13.06.2013

USA Illegale Wegelagerei am Grand Canyon

Auf dem Weg zum Skywalk, einer gläsernen Aussichtsbrücke am Rande der Schlucht, probt ein Rancher den Aufstand: Weil der Zugang zu der touristischen Attraktion über sein Land führt und die Regierung die versprochene Alternativroute noch nicht fertig gestellt hat, kassierte er bis zu 1000 Touristen täglich ab.


Heiß umkämpft: der Grand Canyon | © kojihirano, iStock

Der 57-jährige Nigel Turner greift zu drastischen Maßnahmen: Die Diamond Bar Road, die Zufahrt zu dem beliebten Skywalk am Rand des Grand Canyons, führt ein kurzes Stück durch sein Privatland, auf dem Turner sein „Grand Canyon Ranch Resort“ betreibt. Die Regierung hatte 2007 dafür sein Einverständnis erkauft – für 750.000 US-Dollar. Allerdings wurde zugesagt, bis 2011 eine Alternativroute fertigzustellen, die sich immer noch im Bau befindet.

Nun machte Turner seinem Ärger Luft und kassierte passierende Touristen nach eigenem Gutdünken ab: Zwischen 20 und 100 US-Dollar verlangten bewaffnete Wachen von Einzelpersonen, 500 US-Dollar für einen Reisebus. Der Stamm der Hualapi, der die Aussichtsplattform betreibt, begann diese Woche, eine Umgehungsstraße zu errichten, über die die Touristen nun wieder Zugang zum Skywalk bekommen sollen. Turner blockierte daraufhin die gesamte Diamond Bar Road und wurde dafür vorübergehend festgenommen, die Straße für Touristen wieder freigegeben.

Als Begründung für sein Handeln gibt er an, dass Lärm und Staub der Bauarbeiten ihm sein eigenes Geschäft mit den Touristen auf der Ranch vermiesen würden. Außerdem machten die Touristen seit Jahren Erinnerungsfotos von seinen Bisons und Cowboys, wofür er bislang keinen einzigen Cent gesehen hätte.


von Solveig Michelsen


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