Die Wanderung zieht sich quer über die Insel, zeigt deren ausgesprochen bewegtes Landschaftsbild und erreicht mit dem Monte Epomeo ihren höchsten Punkt und herrlichsten Überblick. Sie ist lang (ca. 5,5-6,5 Stunden bei immerhin 780 m Höhenunterschied) und durch einige steinige, steile Anstiege streckenweise beschwerlich. Zur Orientierung ist eine aktuelle, detaillierte Wanderkarte unbedingt erforderlich, die Sie z.B. bei den Touristeninformationen erwerben können.
Verlassen Sie Ischia Porto über die Gasse Via Quercia, die von der Piazza Trieste (mit Bar und Touristeninformation) landeinwärts führt, überqueren die SS 270 und gehen die Via Nuova dei Conti hinauf Richtung Fiaiano, vorbei an der Kirche Santa Anna und dem mit Pinien bewachsenen Kratergebiet L'Arso. Folgen Sie in Fiaiano (202 m, 1 Stunde) zunächst der Straße zum Monte Rotaro, kürzen eine weite Serpentine über einen Treppenpfad ab und biegen nach 100 m von der Straße links ab auf ein Sträßchen, das sich bald in Stufen und dann als Naturweg fortsetzt. Dieser flankiert - man hält sich rechts - das Tal Cava Bianca, überquert einen Wasserlauf, führt an einer Trockenmauer und an einem Waldstück vorbei, bis er sich erneut gabelt.
Auf dem rechts abzweigenden Weg geht es die bewaldeten Flanken des Monte Trippodi (503 m) entlang und sich links haltend über den Sattel Piano di San Paolo auf einen Picknickplatz. Jetzt heißt es aufpassen, denn verschiedene Wege kreuzen sich! Schlagen Sie den mittleren Pfad nach Westen ein, folgen nach wenigen Schritten der linken Abzweigung und halten Sie sich dann bei der nächsten Gabelung rechts. Bald führt der Weg durch eine kleine Schlucht, schon längst mit Blick auf den Monte Epomeo. Schließlich überqueren Sie eine Straße, die Zufahrt zu einer abgeschlossenen Militäranlage. Ein Stück weiter trifft der Weg auf die klassische Epomeo-Route, die von Fontana hinaufführt. Bis zum Gipfel (787 m) mit seiner atemberaubenden Aussicht und der Einsiedelei San Nicola sind vom Ausgangspunkt in Ischia Porto nun etwa dreieinhalb Stunden vergangen.
Weiter folgt die Durchquerung Ischias zu Fuß nun dem Abstieg vom Epomeo-Gipfel in Richtung der Einsiedelei Santa Maria del Monte. Klettern Sie von der Spitze wieder herunter auf die Tuffplatten und schlagen Sie den rechts abzweigenden Weg ein. Bei einer kurz darauf folgenden Kreuzung nehmen Sie erneut den rechten Weg: Es geht über glatt gewetztes Gestein steil hinunter, doch der gut sichtbar gelb markierte Weg wird bald durch einen schattigen Wald führen, immer geradeaus bis zur Einsiedelei.
Im Wald entdecken Sie die für Ischias alte Architektur typischen Höhlenhäuser im Tuffstein. Der weiche Fels lässt sich leicht aushöhlen und dient als kühle Wohnung oder als Weinkeller. Die Wallfahrtskirche Santa Maria del Monte, die Sie nach etwa 1 Stunde erreichen, ist auch aus Tuffstein gebaut, genauso wie die vorher erwähnte, bekanntere Einsiedelei San Nicola am Gipfel des Monte Epomeo. Beide dienten der Bevölkerung vom 16. bis zum 18. Jh. als idealer Zufluchtsort und als Versteck vor den gefürchteten Überfällen der muslimischen Seeräuber.
Nun heißt es, sich zu entscheiden: Entweder, den Weg nach Forio auf steilen Pfaden durch Weinterrassen (ca. 1 Stunde) nehmen, oder aber dem um mindestens 1 Stunde längeren Weg Richtung Süden durch eine regelrechte Mondlandschaft aus grünlich schimmernden Tuffsteinformationen folgen, die im 720 m hohen Felsen Pietra dell'Acqua gipfeln. Diverse Pfade führen weiter abwärts nach Ciglio oder Serrara, beides Ortschaften, die an der SS 270 liegen, was die Möglichkeit bietet, mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurückzugelangen.
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