Die Natur auf dem Silbertablett

Glamping in Australiens Nationalparks

Glamping in Australiens Nationalparks
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Rote Outback-Wüsten, Jahrmillionen alte Gebirge und Regenwälder, noch unberührte Korallenriffe: Selbst Australien-Kenner überrascht, dass die größten Nationalparks des Kontinents in Südaustralien liegen. Im ganzen Land sind es mehr als 500, und wer sie besucht, kann mitten in der Natur in herrlichen Luxus-Camping-Resorts übernachten – inklusive Holzbadewanne, Kaffeemaschine und Songs aus dem iPod.

© Tourism Australia
Southern Ocean Lodge auf Kangaroo Island | © Tourism Australia

Südaustraliens Natur entdecken

Frische Luft in unberührter Natur, Ruhe, keine Menschenseele weit und breit: Mehr als 20 Prozent des Bundesstaates South Australia sind Nationalparks. Bereits direkt vor den Toren Adelaides können Sie in den Felsen klettern und Kängurus in freier Wildbahn sehen – nicht umsonst heißt die Insel südlich von Adelaide Kangaroo Island. Auf ihr und an ihren Küsten tummeln sich außerdem Koalas, Echidnas, Delfine und Seelöwen.

Wandern und Wasserski

Entlang des 42-Meilen-Wanderwegs im langgestreckten Coorong National Park wartet eine faszinierende Küstenlandschaft aus Strand, Dünen und Lagunen darauf, entdeckt zu werden. Im Osten lädt der Murray River, Australiens beliebtestes Hausboot-Revier, zum Fischen und Wasserski-Fahren ein.

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Flinders Ranges | © Tourism Australia

Tagelange Einsamkeit im Outback

Bereits 200 km nördlich von Adelaide erreicht man die trockenen, roten und salzigen Wüsten des Outbacks. Auch hier finden sich kaum Menschen, die einzige Stadt ist Coober Pedy, wo Glücksritter aus aller Welt nach Opalen schürfen. Die über 500 km lange Bergkette der Flinders Ranges ist ideal zum Bushwalking, Bird-Watching, Fossilien suchen oder um Wandmalereien der Aborigines zu sehen. Hier liegen mehrere riesige Salzpfannen wie der Lake Eyre, die nur anhaltender Regen in große Seen zu verwandeln vermag. Wer hier mit einem Allrad-Fahrzeug auf dem legendären Oodnadatta Track unterwegs ist, erfährt, was tagelange Einsamkeit bedeutet.

Facettenreiche Nationalparks

Es ist dieses Lebensgefühl aus Freiheit, Natur und Ungebundenheit, das Reisende nach Australien zu locken vermag. Sie finden ihr persönliches Glück beim Tauchen am Great Barrier Reef, beim Baden in den Regenwäldern des Kakadu Nationalparks, Kanu fahren durch die Katherine-Schlucht, Wandern in den Grampians in Victoria, und beim Anblick des Uluru (Ayers Rock) und der Kata Tjuta (Olgas).

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Felsformation „Three Sisters“ in den Blue Mountains | © Tourism Australia

Australiens natürliche Highlights

So groß das Land, so vielfältig seine natürlichen Schönheiten: die Dünen von Fraser Island (Queensland) und die Eukalyptus-Wälder der Blue Mountains bei Sydney. Die rot-gestreiften Kegelberge der Bungle-Bungles im einsamen Norden Westaustraliens, Shark Bay und das Ningaloo Reef. Übrigens alles UNESCO-Weltnaturerbestätten, an denen ebenso wie in den Nationalparks der Naturschutz ganz groß geschrieben wird.

Tummelplatz unter weitem Himmel

Aber auch der Spaß: Die Great Outdoors sind eine Spielwiese für Natur- und Sportfans, die einmal ganz für sich in Kalksandsteingebirgen, Vulkanlandschaften oder auf weiten Ebenen unterwegs sein möchten – für mehrere Stunden, Tage oder auch Wochen. Schließlich ist Australien nicht nur ein Land, sondern ein Kontinent mit über 500 Nationalparks, die oft über herrliche Trekkingpfade und Zeltplätze verfügen.

