23.07.2012

Flugverkehr Flugverkehr: Kinderfreie Zone bei Malaysia Airlines

Die Kleinen nach unten: Wer ab diesem Sommer mit Kind und Kegel im ersten A380 der Malaysia Airlines Flotte reist, der wird nach dem neuen Besetzungskonzept im Hauptdeck des Superjumbos untergebracht. Neben Zuspruch stößt die kinderfreie Zone allerdings auch auf Unverständnis.


Bald Teil der Flotte von Malaysian Airlines: der A380|katman1972/stockxchng

Im Juli nimmt Malaysia Airlines ihre neue Airbus-Flotte in Betrieb und dazu auch ein neues Besetzungskonzept für den Superjumbo des Typs A380 verabschiedet. Demnach sollen Reisende mit Kindern ausschließlich im Hauptdeck der Maschine in einer "kinderfreundlichen Zone" einen Sitz bekommen. Erst wenn dieser Bereich ausgebucht ist, erhalten Kinder ab zwölf Jahren auch Zutritt zum Oberdeck. Auf der eigens dafür eingerichteten Info-Seite bei Facebook wird der Vorstoß der Fluggesellschaft begrüßt, während andere Nutzer das neue Konzept als Diskriminierung empfinden: Bereits zuvor hatte Malaysia Airlines Babys aus der First Class ausgeschlossen.


Beschwerden über "Kindergeschrei"


Betroffen von der Neuregelung ist die Verbindung von der malayischen Hauptstadt Kuala Lumpur zum Heathrow Airport in London, auf der die Fluggesellschaft 70 Sitze in der Economy- und 66 Sitze in der Business Class für Geschäftsreisende frei halten will. Laut der Airline können Familien mit Kindern im Hauptdeck schneller zusteigen, außerdem steht dort auch eine größere Anzahl an Toiletten zur Verfügung. "Danke Malaysia Airlines", kommentiert Facebook-Nutzerin Catherin S. den Schritt des Unternehmens. "Damit haben Sie das Reisen für alle zum Paradies gemacht, die sich unaufhörliches Geschrei von ungezogenen Kindern auf Langstreckenflügen nicht antun wollen". Und auch die Nutzerin Katrin W. freut sich über das "Fliegen ohne Kindergeschrei".


Rücksichtslose Erwachsene


Keine Zustimmung findet der neue Besetzungsplan dagegen bei Laetitia T., die in der Neuregelung eine "Form der Diskriminierung" sieht: "Ich protestiere", sagt die Mutter eines dreijährigen Jungen und berichtet von einem 30-Jährigen, der Mutter und Sohn mit dröhnenden Kopfhörern und lautstarken Gesprächen mit dem Nachbarn aufweckte: "Einige Erwachsene können viel lauter als Kinder sein", ist Laetitia T. überzeugt. Passagiere auf der Route von Frankfurt am Main nach Kuala Lumpur sind von der kontroversen Neuerung allerdings nicht betroffen – auf diesem Flug setzt Malaysian Airlines eine Boeing 777-200ER ein.


Von Martin Fuchs, MARCO POLO News-Redaktion


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