Badeurlaub Türkei: Orientalisches Strandparadies

Badeurlaub Türkei

Wer an Urlaub in der Türkei denkt, denkt an Sand, Meer, Baden. Kein Wunder, eine Vielzahl phantastisch schöner Strände lädt zu süßem Nichtstun. Dazu kommen traumhafte Hotels, wunderschöne Städte und eine Atmosphäre großer Gastfreundschaft.

Mit einer Küstenlänge von mehr als 8000 km gehört die Türkei zu den schönsten Badeplätzen des Mittelmeerraumes. Die Sauberkeit der Gewässer wird jährlich von der Türkischen Umwelt-Stiftung Turcev untersucht und die besten Strände bekommen eine so genannte Blaue Flagge. 2011 wurden landesweit 324 Strände mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.

Wasserspaß für die ganze Familie
Wasserspaß für die ganze Familie|Türkei

Baden in der Metropole

Sauberes, tiefblaues Wasser findet sich bereits im Norden: Am Schwarzen Meer, bis hin zur kaukasischen Grenze, lässt es sich in kühlerem und etwas steil in die Tiefe gehendem Meer baden. Hier tummeln sich immer noch eher die Einheimischen; es gibt einige schöne Campingplätze und Hotelanlagen, die Preise sind niedrig.
In Istanbul selbst punktet der Norden, am Schwarzen Meer, und der Süden – am Marmara-Meer, vor allem auf den Prinzeninseln im Südosten der Stadt – mit hervorragenden Bademöglichkeiten. Hier treffen Sie auf moderne Beach-Anlagen, an denen man Eintritt zahlen muss und die sich am Abend oft in eine Open-Air-Disko verwandeln.

Geheimtipp für Individualisten

Bis nach Izmir bleibt die Wassertemperatur im Hochsommer bei ca 22-24° C. Die ägäische Küste bietet nicht viele ausgedehnte Strände, besonders schön sind sie aber auf der Çeşme-Halbinsel mit dem ehemals griechischen Ort Alaçatı als Surferparadies. Diese Ecke hat sich in den letzten Jahren wunderbar entwickelt und ist, dank restaurierter Altstädte und sehr guter Boutiquehotels, noch immer ein Geheimtipp. Pauschaltourismus ist hier unbekannt.

Traumziel für Segler

Umso mehr trifft man ihn aber ab Bodrum an, über Marmaris und Fethiye bis nach Alanya. Bodrum, fest in britischer Hand, bietet viele Badeplätze in den Buchten seiner vorgelagerten Halbinsel. Windumtost und zerklüftet ist hier die Küste – ideal für Surfer und Segler. Bodrum ist zugleich der Haupthafen der berühmten „Blauen Reise”: Auf großen Segelbooten mietet man sich eine Kabine (oder chartert als geschlossene Gruppe das ganze Boot) und sticht in See. Man lässt sich von der Crew verwöhnen, übernachtet in einsamen Buchten, springt ins klare Wasser und macht Wanderungen ins Landesinnere – eine der schönsten Arten, die Türkei kennenzulernen und sich zu erholen.

Mal Ruhe, mal Party

Marmaris ist mit seinem charmanten alten Hafen und den Taurusbergen im Rücken eine Augenweide. Der Strand liegt quasi im Ort, Sie brauchen nur vom Hotel aus die Straße zu überqueren; umso überfüllter präsentieren sich allerdings die Badeplätze. Da sowohl Bodrum als auch Marmaris für ihr Nachtleben berühmt sind, ist das Duo nichts für Urlauber, die ein paar ruhige Wochen am Meer verbringen wollen. Dafür sind dann schon Fethiye und Kas besser geeignet: Fethiye hat einen sehr langen Strand am sogenannten Toten Meer (Ölüdeniz). Im Hinterland hat sich hier ein sanfter, ökologisch bewusster Tourismus angesiedelt (z.B. in Ovacik). Die gute Bergluft, gesunde Lebensmittel aus dem Garten und ein kühler Pool: Eines der  kleineren Hotels in den Ausläufern des Toros-Gebirges ist besonders zu empfehlen.

Das malerische Bodrum ist der Ausgangspunkt für Passagiere der "Blauen Reise"
Das malerische Bodrum ist der Ausgangspunkt für Passagiere der "Blauen Reise"|Türkei

Einfach mal abtauchen

Die Lagune von Dalyan bei Fethiye, der dahinter liegende Köycegiz-See und der immens lange und breite Strand von Iztuzu sind bisher ebenfalls vom Massentourismus verschont geblieben. Der Ort Dalyan ist gerade für Familien mit Kleinkindern ideal. Hier finden Sie viele Apartments und Ferienwohnungen, aber auch ruhige Hotels mit kleinen aber netten Poolanlagen im Garten. Kas wiederum hat keine ausgedehnten Strände mehr, aber dafür eine bunte Unterseewelt: Es ist eines der meist besuchten Tauchparadiese weltweit, mit mehreren Tauchschulen, die Kurse mit anerkannten Zertifikaten anbieten. Der Lykische Wanderweg kommt hier vorbei, in der Stadt selbst liegen die schönsten lykischen Gräber. Auch zum Schnorcheln und Surfen eignet sich dieser Küstenabschnitt.

Willkommen an der Türkischen Riviera

Weiter östlich kommt die sprichwörtliche Türkische Riviera: Hier reihen sich schließlich die Hotels, die Strände sind endlos, aber es gibt auch kulturell viel zu unternehmen. Die Altstadt von Antalya und die osmanischen oder venezianischen Burganlagen der Küste sind restauriert und lohnen einen Besuch. Der All-Inclusive-Tourismus in den geschlossenen Anlagen der Küste verärgert zwar die Kleinhändler und Gastronomen, verschont aber die Innenstädte. Ab Alanya-Side mit seinen sauberen Stränden beginnen allmählich die Ferienhäuser der Türken.

Die Messe im Fels

Ein Highlight des östlichen Mittelmeergebiets ist das antike Antiochia (Antakya/Hatay). Hier treffen Sie auf die Spuren der Urchristen und können, wenn Sie an Weihnachten dort sind, eine beeindruckende Messe in der in den Fels gehauenen Kirche des Heiligen Paulus erleben, die 2010 restauriert wurde. Für weitere Details und lohnende Adressen werfen Sie am besten einen Blick in die MARCO POLO Reiseführer Türkische Westküste und Türkische Südküste.   


Text: Dilek Zaptçioğlu

 

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