13.10.2012

Deutschland Deutschland: Kraniche stärken sich für den Weiterflug

Jedes Jahr zwischen September und November versammeln sich die Kraniche vor allem in der Rügen-Bock-Region in Mecklenburg-Vorpommern, um sich auf den abgeernteten Feldern für den Weiterflug nach Südeuropa und Nordafrika zu stärken.


Der Kranich gilt in vielen Kulturen als Symboltier für Wachsamkeit, Klugheit und ein langes Leben|Jürgen Reich

"Jedes Jahr kommen zwischen 50.000 und 70.000 Kraniche und machen das Gebiet so zu einer der bedeutendsten Rastplätze Europas", sagt Dr. Günter Nowald vom Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf bei Stralsund. "Bislang haben sich etwa 10.000 Vögel des Glücks im Nordosten versammelt, der Rasthöhepunkt wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte erreicht." Auf Beobachtungstürmen und Fotohütten kann man die Tiere auf ihrem Weg zu den Schlafplätzen beobachten. Diese befinden sich im Osten der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, unweit des Kranich-Informationszentrums, nordwestlich der Hansestadt Stralsund und im Westen der Insel Rügen. Hier kann man die Tiere einwandfrei beobachten, ohne sie zu stören.


Zahlreiche Naturangebote


Im Kranich-Informationszentrum können sich Gäste über die besten Beobachtungsplätze informieren und vom 21. September bis 31. Oktober 2012 Bilder des Naturfotografen Carsten Linde bestaunen. Das Informationszentrum Groß Mohrdorf bietet bis 24. Oktober zusätzlich Führungen an. Gäste des Ostseeheilbades Zingst können zu verschiedenen Ausflügen ins Reich der Kraniche im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft aufbrechen. Neben den Führungen werden die Radwanderung "Zingst entdecken - Kraniche erleben" und die Ortsführung "Zingst und die Kraniche" angeboten. Nähere Informationen findet man unter www.zingst.de.


Der Vogel des Glücks


In vielen Kulturen gilt der Kranich als Symboltier für Wachsamkeit, Klugheit und ein langes Leben. Deshalb wird er auch "Vogel des Glücks" genannt. Der spektakuläre Balztanz hat die Menschen schon in früherer Zeit fasziniert. So führen auf der japanischen Insel Hokkaido Frauen heute noch den Kranichtanz auf. In der griechischen Mythologie hatte der Kranich außerdem die Rolle als Bote des Frühlings und des Lichts. Jedoch ist der Kranich sehr menschenscheu. Er ergreift sogar schon die Flucht, wenn man mehr als 300 Meter entfernt ist.


Von Eva Goldschald, MARCO POLO News-Redaktion


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