Reiseführer Zakinthos - Ithaki - Kefallinia - Lefkas: Zákinthos: Sehenswertes

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Zákinthos: Sehenswertes

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Agalás

Im Zentrum des weltabgeschiedenen Dorfs zeigt ein Wegweiser mit der Aufschrift „Venetian Wells“ zu den 1500 m entfernten Andrónios Wells, elf gut erhaltene Zisternen aus venezianischer Zeit. Sie liegen idyllisch in einem von Weinreben bestandenen Hochtal (frei zugänglich; vom Dorf aus dem Wegweiser folgen und dann an der Gabelung weiter geradeaus, bis der Asphalt endet).

Auf dem Weg zu den Zisternen sieht man auf der gegenüberliegenden Seite des Tals eine Höhlenöffnung im Fels, zu der man anschließend fahren kann. Die doppelstöckige, Spíleo tou Damianoú genannte Höhle ist 200 m vom Parkplatz entfernt, der schöne Weg ist das eigentliche Ziel. Im Dorfzentrum lohnt schließlich direkt an der Hauptstraße Richtung Kilioméno die Art Gallery (tgl. 10-14.30 Uhr u. Mo-Sa 18-21 Uhr) einen Kurzbesuch.

Ágios Nikólaos/Skinári

Der kleine Ort an der Bucht von Skinári zählt nur 30 ständige Bewohner, ist aber der zweitwichtigste Hafen der Insel. Von hier aus fahren nicht nur Ausflugsboote zu den Blauen Grotten und zum Schiffswrackstrand, sondern zweimal täglich auch Autofähren nach Pessáda auf Kefalloniá. Der Ortsstrand aus Sand und Kieselsteinen ist nur etwa 100 m lang.

Alikés

Der besonders von britischen Urlaubern geschätzte, nur locker bebaute Küstenort am Rand nicht mehr wirtschaftlich genutzter Salinen liegt abseits aller Durchgangsstraßen direkt an einem kilometerlangen, schmalen Sandstrand. Abends sind hier fast mehr Pferdekutschen als Autos unterwegs. Das Preisniveau ist auffällig niedrig. Reizvoll ist der kleine Fischerhafen in einer Flussmündung. Etwa 150 m flussaufwärts überspannt eine sechsbogige Brücke aus venezianischer Zeit das Gewässer.

Áno Gerakári

Am höchsten Punkt des Binnendorfs bietet der Vorhof der Kirche Ágios Nikólaos einen sehr guten Blick über die Insel. Sein Auto lässt man am besten schon vor dem Dorfeingang stehen, da es im Dorf und oben an der Kirche kaum Parkmöglichkeiten gibt.

Argássi

Der vor allem bei Briten beliebte Urlaubsort erstreckt sich entlang eines langen, schmalen Sandstrandes und der Hauptstraße auf die Skopós-Halbinsel, wuchert aber auch immer weiter landeinwärts aus. Schön ist der Blick auf Zákinthos-Stadt. Einzig eine dreibogige Brücke aus dem Jahr 1803, als die Insel unter britischer Verwaltung stand, zeugt davon, dass Argássi auch vor den Zeiten des Massentourismus schon bewohnt war. Die Brücke steht heute funktionslos auf dem Strand vor dem Hotel Xénos Kamára Beach (aus Richtung Stadt 30 m hinter der Tankstelle).

Blaue Grotten/Galázia Spílea

Die Blauen Grotten von Zákinthos stehen ihren Namensvettern auf Capri in nichts nach. Vorbei an natürlichen Felsentoren und bizarren Küstenformationen fährt man mit dem Boot in die Höhlen hinein und kann dort im glasklaren, blau und türkis schimmernden Wasser schwimmen. Boote zu den Grotten fahren in bedarfsgemäßen Abständen ab Ágios Nikólaos/Skinári und von der Mole unterhalb des Leuchtturms am Kap Skinári. Außerdem gibt es Bootstouren dorthin ab Zákinthos-Stadt und ab Makrís Gialós.

