Temeswar (Timişoara): Ziele in der Region
Lipova
In dem Städtchen (11000 Ew.) liegt die imposante barocke, zweitürmige Wallfahrtskirche Maria Radna weithin sichtbar auf einem Hügel. Den ansteigenden Fußweg zum Eingang säumen überlebensgroße Heiligenfiguren, Furcht erregend und faszinierend zugleich. Ursprünglich war hier ein Dominikanerkloster angesiedelt. Jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt am 15. August herrscht rund um Kirche und Kloster großes Wallfahrtsgedränge und Jahrmarktstreiben. In der Riesenkirche, die 5000 Menschen Platz bietet, gibt es dann nicht einmal mehr Stehplätze. | 60 km nordöstl.
Naturpark Retezat
In die wildeste Berglandschaft Rumäniens verirren sich nur wenige Wanderer. Geübte Bergsteiger wagen sich auf den 2511 m hohen Gipfel Peleaga. Im 540 km² großen, unter Naturschutz stehenden Paradies gibt es richtige Urwälder. 80 Gletscherseen blitzen in den Schluchten auf. Braunbären spazieren umher. Übernachten kann man im Zelt, aber inzwischen auch in komfortablen Pensionen, die einsam in der Wildnis liegen, z.B. in der Hütte Codrin (20 Betten | Vollpension möglich | Tel. 0724/793620 | Tel. 021/411309 | www.codrin.ro | €). Die letzten 6 km der Zufahrt führen über einen ungepflasterten Forstweg. Hausherr Ciprian Traila vermittelt auch Quartiere in anderen Hütten und organisiert Gruppenbergtouren. Nächste Städte sind Haţeg im Norden, Caransebeş im Westen und Petroşani im Osten. | 100 km südöstl.
Sarmizegetusa
Sein Name ist ein Zungenbrecher, und auch sonst hat es der Ort in sich: Ruinen aus der Römerzeit mit Überresten von Forum Romanum und Tempeln liegen verstreut und völlig vernachlässigt auf einem Feld direkt an der Landstraße. Es sollen Teile einer Römerfestung sein, die auf den Fundamenten einer mutmaßlichen Burg der Daker gebaut wurde. Deren König Decebal wird nachgesagt, von hier aus regiert zu haben, bis ihn der römische Kaiser Trajan 106 n. Chr. besiegte. Alles wirkt ausgesprochen kurios, inmitten von Wiesen, Bauernhöfen, Kühen und Federvieh. Die Mauern bestehen aus denselben Steinen, die die Bauern noch heute für ihre Zäune benutzen: dicke Kieselsteine aus dem nahen Bach. | 150 km südöstl.