Highlights
Aragoneserburg/Castello Aragonese
Seitdem Hieron, Tyrann von Syrakus, nach der Eroberung der Insel im Jahr 474 v. Chr. auf dem 112 m hohen Basaltfelsen vor der Ostküste ein Kastell erbauen ließ, wurde diese Festung zum Zentrum und Symbol der wechselhaften Geschichte Ischias. Seit 1441 verbindet ein fester Damm den Felsen mit der Insel. Die größten Zerstörungen verursachte 1809 die Kanonade der englischen Flotte während der Napoleonischen Kriege. Seit 1912 gehört die Burganlage der Familie Mattera, heute den Brüdern Antonio und Gabriele Mattera. Letzterer ist ein renommierter Künstler, dessen Bilder das burgeigene Hotel Il Monastero schmücken.
Beeindruckend ist der 475 m lange, 10 m breite und bis zu 5 m hohe Tunnelgang, Teil einer fast unbezwingbaren Befestigungsanlage. Zum Burgkomplex zählen mehrere Kirchen, eine davon wird für Kunstausstellungen genutzt. Sie gehörte zum angrenzenden Klarissenkloster aus dem 16. Jh. Auf gruselig sonderbare Weise wurden die Nonnen beigesetzt. In zwei niedrigen Räumen sind noch zehn mit Löchern versehene Steinplatten zu besichtigen, auf die die Leichen unter einem Kreuzzeichen gesetzt wurden. Ihre sich auflösenden sterblichen Überreste fielen mit dem Fortschreiten der Zeit in die unterhalb stehenden Steingefäße. Nach diesem Schreck erholt man sich auf der Aussichtsterrasse des Cafés Il Terrazzo oder in der Cafeteria Il Monastero. Öffnungszeit der Burg: tgl. 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 10 Euro inkl. Lift
Wie Papst Johannes Paul II. im Jahr 2002 die Aragoneserburg - als Symbol Ischias - segnet, ist auf einer riesigen, bunten Majolika-Tafel an einer Mauer vor dem Damm von Ischia Ponte verewigt.