Bocháli

Das Dorf auf dem lang gestreckten Hügelzug oberhalb der Inselhauptstadt ist ein ideales Ziel für den späten Nachmittag und frühen Abend. Zunächst kann man die weitläufige venezianische Festung Bocháli (Mai, Juni, Sept. tgl. 8-19 Uhr, Juli, Aug. tgl. 8-20 Uhr, Okt.-April tgl. 8-14.30 Uhr | Eintritt 3 Euro) besuchen, die fast vollständig von alten Pinien bewachsen ist. Sie bilden hier einen richtigen Wald. Die Außenmauern und Tore sind gut erhalten, von den übrigen Bauten wie Pulvermagazinen, Kirchen und Kasernen ist nur wenig erhalten. Auf dem höchsten Punkt der Festung steht strategisch günstig eine Cafébar. Gebührenfreie Parkplätze direkt vor dem Eingang zur Festung

Nach dem Besuch der Festung können Sie dann zum etwa 400 m entfernten Hauptplatz des Dorfs bummeln, der direkt über dem Steilhang des Hügelzugs liegt. Der Blick hinunter auf die Stadt, den Hafen und den Peloponnes ist grandios. Gebührenpflichtiger Privatparkplatz an der Dorfstraße.

Éxo Chória

Die Platía des Binnendorfs mit ihrer riesigen, uralten Platane liegt an der Inselrundstraße. Von hier aus gelangt man auch zu den nur 50 m entfernten, über zwei Dutzend venezianischen Zisternen, die direkt neben der Hauptstraße in Richtung Volimés auf einem Feld stehen. Sie sind allerdings viel schlechter erhalten als die von Agalás.

Gíri

Das am höchsten gelegene Inseldorf ist ein besonders schöner, ursprünglicher Ort. In seiner Umgebung zeugen einige Windmühlenstümpfe und alte Dreschplätze vom früher hier intensiv betriebenen Getreideanbau. Das Erdbeben von 1953 hat in Gíri kaum Schäden angerichtet. Einen Blick lohnt die Steinmetzwerkstatt am Dorfeingang, in der häufig Reliefs aus zakinthischem Kalkstein gearbeitet werden.

Das kafeníon gegenüber der dem Propheten Elias geweihten Dorfkirche gleicht einem kleinen volkskundlichen Museum. Die Besitzer haben im Hof des Bauernhauses zahlreiche alte landwirtschaftliche Geräte aufgestellt, darunter eine Traubenpresse und einen Pflug.

Kalamáki

Kalamáki hat einen ebenso schönen Sandstrand wie das benachbarte Laganás, ist jedoch viel ruhiger. Hotels und Pensionen reihen sich nicht nur an der 200 m langen Dorfstraße aneinander, sondern stehen auch locker verteilt in den Feldern, die Kalamáki noch umgeben.

Kalipádo

In dem Binnendorf ist die größte private Weinkellerei der Insel ansässig: Callínico (tgl. 9-21 Uhr | Zufahrt an der Hauptstraße aus Zákinthos-Stadt ausgeschildert). Hier können Sie nicht nur eine kostenlose Weinprobe genießen und Wein kaufen, sondern auch eine kleine Ausstellung besichtigen mit historischen Maschinen und Eichenholzfässern der Kellerei, einer Traubenpresse und Körben, in denen die Trauben einst zur Kellerei getragen wurden.

Kambí

Kambí ist ein Dorf, das Urlauber gern aufsuchen, um den Sonnenuntergang und die Steilküste zu erleben. Ein großes Kreuz an dieser Steilküste erinnert daran, dass hier 1944 während des griechischen Bürgerkrieges eine unbekannte Zahl linker Partisanen von ihren rechten Gegnern ins Meer gestürzt wurde. An der Straße vom Dorf hinauf zum Kreuz liegen links der Straße einige frei zugängliche Schachtgräber aus mykenischer Zeit.

