Im Iglu-Dorf werden Kindheitsträume wahr
Kinder begeistern sich im Sommer für Indianer-Tipis, im Winter für die Iglus der Eskimos. Doch mit dem Alter wird alles komplizierter. Der Mythos vom "Indianer" wird gegen die politisch korrekte Bezeichnung "indianische Ureinwohner Nordamerikas" eingetauscht und die Eskimos heißen fortan "Inuit". Im Laufe der Jahre gerät auch der Traum, jeden Sommer im Tipi und im Winter im Iglu zu leben, in Vergessenheit.
Das nächste Iglu-Dorf entsteht an der Zugspitze
Doch der Traum vom Iglu lebt weiter - und die Inuits waren die ersten, die ihren Besuchern aus den Städten Kurse im Iglubau und Übernachtungen unter der Schneekuppel anboten. Nun hat diese Idee auch Mitteleuropa erreicht. An sieben bekannten Wintersport-Resorts in Deutschland, der Schweiz und Andorra können sich Schneemenschen jetzt ihren Traum vom Leben im Iglu erfüllen. Das einzige deutsche Iglu-Dorf auf der Zugspitze öffnet am 31. Dezember seine Schneepforten. Die ersten Bewohner begrüßen das neue Jahr, die letzten übernachten hier im April vor der großen Schneeschmelze.
Iglus von sportlich-rustikal bis romantisch-luxuriös
Im Standard-Iglu übernachten bis zu sechs Personen. Isomatten, Matratzen sowie Expeditionsschlafsäcke - die bis zu minus 40 Grad abhalten - gehören mit zum Angebot. Doch keine Angst vor Extremtemperaturen: Ein Iglu dämmt die Kälte so gut ab, dass im Inneren bis zu fünf Grad plus herrschen können. Im Preis (für Erwachsene ab 99 Euro pro Nacht, Kinder ab 45 Euro) sind zudem Glühwein, Tee, Wasser und das gesellige Käsefondue enthalten.
Doch manche Schneeurlauber leben hier oben auf 2.600 Metern nicht ihre Kindheitsträume aus, sondern ihre romantische Ader. Die Standorte bieten in der Regel drei verschiedene Pakete für das zweisame Romantik-Iglu an. Mit in die Schneewände eingeschnitzten Liebessymbolen und extra Schaffellen, alpinen Gaumenfreuden und mancherorts sogar im privaten Whirlpool, gipfelt der Genuss. Und während die Verliebten im Jacuzzi mit Prosecco anstoßen, lernen die Abenteurer von den Iglu-Guides, wie man selbst ein Schneehaus baut. Unter www.iglu-dorf.com gibt es weitere Infos zu den verschiedenen Standorten.
Von Gabriele Knupfer, MARCO POLO News-Redaktion
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