitsrichtlinien halten, ebenso die Passagiere.


Lea Müller McBride, MARCO POLO News-Redaktion


» Reiseführer auf einen Blick
» Schnäppchen-Hotels buchen


Tablet-PC gewinnen

Gewinnen Sie einen ASUS Transformer Book T100 - der perfekte Begleiter für Ihre nächste Reise.

ANZEIGE
Anzeige
Mein Reiseplaner
Mein Reiseplaner
Der neue MARCO POLO
REISEPLANER

Unser Reiseplaner macht verreisen einfach. Lieblingsorte merken, Reise planen, Koffer packen und los geht's.

Mehr Infos zum Reiseplaner
Nach oben