Boote, die in blaue Grotten fahren. Einsame Buchten, in denen die Ionische See in allen erdenklichen Grün-, Türkis- und Blautönen schimmert. Weiße Felsen, die fast senkrecht ins Meer stürzen, und Olivenhaine, die bis ans Meer reichen. Schmucke Dörfer, alte Burgen, Badestrände: Zákinthos und seine Nachbarinseln sind wie für den Urlaub geschaffen. Schöne Städtchen laden zum Bummeln ein, kurvenreiche Straßen zu ausgedehnten Inselerkundungen. Zwei Nationalparks warten auf Besucher, alte Klöster dämmern vor sich hin. Weingüter bitten zu Verkostungen - und fast jeden Tag scheint im Sommer die Sonne.
Zwischen dem Süden Albaniens und dem Nordwesten des Peloponnes liegt auf etwa 240 km Länge eine Kette von zwölf bewohnten Inseln dicht vor der Westküste Griechenlands. Othoní im Norden von Korfu ist Italien am nächsten, Zákinthos bildet den südlichen Abschluss der Reihe. Léfkas trennen nur wenige Kilometer vom griechischen Festland, seiner Ostküste sind zudem viele kleine Inseln vorgelagert; Itháki schmiegt sich an den Norden von Kefalloniá an. Die so entstandenen Meerengen erinnern mit grünen Ufern und den Bergen ringsum an liebliche oberitalienische Seen. Zum offenen Meer hin fallen die Inseln hingegen meist mit imposanten Steilküsten ab, vor denen auf Léfkas, Kefalloniá und Zákinthos feinsandige Strände angespült wurden. Im Inselinnern bilden Bergstöcke, die zu den höchsten der griechischen Inselwelt gehören, eindrucksvolle Landschaften.
Anders als viele Ägäische Inseln sind die Ionischen Inseln relativ grün. Weite Teile werden von uralten Olivenwäldern und -hainen bedeckt. Immer wieder ragen aus diesem in der Sonne silbrig glänzenden Blätterwald dunkle, schlanke Zypressen empor, die dem Auf und Ab der Hügel ein Flair gelassener Heiterkeit verleihen. Stellenweise sind dichte Pinien- und Kiefernwälder zu finden - und weit oben am Énos auf Kefalloniá gibt es sogar einen Tannenwald, der zum Nationalpark erklärt wurde. Kein Wunder, dass die Vielfalt dieser Landschaft viele Urlauber zum Wandern verlockt. Manche wollen tiefer in die überraschende Welt abseits der Strände vordringen: Für sie gibt es insbesondere auf Kefalloniá schöne Tropfsteinhöhlen und vor allem auf Zákinthos eine Vielzahl von Meeresgrotten. Die meisten Feriengäste kommen freilich, um die Strände und das angenehm warme Meer zu genießen. Es gibt kilometerlange Bänder feinsten Sandes wie an der Bucht von Laganás auf Zákinthos oder auf der Palíki-Halbinsel von Kefalloniá, aber auch Kies- und Kieselsteinstrände, über die bei bewegter See donnernd die Brandung rollt. Viele Strände werden von Pinienwäldern oder Olivenhainen umrahmt. Auch Wassersportfans finden auf jeder der Inseln ihren Lieblingsstrand.
Odyssee: Das über 2700 Jahre alte Epos des Homer gibt es in zahlreichen deutschsprachigen Ausgaben, sowohl in Vers- als auch in Prosaform. Erschienen ist die Irrfahrt des Odysseus auch als 423 Minuten langes Hörbuch auf 6 CDs. Und auch mehrfach verfilmt wurde die Odyssee: von Franco Rossi mit Bekim Fehmiu und Irene Papas (1968, 3 DVDs), von Mario Camerini mit Kirk Douglas und Silvana Mangano (1954, 2 DVDs) und als TV-Serie mit Armand Assante und Greta Scacchi (1997, DVD)
Eine ganz gewöhnliche Ehe - Odysseus und Penelope: Sehr locker und aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt die Altphilologin Inge Merkel die Geschichte in Romanform
Corellis Mandoline: Der Beststellerroman von Louis de Bernières wurde auch verfilmt: 2001 von John Madden mit Nicolas Cage und Penelope Cruz. Der Roman spielt auf Kefalloniá während des Zweiten Weltkrieges
Werke: Seit 2001 liegt nahezu das gesamte Werk des aus Zákinthos stammenden Dichters und Lyrikers Dionýsios Solomós (1798-1857) auf 304 Seiten in deutscher Übersetzung vor. Von ihm stammt auch der Text der griechischen Nationalhymne
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