![]() Die Dämmerung taucht die "Blaue Küste" in ein ganz zauberhaftes Licht |
„Blaue Küste“ – so nennt man in Vietnam die Region zwischen den viel besuchten Reisestationen Danang und Hoi An. Wer etwa vom berühmten Wolkenpass, der Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam kommend, Danangs bizzare Marmorberge besteigt, genießt von dort aus einen grandiosen Ausblick: Wie zersprungene Scherben leuchten die unregelmäßigen Wasserflächen der Reisfelder inmitten der vom Dunst weich gezeichneten Landschaft – eine zauberhafte Einstimmung auf die eigentliche Attraktion der „Blauen Küste“. Denn unmittelbar östlich davon blendet die helle, sandige Krabbenautobahn, der 30 km lange China Beach. Vietnams längster Sandstreifen galt einst als Lieblingsstrand und Ort der Warmwassertherapie kriegsmüder GIs. Heute dient er Strandläufern aus aller Welt für den ganz privaten Beachmarathon.
Doch die „Blaue Küste“ verteilt ihre Reize gerecht, schon gar zur Friedenszeit der Strandsiesta. So liegen weitere schöne Beaches und Badeorte kaum mehr als einige Tankfüllungen weit entfernt. Nha Trang etwa, die bekannteste Drehscheibe des vietnamesischen Strandlebens. Beschaulich ist das einstige Badeparadies der Genossen geblieben, dem regen Nachtleben und den mit bunten Lichtergirlanden illuminierten Partypalmen zum Trotz. Weiterhin dominieren im boomenden Städtchen, das heute mit Designeroasen und Luxusresorts wie dem „Evason Ana Mandara“ lockt, vor allem die leisen Töne.
![]() Der Strand von Nha Trang bei Sonnenuntergang: einfach traumhaft |
Sanft schaukelt die blau lackierte Armada der Fischereiflotte im lokalen Hafen. Tradition haben aber auch die „Bao Dai“-Villen am südlichen Ende von Nha Trang: Hier machten einst vietnamesische Spitzenpolitiker und Präsidenten Urlaub. Nun dienen sie als Kulisse für höchst exotische Beachpicknicks, deren Spezialitäten andernorts Terrarien füllen – eine der eher zäheren Delikatessen: getrocknete Geckos.
Verlockender sind da wohl die Ausflüge an die Ziele in Nha Trangs unmittelbarer Umgebung. Der Trip zur von wilder Gischt umsprühten Granitsteinküste von Hong Chong zählt dazu, ebenso wie die puderweiße Strandsichel von Doc Let. Doch wenn Sie in Vietnam wirklich blaue Meereswunder erleben möchten, stechen Sie besser in See. Auch dafür ist Nha Trang der ideale Platz: Insgesamt sind dem Badeort einundsiebzig Eilande vorgelagert. Ein Miniarchipel im tiefblauen Meer, mit türkisgrünen Tauchplätzen und kleinen, privaten Hideaways.
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