Camping ja, aber bitte mit Luxus

Und für eine oder mehrere Nächte zum Zelten einladen. Auf mehrtägigen Wandertouren oder bei Fahrten durch das wahrhaft einsame Hinterland bieten ein (geländegängiges) Campmobil oder ein Zelt oft die einzige Möglichkeit zum Übernachten. Dabei müssen Sie auf Luxus nicht verzichten: „Glamping“, kurz für „glamouröses Camping“, ist auch in Australien längst zum Trend geworden. Nach erholsamem Schlaf mitten in der Natur, in einem richtigen Bett im großen Zelt mit eigenem Bad und Frühstücks-Service bricht man eben doch erholter zum Wandern, Schwimmen, Bird-Watching oder Reiten auf, als nach einer harten Nacht auf der Iso-Matte.

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„Longitude 131“ mit Blick auf die Felsformation Uluru | © Tourism Australia

Outback-Zelte mit fünf Sternen

Die wohl luxuriöseste „Glamping-Anlage“ befindet sich in Sichtweite des Uluru (auch: Ayers Rock). Wie auf einer Perlenkette aufgereiht stehen die 15 Zelte des Longitude 131°, jedes auf einer erhöhten Plattform mit Panoramafenster, Bad, Klimaanlage, iPad-Docking-Station mit Bose-Boxen, Kaffeemaschine und Safe. Jedes Zelt ist einem Outback-Pionier gewidmet. Frühstück wird im Restaurantzelt, Gourmet-Dinner unter dem Sternenhimmel serviert. Selbst ein Swimming-Pool und ein Spa fehlen nicht!

Eco-Camping im Buschland

Südaustraliens Topp-Busch-Adresse für Glamper ist das Kangaluna Camp in den Gawler Ranges auf der Eyre-Halbinsel. Die Safari-Zelte mit Bett und Bad stehen auf Plattformen inmitten eines typischen, lichten Mallee-Kasuarinen-Walds. Sie sind mit halbrunden, kühlenden Dächern aus dem im Outback so typischen Wellblech überdacht. Die rustikale Campsite-Küche hat Platz für zehn Gäste. Es gibt sogar ein Teleskop für Sternengucker.

Mit Badewanne und Gasgrill

Nicht minder attraktiv gestaltete Luxus-Safari-Zelte erwarten Sie auch in anderen Landesteilen. Wie das Paperbark Camp in Jervis Bay (New South Wales) mit einem Dutzend Zelten unter riesigen Paperbark- und Eukalyptus-Bäumen, alle mit Terrasse und offenem Bad, zum Teil sogar mit Badewanne. Oder die Silk Pavillons im Tweed-Tal im Hinterland von Byron Bay mit überdachten Wohnterrassen inklusive Gasgrill und Holzbadewanne.

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Natur- und Luxussafaricamp Sal Salis | © Tourism Australia

De-luxe-Abenteuer am Meer

Wer Luxuscamping mit Baden im Meer verbinden möchte, ist in Westaustralien gut aufgehoben. Die Zelte des Eco Beach Resort bei Broome stehen an einem herrlich einsamen Traumstrand, der von rotem Buschland und Dünen eingerahmt ist. Die Aktivitäten reichen von Wal- und Schildkrötenbeobachtungen über Yoga bis zu Spa-Behandlungen. Und die neun Zelte des Sal Salis Resorts befinden sich in einer traumhaften Dünenlandschaft, nur wenige Schritte entfernt vom Strand und dem Meer, wo das Ningaloo Reef auf Taucher wartet. Die luxuriösen Zelte sind zwar kaum größer als Bett und Bad, aber die Sonnenuntergänge lassen sich auch vom Strand, Restaurant und der Open-Air-Bar genießen.

Darf’s was Ausgefallenes sein?

Das wohl außergewöhnlichste Zelt steht in der Luxusferienhausanlage Alure in Stanthorpe, rund 200 km südwestlich von Brisbane. Es handelt sich um eine 56-m2-Leinwand-Konstruktion, die von einem Innenarchitekten designt wurde. Sie überrascht mit einem Schlafzimmer mit Kamin, einer Einbauküche, einem Badezimmer, Außenterrassen und einem großen Whirlpool. Selbst im Wohnwagen ist übrigens Glamping möglich: Im Garten des Guesthouse Atlantic in Byron Bay steht einer der silbernen US-Luxus-Airstream-Trailer mit Doppelbett, Kitchenette, Bad, Terrasse und Pool im Garten – australischer Traum trifft amerikanische Freiheitsliebe.


Von Andrea Bonder

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