Koh Chang: Idylle mit Verfallsdatum

Koh Chang, die zweitgrößte Insel Thailands, ist ein zerbrechliches Idyll. Und der ideale Ausgangspunkt, um ein Archipel mit über fünfzig Inseln und Inselchen zu erkunden.


Elefantencamp: Nach ihren Ausritten haben die Dickhäuter ganz schön HungerAaleksander, iStockphoto.com

„Koh Chang ist anders als Pattaya, Ko Samui oder Phuket, hier gibt es keine Jetskis und keine Banana-Boote, hier ist es ruhig und friedlich“, schwärmt Wantanee Sokhanta, genannt Aom, eine 25-jährige, die in Nong Khai an der Grenze zu Laos geboren ist, aber seit vier Jahren auf Koh Chang als Reiseleiterin arbeitet, von ihrer neuen Heimat. „Und wenn sie hier auf der  Insel in einen Massagesalon gehen, können sie sicher sein, dass sie wirklich eine traditionelle Thai-Massage erhalten – und kein verkapptes Sexangebot.“

Wasserfälle und Elefantenritte

Allerdings ist auch das mit dichtem Regenwald überzogene Koh Chang längst nicht mehr unberührt von der Zivilisation, in den letzten 5 Jahren hat es sich zum touristischen Shooting-Star Thailands entwickelt: In den Dörfern auf der Westseite der Insel finden sich unzählige Geldautomaten und mehrere Supermärkte, die 24 Stunden am Tag geöffnet haben. Wie an so vielen Orten waren auch auf Koh Chang die Rucksackreisenden die Vorhut für den Aufbau von Hotels und Resorts. Heute bieten zwei größere und acht kleinere Wasserfälle ideale Ausflugs- und Bademöglichkeiten, in einem der drei Elefantencamps kostet der einstündige Ausritt auf der 30 Jahre alten Elefantenkuh Moon 800 Baht, das sind etwas 17 Euro.


Amari Emerald Cove Resort Hotel – leuchtet in der Abenddämmerung dank unzähliger kleiner Laternen orangefarbenenAmari Emerald Cove Resort & Spa

Zerbrechliches Idyll

Vom Elefantencamp ist es nicht weit zum Amari Emerald Cove Resort Hotel, einer der schönsten Anlagen der Insel. Im Innenhof sprudeln hunderte von kleinen Fontänen, in der Dämmerung wird die Anlage mit dem warmen orangefarbenen Licht kleiner Laternen überzogen. „Ich hoffe, dass Koh Chang so bleibt, wie es ist und dass es nicht zu überlaufen wird. Wenn es nach mir geht, brauchen wir künftig weder einen eigenen Wasserflughafen hier auf der Insel, noch eine Brücke, die uns mit dem Festland verbindet“, sagt Alexandre Frenkel, der aus der Schweiz stammt und das Resort seit Sommer 2006 leitet.

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