Diese windgeschützte Bucht mit zwei Stränden, die durch eine kleine Landzunge getrennt sind, mit feinem, weißem Sand und Pinien im Hintergrund ist ideal für einen Strandtag. Doch Vorsicht: Im Rund der Bucht bilden sich bisweilen Strömungen. Um hierher zu gelangen, nimmt man von Ciutadella aus den Camí de Sant Joan de Missa bei der gleichnamigen weißen Landkirche und biegt bei Son Vivó rechts ab, am alten, quadratischen Turm Torre Saura Vell vorbei. Die Zufahrt zum Strand ist gebührenpflichtig. Besonders die Ciutadeller haben für Son Saura eine Vorliebe entwickelt. Wenn der lange Sandstrand schon belegt ist, lohnt der Fußmarsch ostwärts. Nach der Überquerung der Felsnase Punta d'es Governador (ungefähr 500 m) stößt man auf die nächste, erheblich kleinere Bucht, die Cala d'es Talaier. Der Sand ist ockerfarben; auch hier gibt ein Pinienhain Sonnenschutz.
Der Name bezeichnet zum einen die Feriensiedlung (ca. 4 km südlich von Ciutadella) - ohne besondere Auffälligkeiten gegenüber vergleichbaren Orten der Insel - und zum anderen die am Südrand der Ortschaft gelegene Bucht. Diese verdankt ihren Namen („Weiße Bucht“) dem strahlend hellen Sand, der im Hintergrund vom Grün eines kleinen Pinienhains eingerahmt wird. Links und rechts des Strandes sind die Küstenfelsen mit Restaurants und Bars besetzt, die sich weniger durch erlesene Mahlzeiten als durch ihre hervorragende Lage hervortun. Der Ausblick auf romantische Sonnenuntergänge ist hier für die Mehrzahl der Menorca-Abende garantiert. Für Kinder gibt es eine Wasserrutsche im Ort. Unweit der Bucht ist die Cova de Parella zu finden, bekannt für ihren Reichtum an Tropfsteinen und einen kleinen, unterirdischen See.
An der Landstraße nach Cap d'Artrutx, kurz vor Cala Blanca, liegt Es Caliu, eine Mischung aus rustikalem Beachclub und Drive-in, mit Pool, Grillspezialitäten am Abend und fairen Preisen (Tel. 971380165 | €-€€).
Von der Siedlung Cap d'Artrutx aus gelangt man ins nächste Ferienparadies, die Cala en Bosc. Auch hier wird architektonischer Durchschnitt geboten, mehr dem Nutzen als der Ästhetik folgend, mit vorgelagertem Strand, feinem weißem Sand, oft klarem Meerwasser. Das gesamte Gebiet zwischen Cap d'Artrutx und Son Xoriguer fährt der Minitren ab, ein Bähnchen auf Gummireifen. Boote und Yachten vermietet P&F (Tel. 610261291). Die Wassersportschule Surf&Sail (am Strand Son Xoriguer | Tel. 629749944) führt im Sommer Windsurf- und Segelkurse durch.
Seinen schön schauerlichen Namen („Bucht des Halsabschneiders“) verdankt der Landeinschnitt rund 500 m südlich der Hafeneinfahrt von Ciutadella nicht etwa den Strandverkäufern, die überteuerte Getränke anbieten, sondern einem blutigen Piratenüberfall vor langer Zeit. Der kleine Strand wird hauptsächlich von den Einwohnern Ciutadellas zum Baden genutzt.
Westlich von Ciutadella ist eine Ferienstadt aus dem Küstenfels gewachsen. Die Siedlungen Cala en Blanes, Cala en Forcat und Cala en Brut haben sich mit der Siedlung Los Delfines so eng verzahnt, dass kaum zu ermitteln ist, wo welche Ortschaft aufhört. Die Küstenlinie ist mit einer Anzahl von Villen mit traumhaftem Meerblick besetzt.
Jede der Buchten hat zumindest einen kleinen Strand. Der geräumigste ist jener der Cala en Blanes mit etwa 50 m Breite. Weite, menschenleere Strände sucht man hier vergebens. Auffällig sind die Meerwassergeysire, die am Westrand der Cala en Forcat kleine Fontänen in den Himmel blasen. Diese bufadors sind aber nicht auf vulkanische Aktivitäten zurückzuführen, sondern auf ein Höhlen- und Röhrensystem, das auf Wasserdruck reagiert. Ein Hoteltipp: das Almirante Farragut, gediegenes Drei-Sterne-Haus der gehobenen Mittelklasse mit solidem Service und komfortablen Zimmern (472 Zi. | Tel. 971388000 | Fax 971388107 | www.infotelecom.es/hotelalmirantefarragut | Mai-Okt. | €€-€€€).
Klares, türkisfarbenes Wasser, eingefasst in einen Ring aus grauem Kalkstein, im Hintergrund der Sandstreifen und ein kleines Feuchtbiotop, in dem früher Schildkröten lebten: Menorcas Vision vom Paradies. Der Zufahrtsweg ist lang, steinig und gebührenpflichtig (5 Euro pro Auto), und der Strand lässt leider manchmal die gewünschte Sauberkeit vermissen. Nicht selten häuft sich Strandgut am Ufer, und im Wald liegen Picknickabfälle. Zurzeit versorgt nur eine in den Pinien versteckte Bar mit schlichtem Speiseplan die Strandgäste. In den Uferfelsen findet man einige prähistorische Grotten. Nach Westen zweigt ein Fußpfad ab zur Cala Macarelleta, wohin sich Nudisten zurückziehen.
