Idylle und Strenge vereint diese Klosteranlage von 1609 auf einer grünen Wiese. Die ganz untypisch schlanke und hohe Kirche ist umgeben von einem quadratisch angeordneten Trakt mit den Zellen der Nonnen und von außen durch hohe Mauern befestigt. In der Schatzkammer sind kostbare Handschriften, Ikonen und Miniaturen, zum Teil Werke des Klostergründers Anastasie Crimca zu betrachten. | 12 km nördl.
Aus der Ferne wirkt diese Klosterkirche aus dem Jahr 1530 eher unscheinbar, wie hingetupft in die Landschaft. Doch aus der Nähe leuchten plötzlich ihre Außenfresken mit ungewöhnlich dominierenden Rottönen auf. Die Innenfresken sind die ältesten und reichsten in der Region. | 40 km westl.
Charakteristisch für das befestigte Kloster (1532) ist die dominante gelbe Farbe auf den Fresken. Die Motive entsprechen wie in Humor einem Kanon: Außen ist die Belagerung Konstantinopels, im Eingangsportal das Jüngste Gericht dargestellt. Im Altarraum ist das Bildnis des Stifters, Fürst Petru Rareş, zu sehen. Sein kunstvoll geschnitzter Thron steht im Klostermuseum (tgl. 10-18 Uhr), zusammen mit kostbaren alten Manuskripten, Stickereien und dekorativer Keramik. | 75 km westl.
Dies ist das legendäre Kloster, das Fürst Stefan der Große 1466 nach seinem ersten Sieg über die Türken bauen ließ. Es wird erzählt, er habe sich nach der gewonnenen Schlacht auf einen Hügel gestellt und einen Pfeil abgeschossen. Dessen Landepunkt wurde der Baugrund für das Kloster Putna, das sich in eine kleine Senke kuschelt, umgeben von Tannenhainen. Hier wurde Stefan auch begraben.
Die Klosterkirche besitzt ausschließlich Innenfresken. Bemerkenswert sind auch die kunstvoll mit Goldfäden bestickten Vorhänge, die die Öffnungen der Ikonostase bedecken. Außen am Gebäude signalisieren barocke Arkaden die Spuren des Katholizismus, den die Habsburger dem Kloster im 16. und 17. Jh. aufgezwungen haben. Heute leben in Putna etwa noch 60 Mönche. Sie treiben Landwirtschaft und malen Ikonen. Im Klostermuseum (tgl. 10-16 Uhr) gibt es Miniaturen, alte Bibeln, Stickereien und Gewänder zu sehen. | 66 km nordwestl.
Kurios ist an dieser Klosterkirche, dass die westliche Außenfassade keine Fresken trägt. Der Sage nach soll der Maler während der Arbeit vom Gerüst hinab in den Tod gestürzt sein. Und keiner seiner Gesellen soll gewagt haben, des Meisters Werk zu vollenden.
Suceviţa (1581) gilt gemeinhin als das „Testament“ der moldauischen sakralen Baukunst: Es ist das letzte Kloster, das während der Regierungszeit Fürst Stefans gebaut wurde. Bei seinen Außenfresken dominieren die Farben Grün und Rot. Im Klostermuseum (tgl. 8-20 Uhr) gibt es unter anderem eine goldene Kapsel mit einem Haarbüschel des Stifters Ieremia Movila zu bewundern sowie seinen bestickten Sargdeckel. | 56 km westl.
Mit den prächtigsten Fresken der Bukowina hat dieses Kloster die Kunstgeschichte geprägt. Die blaue Farbe der Außenfresken ist als Voroneţblau ein Begriff in der internationalen Fachsprache geworden, ähnlich dem Tizianrot. Auch die anderen Farben sind hier am intensivsten. Daher gilt Voroneţ, ebenfalls eine Stiftung von Stefan dem Großen, als „Sixtinische Kapelle des Ostens“. Gebaut wurde die Kirche 1488, die Fresken stammen von 1547. Das Fresko an der Westseite, eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, war zur Zeit seiner Entstehung durchaus auch ein politisches Propagandawerk. Denn die Sünder in der Hölle sind als Türken dargestellt, darunter sogar Mohammed, der Prophet des Islam. Fürst Stefan und sein Sohn Petru Rareş verstanden sich als Verteidiger der Christenheit und zeigten dies, wo sie nur konnten. | 40 km südwestl.
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