22.02.2013

Gefährdetes Welterbe Frische Millionen für Erhalt des skandalgeschüttelten Pompeji

Mit 105 Millionen Euro soll Pompeji wieder zu altem Glanz aufpoliert werden. Das Projekt zur Rettung des angeschlagenen Welterbes begann in derselben Woche, in der der leitende Restaurator verhaftet wurde. Ihm und fünf anderen Verantwortlichen werden Korruption und Verschwendung vorgeworfen.


Pompeji ist eine der Topattraktionen Italiens: 2,5 Millionen Touristen wollen jedes Jahr die Römerstadt sehen, die der Vulkan Vesuv im Jahr 79 unter Asche und Lava begrub. Doch schwere Regen und miserables Management setzten dem Unesco-Welterbe stark zu, berühmte Monumente wie das Gladiatorenhaus stürzten ein. 2008 wurde Pompeji zum Notfall erklärt.

 

Nun soll die Finanzspritze den Patient wiederbeleben. Mit den frischen Millionen – 41,8 kommen von der Europäischen Union – würden Mauern verstärkt, ein Dränagesystem gebaut, die Renovierungsarbeiten verbessert und Angestellte geschult, berichtet der US-Nachrichtensender CNN.

 

„Ich bin erfreut, dass wir Regionalfonds der EU benutzen, um einen Ort zu retten, der wichtig ist für die Welt, Italien und vor allem die Region Kampanien“, sagte Johannes Hahn, der österreichische EU-Kommissar für Regionalpolitik vergangene Woche bei einem Besuch Pompejis.

 

In derselben Woche verhafteten italienische Polizisten Luigi D'Amora, den früheren Chefrestaurator. Er und Marcello Fiori, der 2008 zum Sonderbeauftragten für das Welterbe ernannt wurde, sollen irreguläre Verträge mit Restaurationsfirmen abgeschlossen und überhöhte Preise bezahlt haben. Nun soll Italiens Innenminister dafür sorgen, dass die Camorra künftig kein Geld mehr aus dem Projekt abzweigen kann.

Von Hannah Berg


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