Kerí/Límni Kerioú

Kerí

ist ein vom Tourismus unberührtes, schönes Bergdorf (550 Ew.) mit urigen kafenía, die auch Gemischtwarenläden sind. Die Kirche Panagía tis Keriótissas besitzt einen eindrucksvollen Glockenturm und eine holzgeschnitzte Ikonostase aus dem Jahr 1745.

Aus dem Zentrum führt eine Straße zum 2 km entfernten Leuchtturm am Kap Kerí. Der Blick von hier die über 100 m hohe Steilküste entlang ist grandios. Im Hafenort Límni Kerioú, dem Tauchsportzentrum der Insel, ist die mit Herodoto's Spring ausgeschilderte Quelle sehenswert, aus der nicht nur Wasser, sondern auch schwarzes Pech quillt. Man kann es mit bereitliegenden Stäben herausfischen. Der kurze Kiesstrand von Límni Kerioú lädt zum Baden ein; stündlich starten vom Hafen aus Bootsfahrten entlang der Steilküste zu den Meeresgrotten von Kerí.

Kloster Ágios Georgíou Kremnón

Das einsam in einem Wald nahe der Steilküste gelegene Kloster gleicht einer Festung. Bis vor Kurzem lebte hier noch ein einziger Mönch, jetzt ist das Kloster völlig verwaist. Hinter den hohen Mauern verbergen sich ein Wehrturm mit mehreren Pechnasen aus dem 16. Jh. und die schöne, im 18. Jh. barock ausgestattete Klosterkirche. In einem Olivenbaum gegenüber dem Eingang zum Kloster hängen vier neue Glocken, auf denen die Namen der Stifter zu lesen sind.

Kloster Anafonitría

Das nicht mehr bewohnte Kloster am Rand des gleichnamigen Dorfs betritt man durch einen massiven Torturm aus dem 15. Jh., an dem sich Kapernsträucher emporranken. Auf dem Turm weht die gelbe byzantinische Flagge mit dem schwarzen Doppelkopfadler. Die Klosterkirche mit Fresken aus dem 17. Jh. ist gut erhalten, zu erkennen sind auch noch der alte Backofen und die Olivenpresse der Mönche. In diesem Kloster verbrachte der Inselheilige Dioníssios seine letzten Lebensjahre als Abt. In dieser Zeit bewies er wahrhaft christliche Nächstenliebe: Er bot dem Mörder seines Bruders im Kloster Asyl. | Klosterhof frei zugänglich, Kirche tgl. 9-13 u. 17-20 Uhr | Eintritt frei

Koríthi

Vom nördlichsten Dorf der Insel führt eine schmale Asphaltstraße bis zum Kap Skinári im äußersten Inselnorden. Unterhalb des Leuchtturms dort werden von einem kurzen Kai aus Bootsfahrten zu den Blauen Grotten angeboten, die man von hier aus auch mit dem Glasbodenboot unternehmen kann.

Laganás

Der mit dem benachbarten Kalamáki zusammenwachsende bedeutendste Urlaubsort der Insel liegt nahe der Einflugschneise des Flughafens. Wer sich an seinem zugegeben schönen Sandstrand sonnt, gefährdet den Fortbestand der im Meer lebenden Unechten Karettschildkröte. Viele deutsche Reiseveranstalter haben Laganás darum aus ihrem Programm gestrichen. Dennoch wuchert die Siedlung immer weiter am Strand entlang und immer tiefer ins Hinterland hinein. Die lange, vom Strand landeinwärts führende Hauptstraße des Ortes ist mit Bars und Musikclubs gespickt, auch der erste McDonald's der Insel ist hier zu finden. Alles ist britisch geprägt, Restaurants bieten sonntags Sunday Roast with Yorkshire Pudding an, in den Bars unterhält man die Gäste mit Quiz, Karaoke und Sportübertragungen auf Großbildschirmen.

