25.06.2011

Frankreich Frankreich: Ton-und Lichtshows in der Normandie

Begleitend zum 1100. Jubiläum zur Gründung der Normandie im Jahre 911 werden zahlreiche historische Gebäude in leuchtende Denkmäler der Geschichte verwandelt. Nach Einbruch der Dunkelheit sorgen Ton- und Lichtinstallationen an den Bauwerken für stimmungsvolle Bilder und Klänge am nächtlichen Horizont.


Das Inselkloster Mont Saint Michel bei Nacht|Abbaye du Mont-Saint-Michel/Philippe Berthé

Von April bis Oktober 2011 feiert die Normandie in der gesamten Region ihr 1100-jähriges Bestehen mit einem ausgiebigen Veranstaltungsprogramm. Neben traditionellen Festen, Konzerten, Wanderungen, Wikingerdörfern und Mittelaltermärkten werden historische Gebäude und Gemäuer zu Projektionsflächen für imposante Ton- und Lichteffekte, welche die alten Bauten auf besondere Weise auch in der Nacht zum Leben erwecken. Selbst Kritiker der weltweit zunehmenden, nächtlichen "Lichtverschmutzung" dürften an dieser Inszenierung des architektonischen Bauerbes der Normandie Gefallen finden.


Architektur für Nachtschwärmer


Bereits zum dritten Mal in Folge findet im Departement Orne das bezeichnende Lichtspektakel "Pierre en lumièrs" (Steine im Licht) im Rahmen von über 100 kostenlosen Veranstaltungen statt und konnte bereits im vergangenen Jahr etwa 10.000 Besucher verbuchen. Eines ähnlichen Konzepts bedient sich ebenfalls der Thermal-Kurort Bagnoles de l'Orne, an dessen Thermenfassade "Die Geschichte des Wassers" projeziert wird. Ein etwas anderes Ton- und Lichterlebnis bietet dagegen die Abtei des Mont-Saint-Michelle. Dort wurden die Installationen unter dem Motto "Voyage Nocturne" (Mitternachtsreise) in die Säle und Gänge innerhalb der Abtei verlegt. Neben Bayeux und dem Parc de Découverte überlässt außerdem das 1855 erbaute Grand Hôtel von Cabourg seine Fassade dem nächtlichen Lichtspiel. Das Szenario erzählt von einem kleinen Jungen, der von seinen Sommerferien im Badeort Cabourg träumt.


Licht ins Dunkle der Geschichte


Seit dem Überfall im Jahre 841 auf Rouen wurden die Klöster und Kirchen der Normandie immer wieder von dänischen und norwegischen Wikingern geplündert. Die Raubzüge endeten erst mit dem Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte zwischen dem französischen König Karl III. dem Einfältigen und dem dänischen Wikinger Rollo. Letzterer ließ sich taufen und erhielt im Gegenzug ein Lehen am Unterlauf der Seine. Die Nordmänner wurden dort sesshaft und verschmolzen mit der einheimischen Bevölkerung zu den "Normannen", was der Provinz die Bezeichnung "Normandie" eintrug.


Von Martin Fuchs, MARCO POLO News-Redaktion

 


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