![]() Die jungen Inder schrecken nicht vor den Wasserschlangen im "Pool" des Mukteswar-Tempels zurück |
Inmitten der Region Bagno Vignoni in der Toskana, in der schon die Etrusker und Römer vor 2000 Jahren im Thermalwasser badeten, liegt die Adler Thermae. In dem wohltuend 36 Grad warmen Heilwasser des Spa-Resorts planschen heute Urlauber in den großen Außenpools, von den Liegewiesen geht der Blick über die hügelige, morgens noch nebelverhangene Landschaft. Das Resort, typisch toskanisch aus hellem Gestein mit flachem Schindeldach, hat es in sich: mehrere Saunen, Grotten-Dampfbad, Solebäder, Salzgrotten und Relaxzonen. Die meisten Gäste bleiben drei Tage bis eine Woche, um sich mit Thalasso, Anti-Aging oder Ayurveda verwöhnen oder den Körper wieder in Form kneten zu lassen.
Ein für Bhubaneswar typisches Erlebnis. Die Hauptstadt des indischen Bundesstaats Orissa hat auch beim achten Tempelbesuch des Tages noch eine Besonderheit auf Lager. Schwarz und ockergelb tauchen die heiligen Türme hier neben großen Wasserbecken und mächtigen Feigenbäumen auf, kahl rasierte Brahmanen und heilige Kühe schlurfen entspannt durch die Gassen.
Bhubaneswar ist ein Freilichtmuseum, einzigartig auch für das an Tempeln nicht gerade arme Indien. Hunderte antiker Hindu-Tempel und kleinerer Schreine verteilen sich über das Stadtgebiet. Dass sich hier einst das Zentrum eines eigenen Königreiches befand, das vor 2500 Jahren sogar in Java, Bali und Sumatra mitmischte, merkt man nicht zuletzt am eigenständigen Baustil.
![]() Nicht zuletzt wegen der schönen Sandstrände lohnt eine Reise an die Ostküste |
Wie überdimensionale, elegant gerundete Maiskolben ragen Orissas Tempel auf, manche 40 m hoch. Doch auf die Größe allein kommt es auch hier nicht an. Die spektakuläreren Details zieren mitunter die kleineren Anlagen: Nymphen und Löwen schmücken die Säulen des Raj Rani Mandir-Heiligtums, und die furchterregende Kali trägt im Halbdämmer des Vaital Mandir-Tempels eine Kette aus Totenköpfen. Im flackernden Licht der Kerzen scheint die Göttin zu tanzen – früher galt der Tempel als Zentrum tantrischer Praktiken. Rhapsodie in Grün Bhubaneswar allein wäre eine Reise wert. Doch auch der Blick auf das Umland macht neugierig auf den wenig besuchten, südlich von Kalkutta gelegenen Bundesstaat. Saftig grün leuchten die Reisfelder im ersten Tageslicht zwischen den vergitterten Fenstern des Zuges der Indian Railways herein, auf den künstlich angelegten Teichen schwimmen Seerosen und die weißen, wolligen Blütenstände des dicht gewachsenen Elefantengrases schaukeln wie eine bewegte Wasserfläche sanft im Wind. Barfuß arbeiten die Bauern auf den Feldern des alten Kernlandes Orissas, dem historischen Dreieck der drei Tempelstädte Bubaneshwar, Puri und Konarak.
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