Reiseführer Andalusien: Córdoba: Sehenswertes

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Córdoba: Sehenswertes

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Alcázar de los Reyes Cristianos

Alfons XI. ließ im 14. Jh. den Palast der Christlichen Könige bauen, nachdem Ferdinand der Heilige 1236 fünf Jahrhunderte arabischer Herrschaft in Córdoba beendet hatte. Ungewöhnlich für einen christlichen Palast jener Zeit sind die Baños Reales (Königliche Bäder), eingerichtet nach maurischem Vorbild. Die Torre de la Inquisición erinnert an die dunkle Geschichte des Palasts, der von 1482 bis 1821 als Sitz der Inquisition in Córdoba diente. Zu besichtigen sind heute auch Funde aus römischer Zeit wie Mosaiken und ein Sarkophag. Am Ende des Rundgangs durch den Alcázar lädt ein schön angelegter Garten zum Bummeln und Entspannen ein. | Mai/Juni, Sept.-Mitte Oktober Di-Sa 10-14 und 17.30-19.30, Juli/Aug. Di-Sa 8.30-14.30, MitteOktoberbis April Di-Sa 10-14 und 16.30 bis 18.30, So ganzjährig 9.30-14.30 Uhr | Eintritt 4 Euro, Mi Eintritt frei

Casa de Sefarad

Das Leben der Sefardim (spanische Juden, die seit 1492 im Exil lebten) wird in einem historischen Gebäude der Judería lebendig. Interessante Ausstellungsstücke, schöne Bibliothek; gelegentlich finden auch Konzerte statt. | Mo-Sa 10-18, So 11-14 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.casadesefarad.com

Judería

Zur Zeit des Kalifats Mitte des 10. Jhs. zogen viele Juden nach Córdoba in die Straßen rund um die Mezquita. Die Zeit religiöser Toleranz endete im 14. Jh. unter christlicher Herrschaft. 1391 fanden die schlimmsten Pogrome statt; unter den Katholischen Königen wurden 1492 die verbliebenen Juden endgültig vertrieben. Heute ist das ehemalige Judenviertel Unesco-Welterbe und von Touristen überlaufen. Enge Straßen, weiß gekalkte Häuser und nach Blumen duftende Höfe erfreuen die Sinne. Kein Córdoba-Besuch ohne einen Abstecher in die Calleja de las Flores, das „Blumengässchen“. In der C/Judíos, 20 ist die einzige erhaltene Synagoge Andalusiens zu besichtigen, 1315 unter der Herrschaft Alfons' XI. im Mudéjarstil errichtet. | Di-Sa 9.30-14, 15.30-17.30, So 9.30-13.30 Uhr | Eintritt für EU-Bürger frei

Mezquita

Wer das Innere der Moschee durch die Puerta de las Palmas betritt, findet sich mit einem Mal in einem Zauberwald aus steinernen Säulen wieder, doppelt überspannt von langen Reihen rotweißer Bögen. Die annähernd quadratische Mezquita scheint auf den ersten Blick in perfektem Gleichmaß errichtet zu sein. Doch mit jedem Schritt, den Sie als Besucher tun, gibt sie ihre Vielgestaltigkeit preis. Die maurischen Herrscher Córdobas begannen mit dem Bau der Moschee 785 an Stelle einer Basilika, die sie den Christen abgekauft hatten. Ihre heutigen Ausmaße erreichte die Mezquita erst um die erste Jahrtausendwende nach drei großen Erweiterungen. Durchwandern Sie die Anlage gegen den Uhrzeigersinn, so folgen Sie ihrer Chronologie. Die Säulen im ersten Viertel hinter dem Eingang entstammen römischen und westgotischen Bauten; die Bögen darüber sind aus weißgelbem Sandstein und roten Ziegeln zusammengesetzt. An der Südostseite, dem Eingang gegenüber, findet sich der Mihrab, die prächtige Gebetsnische, die während der zweiten großen Erweiterung Mitte des 10. Jhs. entstand. Der letzte Bauabschnitt, der die Mezquita nach Nordosten ausdehnte, ist der anspruchsloseste; die Bögen über den Säulen sind hier nur noch bemalt.

