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Thailand Klettern

Wenn der europäische Winter über einen hereinbricht, ist es just die beste Zeit, sich an Thailands Felsen zu wärmen — besser kann es für einen Sportkletterer nicht kommen! Kein Wunder also, dass die Routen im Süden Thailands zwischen Dezember und Februar heiß begehrt sind.

Kletterer
Bei den allgemein hohen Temperaturen sind die im Schatten gelegenen Wände heiß begehrt. | © charles taylor, iStock

Beste Reisezeit

Eine „beste Reisezeit“ zu empfehlen, ist deshalb ein schwieriges Unterfangen: Grundsätzlich bieten die Wintermonate ideale klimatische Bedingungen: warm, aber noch nicht zu heiß und selten bis nie Regen. Und zu Hause hält einen Sommersportler ohnehin nicht viel.


Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass man die Felsen mit vielen Gleichgesinnten teilen muss. Wer sich also eher zu den Anfängern zählt (und deshalb aus nur wenigen leichten Routen wählen kann), kann auch auf Mitte Februar bis Ende März ausweichen, wenn es allgemein etwas ruhiger wird in Thailand. Der Preis ist: ein paar Grad Celsius mehr, was unter Umständen seine Leistungsgrenze schon nach unten verschieben kann.

Kletterin Railay Beach
Auf der Halbinsel Railey locken über 1000 Routen – von einfach bis anspruchsvoll. | © Ozturk Kemal Kayikci, iStock

Klettergebiete

Die meisten attraktiven Klettergebiete (sprich: klettern mit Meerblick und dankbaren Sintergriffen) befinden sich im Süden Thailands. Unangefochtenes Highlight darunter, an dem kein Kletterer vorbeikommt, ist die Halbinsel Railay, die für ihre wilden Kalksteinformationen in und am smaragdgrünen Wasser bekannt ist.


Die einzelnen Strände sind nur per Longtail Boat (meist aus Krabi) erreichbar und haben sich in jeder Hinsicht auf die Bedürfnisse der Kletterer eingerichtet: Es gibt mehrere Klettershops und Kletterschulen, die auch einen hervorragenden Kletterführer vertreiben. Ausrüstung kann geliehen werden, und Kurse für Anfänger gibt es auch.


Die Fortgeschrittenen stürzen sich gleich auf eine der über 1000 eingebohrten Routen, die zum Teil durch Dächer gewaltiger Höhlen führen. Stalaktiten und Versinterungen sorgen für gute Griffigkeit, sodass selbst respekteinflößende Überhänge „locker“ gemeistert werden können.


Zum Übernachten kann man zwischen dem sehr einfachen, aber preisgünstigen Hat Ton Sai wählen, eine Klettererhochburg, die auch kurze Zugänge zu vielen guten Touren bietet, oder dem Hat Rai Leh West mit gehobenen Unterkünfte und einem viel schöneren Strand. Wer auf buntes Nachtleben Wert legt, ist mit Hat Ton Sai gut beraten: Allerorten werden hier auf der Slackline zwischen zwei Palmen die kühnsten Kunststücke vorgeführt. Man sitzt gemeinsam draußen und macht mit oder staunt mit offenem Mund.

Deep Water Soloing
Deep Water Soloing, eine Variante des Boulderns: in Thailand besonders schön, weil das Wasser angenehm warm und ruhig ist. | © Solveig Michelsen

Deep Water Soloing

Ein besonderes Zuckerl ist das Deep Water Soloing in Thailand, also das Bouldern überm Wasser. Viele Felsen vor der Küste verjüngen sich nach unten, sodass ein gefahrloses Abspringen möglich ist. Der Zugang erfolgt meist per Longboat und Strickleiter, um den ersten großen Überhang zu überwinden. Danach entscheidet der eigene Mut, wie weit hinauf man sich wagt.

Aber auch „Angsthasen“, die nicht mehr als fünf Meter über dem Wasser klettern wollen, kommen voll auf ihre Kosten. Der besondere Reiz ist natürlich das Klettern in Badehose oder Bikini: So schwerelos und unabhängig von jeglichem Material ist man als Kletterer selten …

von Solveig Michelsen

Weitere Infos:

Elke Schmitz: Rock Climbing in Thailand and Laos (6. Auflage 2012)

www.railay.com

www.railayadventure.com

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