19.04.2013

Reiserecht Ersatzhotel gilt als „erheblicher Mangel“

Manchmal beginnt der Reisestress erst am Urlaubsort. Zum Beispiel dann, wenn das eingeplante Hotel überbucht ist. Doch eine Ersatzunterkunft müssen Reisende nicht mehr akzeptieren. Laut einer aktuellen Entscheidung des Landgerichts Frankfurt gilt eine solche „Notunterkunft“ als erheblicher Mangel.


Hintergrund der Entscheidung war die Klage eines Mannes, der mit seiner Lebensgefährtin eine Reise nach Ägypten gebucht hatte. Da die Unterkunft vor Ort offenbar überbucht war, wurden die beiden direkt vom Flughafen in ein anderes Hotel gebracht.


Doch damit wollte sich der Mann nicht abfinden. Auch, weil die alternative Schlafstätte in Sachen Ausstattung und Lage nicht dem Standard des gebuchten Hotels entsprach. Als ein Umzug in das ursprünglich gebuchte Hotel nicht möglich war, brach das Paar die Reise nach drei Tagen ab – und verklagte den Veranstalter auf Kostenerstattung und Schadensersatz.


Mit Erfolg. Das Landgericht Frankfurt gab dem Kläger Recht und verpflichtete den Veranstalter zur Rückzahlung des Reisepreises und zu einem Schadenersatz für die drei Tage im Ersatzhotel. Denn die Unterbringung sei ein „erheblicher Mangel“, die vereinbarte Reiseleistung sei so nicht erbracht, heißt es in „ReiseRecht aktuell“,  der Publikation der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht.

 

Von Jonathan Frey


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