Wiens berühmter Dom: Steffl revisited

Den Wiener Stephansdom kennt jeder. Trotzdem birgt er mehr Geheimnisse als man auf den ersten Blick glauben mag.


Wiener Kontraste - Stephansdom versus Haas-HausChrisSteer, iStockphoto.com

Knochenweiß. Modergrün. Augenhöhlenschwarz. Das sind die Farben, die dem Wiener ins Gemüt gehen. Und das sind auch die Farben der Katakomben, die einem im Unterbauch des Stephansdoms erwarten – dann, wenn man beim Nordturm in die Unterwelt steigt. Geheimnisvoll ist der „Steffl“ auch jenseits der dort auftauchenden Schädelpyramiden und Knochenberge, die zu den schaurigeren Ecken des Wiener Wahrzeichens zählen. Nicht umsonst wurde der Dom „Kalkriff im Häusermeer“ genannt, weil er in seiner grandiosen Bleichheit mitten in Wiens Innenstadt auftaucht.

Die Römerin und die Dämonen

Trotzdem sind es eigentlich weniger die Kalksteine, aus denen der Stephansdom besteht – er ist vor allem auch aus Legenden und Anekdoten zusammengesetzt. Eine davon ist die „Fensterguckerin“, am Vorbau des Riesentores – eine Wölbung im Stein, die man schnell übersieht. Tatsächlich handelt es sich bei dem Kopf um einen römischen Grabstein, der nicht zufällig eingemauert wurde. Denn ganz hatten sich die Götter der Heiden noch nicht verflüchtigt, als hier im 12. Jh. der erste romanische Kern der späteren Stephanskirche entstand. Die Römerin einzumauern, das hieß auch die Macht der alten Götter zu brechen. Ähnliches gilt für die Fratzen der Wasserspeier, die hoch oben an der Fassade vorspringen. Sie stellen eine Art mittelalterliches Securityteam dar, spezialisiert auf die Abwehr böser Dämonen.


Geheimzeichen O5 - Angebracht von einer Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus.Robert Haidinger

Geheimzeichen und ein Comic-Strip

An Spuren alter Geschichten mangelt es dem Stephansdom nicht. Die berühmten Ellen etwa, an der die Wiener einst nachmessen konnten, ob sie beim Tuchkauf übers Ohr gehauen wurden. Oder die darüber liegende Aushöhlung, in die gefälligst ein seriöser mittelalterlicher Laib Brot zu passen hatte. Das eingravierte Geheimzeichen O5, das einst für den Widerstand gegen die Nazis stand – all das findet sich gleich neben dem Eingang. Und darüber, am Portal des bald 800 Jahre alten Riesentores, verraten Reliefs, wie Bilderfolgen vor der Ära des TV aussahen: ein Teufel, der seinem Opfer eine Schlinge um den Hals legt. Ein kauernder Affe. Ein Fuchs der an den Haaren reißt. Zwei ineinander verschlungene Drachen, ein Tierkörper mit menschlichem Kopf, und natürlich eine tanzende Sirene.

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Reiseforum Wien: 14 Einträge

Wien ist schön

naja... aber an die Ausprache musste ich mich erst ...

Trixi, 03.01.08, 11:05 Uhr
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Re: Wien ist schön

ich bin nächste Woche auf dem wiener Kunstsupermarkt. ...

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