Loúcha

Das am Rand eines Hochtals gelegene, nur noch von wenigen alten Menschen bewohnte Dorf ist weder durch das Erdbeben von 1953 noch durch Neubauten in späterer Zeit verändert worden. Hier kann man deshalb noch erkennen, wie zakinthische Dörfer vor 50 und mehr Jahren aussahen.

Macherádo

Die Kirche Agía Mávra (tgl. von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang | Eintritt frei) im großen Binnendorf Macherádo (900 Ew.) ist das bedeutendste Wallfahrtsziel der Insel. Der Ikone der Heiligen aus dem 16. Jh., die im 19. Jh. mit einem Mantel aus getriebenem Silber bedeckt wurde, wird Wunderkraft zugesprochen. Darum hängen an ihr auch zahlreiche Votivtäfelchen, die zeigen, was die Gläubigen von der Heiligen im Gebet erfleht haben: ein Kind, ein Haus, gesunde Augen oder Gliedmaßen, ein gesundes Herz und anderes mehr.

Oberhalb des Dorfs steht links der Straße nach Kilioméno das 1961 gegründete Nonnenkloster Panagía i Eleftherótria (tgl. 7-12 u. 16 Uhr bis zur Dämmerung; wenn geschlossen, bitte klingeln). Die Klosterkirche ist mit schönen Fresken in byzantinischer Manier ausgemalt; in einem Nebenraum zeigt einem eine Nonne Steine von vielen Schauplätzen der biblischen Geschichte, wie dem See Tiberias und dem Haus Mariens in Nazareth. Die erste Äbtissin des Klosters hat sie auf ihren Reisen eigenhändig zusammengetragen.

Nationalparkhaus

Im 2008 eröffneten Nationalparkhaus (Exhibition Center) verdeutlichen hervorragende Fotos und Tiere aus Keramik, dass es im Meeresnationalpark viel mehr zu schützen gilt als nur die Schildkröten. | Mai, Sept., Okt. tgl. 9-17 Uhr, Juni-Aug. tgl. 9-20 Uhr | Eintritt frei | Zufahrt an der Hauptstraße 250 m hinter der auffälligen Windmill Tavern ausgeschildert

Pigadákia

Spíros Vertzágio war 15 Jahre lang Gemeindevorsteher dieses kleinen Dorfs im Hinterland des Badeortes Alikés, bis dieses Amt 2001 abgeschafft wurde. Schon seit 20 Jahren sammelt er auf der Insel Antiquitäten vom Möbelstück bis zu Haushaltswaren, vom landwirtschaftlichen Gerät bis zu Banknoten und Fotos. Untergebracht hat er das alles in seinem Volkskundlichen Museum (tgl. 9-21 Uhr | Eintritt 3 Euro | an der Straße nach Alikés). Dort hat er auch eine traditionelle Baumhütte wieder aufgestellt. Sie diente den Bauern früher als Rastplatz für die Mittagspause und während der Erntezeiten sogar als Übernachtungsort. Im Dorfzentrum betreibt Spíros eine originelle Taverne (€), in der er auch im Dorf produzierte Waren wie Korinthen, Olivenöl und Wein verkauft.

Überall plätschert Wasser, denn der Ort ist quellenreich. Eine schwefelhaltige Quelle entspringt sogar unter dem Altar der kleinen Kapelle gegenüber der Taverne. Mit einem angeketteten Topf schöpfen Gläubige daraus und versprechen sich vom Quellwasser die Heilung ihrer Leiden. Nach Pigadákia kann man von Alikés aus entweder mit einer Pferdekutsche fahren oder mit einem Miniaturzug auf Gummirädern, der ebenfalls Spíros gehört (Dauer der Tour inkl. Museumsbesuch ca. 2 Std. | Fahrpreis 8 Euro).

Plános

Der lang gestreckte Ort am Sand-Kiesstrand Tsiliví Beach ist mit seinen vielen Hotels und Tavernen einer der bedeutendsten Badeorte der Insel. Sehenswertes hat er allerdings nicht zu bieten.