Die Christen nutzten die Mezquita nach der Eroberung Córdobas 1236 als Kirche. Das märchenhafte Gebetshaus gefiel ihnen. Während der folgenden 300 Jahre begnügten sie sich damit, kleinere Kapellen einzufügen, die den Gesamteindruck der früheren Moschee kaum berührten. Doch der Bischof Alonso Manrique drängte im 16. Jh. auf den Bau einer Kathedrale. Gegen den heftigen Protest der Bevölkerung wurde der Mezquita eine Renaissancekirche eingepflanzt - ein Speerstich ins Herz der maurischen Schönen. Bis heute hat niemand gewagt, das Ergebnis dieses architektonischen Frevels wieder zu beseitigen. Ironie der Geschichte, dass der Prachtbau der Moslems der katholischen Kirche gehört und auf Stadtplänen korrekt als „Mezquita Catedral“ auftaucht. | März-Okt. Mo bis Sa 10-18.30, So 8.30-10 und 14 bis 18.30, Nov.-Feb. Mo-Sa 10-17, So 8.30-10 und 14-17 Uhr | Eintritt 8 Euro | Messe Mo-Sa 9.30, So 11 Uhr

Museo Arqueológico

Córdobas faszinierendes Archäologisches Museum bietet Keramik aus dem Neolithikum, Kalksteinskulpturen der Iberischen Kultur (6.-3. Jh. v. Chr.), römische Mosaike und islamische Kunst aus der Blütezeit Córdobas um die erste Jahrtausendwende. | Di 14.30-20.30, Mi-Sa 9-20.30, So 9-14.30 Uhr | Plaza de Jerónimo Páez 7 | Eintritt für EU-Bürger frei

Museo bellas artes

Das Museum wurde 1862 vom Vater des Malers Julio Romero de Torres gegründet. Zu sehen sind spanische Meister wie Murillo, Ribera, Zurbarán, Goya. | Di 14.30-20.30, Mi-Sa 9-20.30, So 9-14.30 Uhr | Plaza del Potro | Eintritt für EU-Bürger frei

Palacio de los Marqueses de Viana

Córdobas prachtvollster Adelspalast geht auf das 14. Jh. zurück und ist immer wieder erweitert worden. Heute umschließt er 12 Höfe und einen Garten. Juni-Sept. Mo-Sa 9-14, Okt.-Mai Mo-Fr 10-13 und 16-18 Uhr | Plaza Don Gome 2 | Eintritt 6 Euro, nur die Höfe 3 Euro

Plaza de los Dolores

Auf dem kleinen „Schmerzensplatz“ ist ein steinerner Christus (Cristo de los Faroles) von merkwürdigen schmiedeeisernen Laternen umringt.

Plaza del Potro

Gemütlicher Dorfplatz mitten in der Stadt, beherrscht von der Fassade des Museo de Bellas Artes im plateresken Stil, einem Baustil der spanischen Spätgotik. Das sich aufbäumende Fohlen über dem Renaissancebrunnen in der Platzmitte ist ein Wahrzeichen Córdobas. In der angrenzenden Posada del Potro (15. Jh.) übernachtete einst Cervantes, der sie in seinem „Don Quijote“ verewigte.

Puerta de Almodóvar

Wenn Sie durch das mächtige mittelalterliche Tor am nordwestlichen Ende der Judería aus der Innenstadt hinausgehen, finden Sie links die Calle Cairuan, die an einem gut erhaltenen Teil der maurischen Stadtmauer entlangführt. Dabei stoßen Sie auf eine Statue des in Córdoba geborenen moslemischen Philosophen Averroes (1126-1198). Seinem Freund, dem jüdischen Denker Maimónides (1135-1204), ist auf der Plaza de Tiberiades an der C/Judíos ein Denkmal gesetzt.

Torre de la Calahorra

In dem ehemaligen Festungsturm (1369) ist das populäre „Museum der Drei Kulturen“ untergebracht, das Besuchern das Leben von Moslems, Christen und Juden zur Zeit des Kalifats nahe bringt - allerdings eher romantisch verklärend als wirklich informativ. Von hier aus bietet sich ein Postkartenblick über den Guadalquivir und die Puente Romano - die Römische Brücke, die auf Fundamenten aus der Zeit Kaiser Augustus' ruht - sowie auf die Mezquita. | Tgl. 10-14 und 16.30-20.30, Okt.-April 10-18 Uhr | Eintritt 4,50 Euro

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kate, 14.01.08, 18:54

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