Australien Australien: Ureinwohner bieten neue Touren durch den Regenwald

Die Aborigines der Mossman Gorge in Queensland haben sich neue Wege einfallen lassen, Touristen ihre traditionsreiche Kultur näherzubringen. Sie konzipierten nicht nur neue geführte Touren durch den tropischen Regenwald, sondern eröffneten auch kürzlich das Informationszentrum "Mossman Gorge Visitor Centre".

Üppige Vegetation und glasklares Wasser: die Mossman Gorge|simmo333/stockxchng

Die Mossman Gorge im Norden von Queensland ist die Heimat des Kuku Yalanji-Stammes. Diese zeigen sich erfinderisch, wenn es darum geht, Reisenden einen authentischen Eindruck von Kultur und Lebensraum der australischen Ureinwohner zu geben. Zum einen können Besucher zwei neue, so genannte "Ngadiku Dreamtime Walks" in Anspruch nehmen. Während einer Wanderung durch den Daintree Rainforest, den ältesten Regenwald weltweit, erzählen die Aborigines dabei Wissenswertes über ihre Spiritualität und ihre Geschichte. Zunächst erfolgt jedoch die Begrüßung: Eine "smoking"-Zeremonie soll Geist und Körper heilen und vom Einfluss des Bösen befreien. Danach sind die Besucher bereit, mehr über die Ahnen und Legenden der Ureinwohner zu erfahren.


Spirituelle Zeremonien und ein Sprung ins kühle Nass


Während der Tour zeigen die Aborigines beispielsweise, wie sie Buschpflanzen sinnvoll nutzen: So stellen sie daraus beispielsweise Seife oder Farben für Gesichtsbemalungen her. Zudem führen sie die Gäste an ihre heiligen Zeremonienplätze, wo Didgeridoo und Klangstäbe einen Einblick in indigene Rituale geben. Zum Abschluss folgt noch ein erfrischendes Highlight: Ein Bad im Canyon der Mossman Gorge verspricht wohltuende Abkühlung bei tropischen Temperaturen. Angeboten wird der 1,5-stündige "Dreamtime Gorge Walk" und der 2,5 Stunden lange "Dreamtime Legend Walk". Die Führungen kosten je nach Länge zwischen 35 und 50 Euro und finden dreimal täglich statt.


Neues Informationszentrum mit ökologischem Hintergrund


Ergänzend dazu ist im neu eröffneten "Mossman Gorge Visitor Centre" eine umfassende Ausstellung zur Kultur der ortsansässigen Ureinwohner zu sehen, eine zugehörige Galerie zeigt ausgewählte Kunstwerke der Einheimischen. Das Zentrum befindet sich direkt am Eingang zum Nationalpark und ist auch der Startpunkt der neuen Dreamtime-Touren. Zeitgleich wurde ein Umweltprojekt gestartet, das den Regenwald schützen soll, der seit 1988 immerhin als UNESCO Weltnaturerbe gilt: Die Zufahrtsstraße in den Park wurde geschlossen, stattdessen transportieren Shuttlebusse die Touristen in den Regenwald. Eigene Fahrzeuge können bequem am Informationszentrum abgestellt werden.


Von Kathrin Wiesmann, MARCO POLO News-Redaktion


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