Reiseführer Menorca: Ciutadella: Sehenswertes

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Ciutadella: Sehenswertes

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Baixada Capllonch

Der Palast Ca'n Squella und der Bischofspalast, Palau Episcopal (beide 17. Jh.), liegen am Rand des Carrer Sant Sebastia und des Carrer del Bisbé. In den stillen Gassen dringt am Morgen noch der Duft frischen Brotes aus mancher alten Bäckerei. Weiter westlich kommen die Treppen in Sicht, die hinunter zum Meer führen. Souvenirstände begleiten links, Boutiquen und Läden rechts die Stufen hinab zum Hafenbecken. Rechts um die Ecke geht's zum Café Balear, Treff zum Tapas- und Fischessen für Urlauber und Insulaner. Das Lokal mit üppigem Mittagsmenü und fangfrischem Meeresgetier ist eine Institution (Tel. 971380005 | mittags €€, abends €€€). Das Café Balear an der Cala en Bosc ist übrigens ein weiteres Café desselben Besitzers.

Bastió de Sa Font

Die ursprüngliche Festung aus dem 14. Jh. wurde 1558 von den Türken zerstört und erst Ende des 17. Jhs. wieder aufgebaut. Das hier untergebrachte Museu Municipal hat multimedial aufgerüstet und dokumentiert mit Funden aus der Vorgeschichte und der Zeit der muselmanischen Besetzung, mit historischen Dokumenten, alten Schriften und anderen Exponaten die Geschichte Menorcas. C/. Portal de Sa Font | Di-Sa 10-14 Uhr

Capella del Sant Crist

An der Ecke Carrer del Seminari und Carrer del Sant Crist steht die Capella del Sant Crist (Baubeginn 1667). Der kleine Kuppelbau war den Schafscherern teuer, die den Hafen von Ciutadella im Mittelalter mit einem seiner wichtigsten Exportprodukte, der Wolle, versorgten.

Castell de Sant Nicolau

Der achteckige Wachturm aus dem 17. Jh. war einst Teil der Stadtbefestigung. Passeig Marítim | Di-Sa 10-13 Uhr

Catedral

Über den Carrer Major d'es Born gelangt man zur Kathedrale an der Plaça de la Catedral. Ihren wuchtigen, kantigen Auftritt verdankt sie nicht zuletzt einer Versteifung des Bauwerks, nachdem ein Teil der Kuppel 1628 eingestürzt war. 1795 wurde der Neubau durch ein päpstliches Edikt zur Kathedrale Menorcas erklärt - was heftige Kritik aus Maó hervorrief. Der heutige Glockenturm geht auf das Minarett einer Moschee zurück, die bis ins 13. Jh. den Platz beherrschte (Besichtigung tgl. 8.30 bis 13 und 18-21 Uhr). Unzählige Anekdoten und Legenden ranken sich um das Gotteshaus. So wird erzählt, zur Zeit des Neubaus habe man die Fensterstöcke verhängen müssen, weil Hunderte von Vögeln beim Gebet in die Kirche eingedrungen seien. Auch wurde die Kathedrale im Lauf der Geschichte zum Zufluchtsort vieler Menschen, die bei den jeweiligen Inselgouverneuren in Ungnade gefallen waren.

Església dei Roser

Gegenüber dem rechten Seiteneingang der Kathedrale, der Porta de la Llum (Lichttor) zweigt der Carrer del Roser nach Süden ab. Nach fünfzig Schritten stößt man auf die schmale Fassade der Església del Roser (Baubeginn 12. Jh.), die heute nur für Ausstellungen geöffnet wird.

Església dei Socors

Im Carrer del Socors werden Stimmen laut. Bisweilen hört man musikalische Fragmente durch die starken Mauern der Església del Socors dringen. Das Augustinerkloster wurde 1648 gegründet, seine Mauern dienen heute als Rahmen für klassische Sommerkonzerte (Festival Musica d'Estiu) sowie als Ausbildungsstätte von Nachwuchsmusikern (Capella Davidica).

Judería

Der Palau Olivar blickt auf die Stirnseite der Kathedrale. Auf Höhe des Palasts begann früher die judería, das Judenviertel (Carrer Palau, Carrer Sant Jeroni und Carrer Sant Francesc), mit einer Reihe schlichter Bürgerhäuser.

Marina

Im Hafen von Ciutadella lassen sich grob das rechte Ufer, für den Gewerbe- und Personenverkehr und das linke Ufer unterscheiden. Links, an der Marina, reihen sich noble Restaurants, die in der Mehrzahl gut betuchte Fischliebhaber bedienen.

