![]() Mühsam quälen sich die Yaks mit dem Proviant nach oben. |
Die Solu-Khumbu-Region ist die Heimat der Sherpas, die als Träger, Bergführer, Lodge- und Cafébetreiber ein gutes Auskommen haben. Mühsam quälen sich die Träger und ihre Yaks mit Bierflaschen, Reis, Instant-Nudeln, Feuerholz oder ganzen Möbeln und Expeditionsausrüstungen auf dem Rücken nach oben. Nur Kartoffeln und Eier gibt's vor Ort. Früh am Abend kehrt man in ein karges Lodgezimmer ein, die Frau des Hauses kocht heißes Wasser für eine warme Dusche und die Wärmflaschen und serviert anschließend in einem hellen Aufenthaltsraum reichhaltiges Essen, meist Bratkartoffeln, Nudeln oder Reis mit Ei, dazu Milchtee, Wasser und Bier. Danach versammeln sich alle Gäste plaudernd am Kanonenofen, nur im größten Ort Namche Bazaar sorgen Kneipen und einige Bäckereien mit Apfelkuchen für Abwechslung.
Doch für nicht wenige ist hier der Trekking-Spaß bereits zu Ende: Auf 3400 m leiden die ersten an der Höhenkrankheit und schaffen es nicht einmal mehr für ein Erinnerungsfoto von sich und dem Mount Everest bis zum View Point. Die meisten aber ziehen weiter zum Kloster Tengboche, zu den türkis-blauen Bergseen von Gokyo und auf über 5000 m ins Everest Base Camp oder auf den (technisch leichten, aber wegen der Höhenluft anstrengenden) Kalar Patar, von wo aus man den Mount Everest tatsächlich sieht.
![]() "Mountain Flight" - ein muss für jeden Nepal-Reisenden. |
Ob Trekking oder nicht: Für jeden Nepal-Reisenden ist ein „Mountain Flight“ ein Muss. Frühmorgens um 6 Uhr warten schon Dutzende vor dem kleinen Inlandsflughafen in Kathmandu, von dem aus bei gutem Wetter die Rundflüge im Minutentakt starten. Auf dem einstündigen Trip zum Mount Everest macht der Himalaya seinem Namen – „Viele Berge“ – beeindruckende Ehre. Aus dem Flugzeugfenster sieht man scharfkantige Gipfel mit Schneewehen, Gletschern und grauem Gestein, darunter die Wolken, darüber den blauen Himmel. Und, ein ganz besonderer Service: Der schicke Co-Pilot zeigt jedem Passagier den Mount Everest ganz persönlich.
Text: Andrea Bonder
ANREISE
Von Kathmandu erreicht man in 30 Flugminuten den kleinen Flugplatz von Lukla. Die morgendlichen Flüge werden von Yeti Airlines (yetiairlines.com), Gorkha Airlines (gorkhaairlines.com), Sita Air und Agni Air (agniair.com) angeboten (rund 100 Dollar pro Strecke).
AUSFLÜGE & TOUREN
Einstündige Rundflüge von Kathmandu zur Everest-Region werden von Buddha Air (buddhaair.com) und Yeti Airlines (yetiairlines.com) angeboten (rund 130 Dollar).
ÜBERNACHTEN
Jedes Dorf der Everest-Region hat viele einfache Trekking-Lodges mit Doppelzimmern, Gemeinschaftsbädern und Speisesaal. Etwas mehr Komfort, beispielsweise Zimmer mit Bad, bieten die „Everest Summit Lodges“, die es in Lukla, Monjo, Tashinga, Mende und Pangboche gibt (über „Luxury Adventure Nepal“, Tel. 00977/1/437 15 37, nepalluxurytreks.com).
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