![]() Lake St. Lucia bietet Nahrung satt - hier sagt Antilope den Nilpferden "Grüß Gott!" |
St. Lucia ist kein Ort wie jeder andere. Dass einem in der Dämmerung die Hippos auf dem Gehsteig entgegenwackeln, vorbei an Alfredos Pizzeria und an Fishy Pete’s Pub, das verdankt das Städtchen der genialen Lage zwischen Küste und dem riesigen Wasserreservoir des Lake St. Lucia. Er ist das Kernstück des Greater Wetland Parks, der 1999 UNESCO-Welterbe wurde. Acht Ökosysteme gehen hier ineinander über, darunter mit dem Lake St. Lucia das größte von den Gezeiten geprägte Wassersystem der Welt.
Klar, dass sich hier Krokos und Hippos besonders wohl fühlen, und die Wasservögel in großer Zahl anrauschen. Am besten sieht man das Gepruste und Geflattere und die spitzen Krokozähne vom Deck jener Ausflugsboote, die mehrmals am Tag den 85 km langen See entlangschippern. Wer näher ran will, kann auch das haben: Paddeln zwischen Mangroven und Wanderungen entlang der Ufer zählt zu den intimeren St. Lucia-Annäherungen, und während der Walbeobachtungssaison können Sie den Meeresriesen fast die Rücken tätscheln. Zwischen Buckelwal und Kroko-Thrill aber liegen auch hier die für die Gegend typischen Strände zum Träumen: Cape Vidal etwa oder, weiter nördlich, die stets windige Sodwana Bay.
![]() Südafrikas wildeste Ecke offenbart atemberaubende Strände |
Überhaupt entdecken Sie hier Südafrikas wildeste Ecke, und einige der schönsten Beaches des Planeten dazu: Dolphin Coast, Greater St. Lucia Wetlands, Sodwana Bay, Elephant Coast, ganz zuletzt Kosi Bay – so heißen die Abschnitte der atemberaubend unverbrauchten Küste, die umso einsamer wird, je weiter Sie von St. Lucia aus nach Norden kommen. Das Grundmotiv der Landschaft bleibt dabei über Hunderte Kilometer gleich: Uralte Sanddünen über die der immer gleiche, quietschgrüne Schlingpflanzensalat hochturnt, und hinter denen sich im Laufe der Jahrtausende das einzigartige Ökosystem des Sand Forests zurechtrappeln konnte.
Ebenfalls fester Bestandteil des Outdoorbilds: die gleichmäßig wummernde Dauerwelle des badewannenwarmen Indischen Ozeans, der mal samtblau, und dann wieder mit hellgrüner Zunge über die ewig weiten Sandstrände leckt. 220 km, bis hinauf nach Moçambique, zieht sich der Greater St. Lucia Wetland Park dahin, in dem eine Reihe von Forest Reserves und Nationalparks zusammengefasst wurden. Im Falle des Maputaland Marine Reserves ziehen sich überdies rund hundert verschiedene Korallenspezies ins geschützte Meer hinaus. Vor Haien müsse man in Küstennähe keine Angst haben, sagen die Einheimischen hier, und zwinkern dabei mit dem Auge: Denn die würden sich vor den Krokodilen fürchten.
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