Pórto Limnióna

Der Einstieg ins Wasser des langen, schmalen Fjords an der Westküste ist zwar nicht ganz einfach, dafür bereitet ein Bad in dieser schönen Landschaft aber besondere Freude. Hinterher kann man sich in der Taverne (€€), die den gleichen Namen wie der Fjord trägt, mit Blick aufs offene Meer stärken.

Pórto rócha

Von Pórto Limniónas oder vom Bergdorf Ágios León aus kann man zur Bucht von Pórto Rócha fahren. Hier wurde etwa 5 m über dem Wasser ein Sprungbrett installiert, von dem sich Mutige in die Fluten stürzen.

Pórto Vrómi

In der fjordähnlichen Bucht soll einst Maria Magdalena, die laut Evangelium als Erste feststellte, dass Jesus' Grab leer war, auf dem Weg nach Rom an Land gegangen sein. Heute steht an dem bloß etwa 10 m langen Kiesstrand nur eine einfache Strandbar. Die Kiefern an der Bucht reichen fast bis ans Wasser. Mehrere Boote liegen am Kai, mit denen man zweistündige Ausflüge zum Schiffswrackstrand (inkl. 1 Std. Badepause | 15 Euro pro Person) unternehmen kann. Für Fahrten im Fjord werden auch Tretboote vermietet (10 Euro pro Std.).

Roma's Mansion House

Das Haus zeigt, wie vornehme Familien auf Zákinthos vor dem Erdbeben lebten. Die ausgestellten Porträts, Möbel, Kunstgegenstände und Dokumente sowie die Bibliothek werden allerdings nicht jedem den hohen Eintrittspreis wert sein. | April-Sept. tgl. 10-14 u. 19-21 Uhr, Okt.-März tgl. 10-14 Uhr | Eintritt 5 Euro | Zákinthos-Stadt | Odós Loúka Karrér 19 | www.romas.gr

Schiffswrackstrand/Navagíou

Ein Plakat mit dem Foto dieses Strandes gehört zur Griechenlandwerbung überall auf der Welt. Der nur von See her zugängliche Sand-Kiesstrand säumt eine ruhige Bucht tief unterhalb einer hohen Steilküste - und mitten auf dem Strand liegt ein in den 70er-Jahren gestrandeter Frachter. Das Wasser schimmert hier in sattem Türkis, das an manchen Tagen mit Weiß durchmischt zu sein scheint.

Man kann von Pórto Vromí aus mit dem Boot zum Schiffswrackstrand gelangen, das Traumfoto jedoch schießt man vom Rand der Steilküste. Dazu fährt man vom Kloster Ágios Georgíou Kremnón auf der Asphaltstraße weiter in nördliche Richtung, biegt nach 200 m links ab und hält nach 1200 m an einem Restaurant. Von dort aus führt ein schmaler Pfad zu Fuß in wenigen Minuten zu der Stelle, von der aus der Blick auf den Schiffswrackstrand am fotogensten ist.

Skopós-Halbinsel

Die Halbinsel im Südosten der Inselhauptstadt ist nach dem Berg Skopós (492 m) benannt, der sie überragt. Der Norden der Halbinsel wird von vielen kleinen Buchten mit Sand- und Kiesstränden gesäumt, an denen bislang erst wenige Hotels und Apartmenthäuser stehen. Im Süden der Halbinsel liegt mit kilometerlangen Sandstränden die Bucht von Laganás. Die Strände gehören jedoch auch zum Eiablagegebiet der Karettschildkröten und sollten deshalb gemieden werden.

