Wer versorgt meinen Vierbeiner?Urlaub ohne Hund

Nicht einfach fürs Frauchen oder Herrchen, aber manchmal doch die bessere Lösung: den Hund zu Hause lassen. Doch wie finde ich die ideale Betreuung, wenn keine Familie oder Freunde einspringen können? Unsere 10-Punkte-Liste hilft Ihnen auf die Sprünge!

1. Der erste Eindruck zählt

Verlassen Sie sich beim ersten Besichtigungstermin auf Ihr Bauchgefühl – und das Ihres Hundes: Sie merken schnell, ob sich das Tier wohl fühlt in der neuen Umgebung. Oder ob er sich ganz anders verhält als gewöhnlich …

2. Formelle Kriterien abklopfen

Die Betreuungsstätte muss aus Versicherungsgründen unbedingt als Gewerbe ausgewiesen sein. Wählen Sie nur solche Pensionen aus, deren Betreuer den Sachkundenachweis nach §11 des Tierschutzgesetzes abgelegt haben. Informieren Sie sich auch, ob das Personal Seminare über Hundehaltung und -erziehung besucht hat und wie viel Erfahrung im Umgang mit den Tieren vorhanden ist.

3. Dem Personal auf den Zahl fühlen

Lassen Sie sich beim ersten Termin alle Personen vorstellen, die sich um Ihren Liebling kümmern. Sind sie Ihnen sympathisch? Ihrem Hund auch? Teilen Sie die Erziehungsansichten? Und: Ist die Anzahl der Betreuer ausreichend, auch im Fall von Krankheit? Ein Betreuungsschlüssel von mehr als sechs Hunden je Mitarbeiter ist in der Regel nicht zu stemmen bzw. erzwingt große Abstriche in Sachen Aufmerksamkeit.

4. Artgerechte Haltung sicherstellen

Wie sieht es mit der Hygiene aus? Wie oft wird Gassi gegangen? Haben die Hunde genügend Platz und Auslaufmöglichkeiten? Werden sie gemeinsam oder einzeln im Zwinger gehalten? Gibt es ein Animationsprogramm, das Ihren Liebling beschäftigt?

5. Auch das Futter muss stimmen

In der Regel werden Sie gebeten, das gewohnte Futter mitzubringen, um dem Hund keine Futterumstellung zumuten zu müssen. Fress- und Trinknäpfe sollten in ausreichender Zahl vorhanden sein bzw. von zu Hause mitgebracht werden können.

6. Gesundheitsfragen klären

Das Personal sollte von sich aus nach dem Gesundheitszustand des Tieres fragen. In gut geführten Pensionen wird auch der Impfausweis verlangt und darauf geachtet, dass die Impfungen auf dem neuesten Stand sind.

7. Für den Notfall

Erkundigen Sie sich, welcher Tierarzt Ihren Hund im Notfall behandelt. Für leichtere Verletzungen sollte abgeklärt werden, ob Sie vorher informiert werden müssen oder der Betreuer eigenständig über einen Tierarztbesuch entscheiden darf.

8. Inklusivleistungen erfragen

Erkundigen Sie sich, ob weitere Leistungen wie z.B. Fellpflege in dem Preis inbegriffen sind.

9. Buchung konkretisieren

Haben Sie sich für eine Pension entschieden, buchen Sie möglichst frühzeitig. Damit ersparen Sie sich unter Umständen viele weitere Besichtigungen, wenn die Betreuung Ihrer Wahl kurzfristig keine Plätze mehr zu vergeben hat.

10. Aller Abschied ist schwer

Bringen Sie Ihrem Hund die Lieblingsdecke mit (und das gewohnte Futter). Geben Sie ihm das sichere Gefühl, dass er hier gut aufgehoben ist — das wirkt beruhigend. Und wer weiß: Vielleicht fühlt er sich unter seinen Artgenossen ja wohler als Sie es jemals gedacht hätten!

Von Solveig Michelsen

Hunde-Couchsurfing

Der neue Trend: Couchsurfing für Hunde

Der neue Trend: Couchsurfing für Hunde

Eine Alternative zu teuren Hundepensionen bietet das Internetportal Dog Vacay: Das Konzept nennt sich "Couchsurfing für Hunde" und wird momentan nur in den USA und in Kanada angeboten. Hundebesitzer können online unter dogvacay.com nach Unterkünften für Ihren tierischen Liebling in der Nachbarschaft Ausschau halten. Das Angebot soll weltweit ausgebaut werden.

Weitere Infos

Tierschutzgesetz: www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__11.html Couchsurfing für Hunde: www.dogvacay.com

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