Hierher kommen vor allem Sonntagsangler aus Ciutadella zum Fischen, und Taucher erkunden die abwechslungsreiche Unterwasserwelt. Zugang über einen Küstenpfad von der Platja de Son Xoriguer.
Ein Pionierzentrum der auf Menorca noch relativ jungen Tourismusindustrie. Viel nackter Fels, viele Bauwerke, Hotels, Bars, Villen, Restaurants - und wenig Grün. Der Strand ist weiß und eher grobkörnig. Den Eingang der Bucht bewacht ein alter britischer Wehrturm aus dem 18. Jh. Interessant ist vor allem jene Höhle, die dem Bildhauer und Ortsoriginal Nicolau Cabrisas als Wohnung und Werkstatt dient und die er in vielen Jahren in seine persönliche Vision der Realität umwandelte; die Wände der Behausung sind mit Masken, Gesichtern und Figuren übersät.
Ein freundliches, kleines Familienhotel, das zudem den Vorteil hat, gleich am Strand zu liegen, ist das Bahía (15 Zi. | Tel. 971382644 | Fax 971482704 | €€) mit der Tauschschule Poseidon. Ebenfalls in unmittelbarer Meeresnähe befindet sich das Restaurant Sa Nacra, das internationale Küche bietet (Urbanización Sa Caleta | nahe Hotel Prince | Tel. 971386206 | Mai-Okt. | €€); es ist in einer natürlichen Höhle untergebracht.
Im Nachtclub Pedro's (D'en Clates) wird von Mai bis September allnächtlich ein Feuerwerk aus Lasershows und Karaoke, Flamencoeinlagen und Schaumpartys abgebrannt.
Mit der Cala Macarella ist sie zum Inbegriff der Traumbuchten im Süden Menorcas geworden. Zufahrt ab Ciutadella über den Camí de Sant Joan de Missa, am Abzweig bei Son Vivó links. Nach rund 5 km gabelt sich der Weg; links kommt man zur Cala Macarella, rechts zur Cala En Turqueta. Die Parkplätze sind am Wochenende oft belegt.
Das bekannteste prähistorische Grab der Insel und wahrscheinlich das älteste bekannte Bauwerk Europas. Die mächtigen Sandsteinquader wurden vor ca. 3400 Jahren zusammengefügt und ab 1959 restauriert. Dabei fand das Ausgrabungsteam Schmuckstücke und Reste menschlicher Knochen, was den Gedanken an eine (geplünderte) Grabkammer nahe legte. Der Innenraum der nau (spanisch naveta) ist in zwei Etagen aufgeteilt. Um das Bauwerk rankt sich eine Legende: Zwei Titanen sollen um eine Dame gestritten haben. Als Liebesbeweis sollte der eine einen zweigeschossigen Turm bauen, der andere einen Brunnen graben, bis er auf Wasser stieße. Das Grundwasser floss zuerst. Das erzürnte den anderen Titanen so sehr, dass er einen gewaltigen Stein aus seinem Turm brach (das heutige Eingangsloch) und auf den Brunnenbauer warf. Der Bösewicht ertränkte sich im Brunnen, die Dame starb an gebrochenem Herzen. Der Brunnen ist unter dem Namen Pou de Sa Barrina heute noch bekannt.
Einige Schafe suchen hier nach Kräutern, die aus dem zerklüfteten Fels sprießen. Im Frühjahr nehmen auch Einwohner Ciutadellas die holprige Anfahrt zum Leuchtturm auf der Punta Nati in Kauf (Avda. Francesc B. Moll). Kapern sucht man dann am Kap, die dort im Schatten der Mauern wachsen. Das trostlose Kap wird seit 1913 von einem Leuchtturm gekrönt. Von hier aus hat man eine phantastische Sicht auf das Meer, auf den zerklüfteten Küstenstreifen und auf zwei Buchten im Osten, die Cala es Pous und die Cala es Morts („Totenbucht“). Dieser Name rührt daher, dass im Winter 1910 ein französisches Passagierschiff vor der Bucht auf die Klippen geschleudert wurde und sank. Von den 150 Menschen an Bord überlebte damals nur ein junger Franzose das Unglück, von dem heute noch ein Kreuz und das geborstene, rostende Metallgerippe des Schiffswracks erzählen.
Bevor man auf der Fahrt von Ciutadella hierher (Strecke wie bei Arenal de Son Saura beschrieben) den Turm Torre Saura Vell erreicht, sieht man links das größte prähistorische Siedlungsgebiet der gesamten Balearen. Über 6 ha verstreut und mit einer teilweise verfallenen Schutzmauer umgeben, liegen hier Zisternen, Grundmauern von Wohnräumen, fünf Steintürme (talaiots) und das zentrale Heiligtum, die taula. Das Alter der Anlage ist unbekannt. Sicher ist nur, dass sie bis zum Ende der römischen Besatzung bewohnt war. Eintritt 3 Euro
Märchenhaft, fast unheimlich wirkt diese große prähistorische Siedlung, der heute ein Steineichenhain den Platz streitig macht. Auch hier Räume, Kammern, künstliche Höhlen, Zisternen, ein Steinturm und eine taula, versunken im Schatten der Bäume. Anfahrt über die Landstraße Ciutadella-Maó, km 37, rechts, nach etwa 250 m
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