Solomós-Museum

Der bedeutendste Dichter der Ionischen Inseln, Dioníssios Solomós (1798-1857), und sein Dichterkollege Andréas Kálvos (1792-1869) sind im Erdgeschoss beigesetzt. Dioníssios Solomós verhalf mit seinen Werken, zu denen auch der Text der griechischen Nationalhymne gehört, der griechischen Volkssprache zu literarischer Anerkennung. Auf seinem Grab stehen seine Worte „pand' anikta, pand' ágripna, ta matja tis psichís mou“ (Immer offen, immer wachsam, die Augen meiner Seele). | Tgl. 9-14, im Hochsommer auch 18-20 Uhr | Eintritt 4 Euro | Zákinthos-Stadt | Platía Agíu Márkou

Vólimes

Das weitläufige Bergdorf im Norden der Insel gleicht im Sommer einem großen Markt. Überall am Straßenrand werden hier bestickte und andersartig verzierte Decken und Tücher als „echte Handarbeiten“ angeboten. Die wenigsten davon sind allerdings das Werk zakinthischer Frauen - die Ware stammt größtenteils aus festländischen Werkstätten und ist keineswegs handgearbeitet.

Zákinthos-Museum

Das Museum gibt einen ausführlichen Überblick über die Geschichte der Malerei auf den Ionischen Inseln und insbesondere über die Werke der sogenannten „Ionischen Schule“ des 17.-19. Jhs., die stark von der italienischen Malerei beeinflusst war. Außerdem zeigen ein Reliefmodell und historische Fotos, wie die Stadt vor dem Erdbeben von 1953 aussah. | Di-So 8-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Zákinthos-Stadt | Platía Solomoú

Zákinthos-Stadt

Nach dem schweren Erdbeben von 1953 musste Zákinthos (32500 Ew.) völlig neu erbaut werden. Erfreulicherweise ist das Ergebnis keine grässliche Stadt im Stil der 50er-Jahre, sondern eine gute Mischung aus historischen Rekonstruktionen und gefälligen Neubauten. Sehenswürdigkeiten von Rang sind zwar nur die Museen, doch gibt es auch einige interessante Kirchen. An der großen Platía Solomoú steht direkt am Ufer die Kirche des Schutzheiligen der Seeleute, Ágios Nikólaos, 1560 von der Fischergilde der Stadt gestiftet. An der Platía Agíou Márkou mit ihren vielen Cafés erhebt sich neben dem Solomós-Museum die Kirche San Marcus, in der im Sommer an jedem Sonntag um 19 Uhr eine römisch-katholische Messe gelesen wird. Das Gemälde über dem Altar wird Tizian oder einem seiner Schüler zugesprochen.

Gehen Sie von der Platía Agíou Márkou einige Schritte in östliche Richtung, stoßen Sie auf die Mitrópolis, die Bischofskirche der Stadt. Sie ist vollständig mit prächtigen Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil ausgestattet.

Wenn Sie dann von der Mitrópolis in Richtung Meer weitergehen und gleich an der ersten Kreuzung nach links einbiegen, sehen Sie auf der rechten Seite das sehr schöne Portal der Kirche Kiría ton Ángelon aus dem Jahr 1687.

Am westlichen Ende der Uferstraße steht schließlich die größte und bedeutendste Kirche der Stadt, dem Inselheiligen Dioníssios geweiht (tgl. 4-12 u. 17-21.30 Uhr). Auch sie wurde in den 80er-Jahren vollständig im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalt. Ein Teil der Fresken zeigt Szenen aus dem Leben und Wirken des Heiligen, der 1547 auf Zákinthos geboren wurde und hier 1622 starb. Von besonderer Schönheit sind die 1990 entstandenen Fresken an der Westwand, die die Schöpfungsgeschichte in an Henri Rousseau erinnernde Frische darstellen. Die Westfassade zieren moderne Mosaike mit Darstellungen der Schutzheiligen dreier Ionischer Inseln: des hl. Spiridónas von Korfu, des hl. Gerássimos von Kefalloniá und des hl. Dioníssios von Zákinthos. Besonders verehrt werden die in einem silbernen Sarkophag ruhenden Gebeine des Inselheiligen. Der prunkvolle Sarkophag steht in der Seitenkapelle rechts vom Altarraum. Das sich unmittelbar an die Kirche anschließende Gebäude ist der Bischofspalast der Insel.

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