Mercat (Markthalle)

In den kleinen, ruhigen Gässchen im Umfeld der Markthalle erreicht die Sonne nur um die Mittagszeit den Boden. Doch spätestens am Mercat, dem Markt, bestimmt wieder südländisches Ambiente das Bild. In dem weiß und dunkelgrün gekachelten Bau nimmt jede Zunft je eine Seite ein. Die Metzger sehen hinüber auf die andere Seite des Carrer de la Palma mit einer Reihe von Gemüseständen und den traditionellen Marktbars.

Palau Salort

Der einzige Palast von Ciutadella, der Besuchern Zugang und Einblick gewährt. Zu sehen sind Salons, Kaminraum und Schlafgemächer, ebenso Bad, Küche und Garten. Im Palast ist nachts eine Bar geöffnet. Pl. d'es Born | Mai-Okt., Mo-Sa 10-14 Uhr

Plaça d'es Born

Der Obelisk auf der Plaça d'es Born erinnert an das „Jahr des Unheils“ (Any de sa Desgracia). Sein Schatten zeigt morgens auf das Rathaus (Ajuntament), einst eine arabische Festung, dann Burg von König Alfons III., der Stadt und Insel von den Mauren befreite, später Residenz etlicher Inselgouverneure. Der heutige Bau stammt aus dem 19. Jh. und dient dem Stadtrat als Sitzungsort. Alljährlich wird hier am 9. Juli die „Schreckensakte“ geöffnet und verlesen. Sie berichtet von den 15000 „Ungläubigen“, die 1558 die Stadt belagerten. Sie erzählt auch von den Helden Ciutadellas, die sieben Tage lang tapfer der Übermacht trotzten. Hinter dem Rathaus überragt eine Aussichtsplattform (Mirador) auf der Bastió des Governador (tgl. 9-13 Uhr) die Stadtmauer und gewährt eine Panoramasicht auf den Hafen.

Ses Voltes

Ses Voltes heißen die Arkadengänge, die den Carrer Josep M. Ouadrado auf beiden Seiten begleiten. Hier wird Ciutadella kommerziell. Einzelhandel und Kleingewerbe blühen im Schatten der Bogen, von denen keiner dem anderen gleicht. Die Bars an der abschließenden Plaça Nova sind meist gut gefüllt. Hauptsächlich Stadtneulinge genießen die Rast bei Cola oder Limonade. Geradeaus geht es zur Plaça Alfons III oder Plaça de Ses Palmeres, wie die Städter sagen, und von da aus über den Camí de Mao inselüberspannend bis zur Ostküste. Richtung Westen zeigt der Carrer Sant Antoni, später Carrer Sant Josep. Hier findet man Restaurants und Cafeterias, die vorwiegend von Einheimischen besucht werden. Rechts stößt man am Ende des Carrer Santa Clara auf einen weiteren Palast, den des Barons von Lluriach (Castell Lluriach), des ersten Adligen Menorcas, eingesetzt von Karl II. nach der Schlacht gegen die arabischen Besatzer an Spaniens Südküste.

Stadtpaläste

Nachmittags zählt der Schatten des Obelisken die Fassaden der Ostflanke der Plaça d'es Born ab. Eine Reihe von Cafés, Andenkenläden und Restaurants findet man in den unteren Etagen der Paläste Palau Torresaura, Palau Vivó und Palau Salort, alle in mares gehalten, jenem atmungsaktiven, goldbraunen Sandstein, der in früheren Zeiten die Klimaanlage ersetzte. Einzig der Palau Salort kann besucht und teilweise besichtigt werden. Die Fassade des benachbarten Palau Vivó weist starke englische Einflüsse auf.

Nach Norden begrenzen den Platz der 1881 gegründete und Anfang der 1990er-Jahre renovierte Cercle Artístic und das Teatre Municipal d'es Born, das Stadttheater. Im „Kunstzirkel“ ist Kunst zwar meist kein Thema, zur Tagespolitik nimmt man jedoch gern und bisweilen lautstark Stellung. Nebenan, im Theater, werden Filme vorgeführt, spielt man Theater und gibt es gelegentlich eine Musikveranstaltung. Gegenüber findet man die Hauptpost, etliche Bars und die Klosterkapelle Sant Francesc, 1627 anstelle eines älteren, von Piraten zerstörten Gotteshauses errichtet.

Reiseforum

Reiseforum Menorca: 2 Einträge

Menorca

Kann Menorca nur empfehlen, nur ein Highlight ist der größte Naturhafen ...

hägar, 19.06.08, 13:29

Reiseforum Menorca: 2 Einträge

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Wer sich in der Nähe von Binibequer aufhält sollte Abends unbedingt einen ...

gabue, 18.07.08, 14:23

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