Eine ideale Wanderung - auch für Anfänger - von insgesamt 50 km, für die Sie vier Tage einplanen sollten. Die Etappen sind relativ kurz, ohne gravierende Höhenunterschiede und gut markiert. Sie laufen zu Füßen des zweitgrößten Gletschers Islands, des Langjökull, inmitten einer abwechslungsreichen Lavalandschaft. Übernachten können Sie zwar in Hütten, aber Zelt, Schlafsack, Verpflegung und gute, wetterfeste Ausrüstung sind ein Muss. Außerdem brauchen Sie eine aktuelle Wanderkarte. Täglich fahren in den Sommermonaten die Busse von Reykjavík und Akureyri über die Hochlandpiste Kjölur. Sagen Sie beim Einsteigen, dass Sie nach Hvítárnes wollen, der Busfahrer lässt Sie entsprechend aussteigen
Am ersten Tag folgen Sie der 8 km langen Piste bis zur Hütte Hvítárnes am See Hvítárvatn am Ostrand des Langjökull. Hier kalbt der Gletscher Nyrðriskriðjökull in den See, auf dem immer kleine Eisberge schwimmen. Die Hütte mit dem roten Dach wurde 1930 errichtet, und direkt neben ihr sind noch die Ruinen eines Hofes zu sehen. Vermutlich haben sich hier schon im 9. Jh. Siedler niedergelassen, da der See ein guter Fischgrund war.
Am zweiten Tag wandern Sie 12 km bis zur Hütte Þverbrekknamúli. Zunächst orientieren Sie sich an den Steinwarten östlich der Hütte, die den alten Kjalvegur markieren. Sie folgen dem gut zu erkennenden Weg in nordöstlicher Richtung entlang des Flusses Fúlakvísl. Besonders beeindruckend in der Weite ist der Tafelberg Hrútfell (1410 m), im Osten fällt der Gebirgszug Kerlingarfjöll auf. Nachdem Sie das Sumpfgebiet Þverbrekknaver durchquert haben, führt eine Brücke über den Fluss, und Sticks leiten Sie zur Hütte. Þverbrekknamúli ist ein guter Ausgangspunkt für Bergtouren auf den Hrútfell oder auch zur 15 km entfernten Felsformation Fjallkirkja auf dem Langjökull. Dort steht die Hütte Kirkjuból des isländischen Vereins für Glaziologen.
Die Etappe des dritten Tages beträgt 15 km. Zurück zur Brücke und dann weiter den alten Kjalvegur entlang. Da Sie keine weiteren Flüsse queren werden, sollten Sie Wasser von den Bächen an der Hütte mitnehmen. Der Weg geht zunächst parallel zum Fúlakvísl, der hier in einer engen Schlucht fließt. Im weiteren Verlauf orientieren Sie sich nördlich auf den Berg Þjófafell (960 m) hin. Sie gelangen zu dem Bach Þjófadalaá mit seinen grünen Ufern. Der Bach führt Sie in das Tal Þjófadalir westlich des Berges, wo die nächste Hütte steht. Das geschützte Tal war in früheren Zeiten ein beliebtes Versteck für Diebe und Wegelagerer, daher sein Name „Tal der Diebe“. Von hier aus können Sie Wanderungen auf den Rauðkollur (1060 m) oder zum Krater Strýtur unternehmen.
Am vierten Tag müssen 12 km zurückgelegt werden. Zunächst auf den Pass Þröskuldur, wo Sie auf die Jeepspur nach Hveravellir stoßen. Der einfachste Weg ist, ihr zu folgen. In Hveravellir können Sie sich dann von den Mühen der Wanderung bei einem Bad in Thermalquellwasser erholen, aber auf dem gut ausgestatteten Zeltplatz mit Hütte gibt es auch Duschen.
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