
Der kleine Weiler mit etwa 120 Einwohnern liegt nur 500 m abseits der Hauptstraße von Zía nach Kos-Stadt und ist dennoch von den Urlaubermassen weitgehend verschont geblieben. Auf der Dorfstraße können Hähne gefahrlos stolzieren, im Dorf-Kafeníon scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.
Dorfmittelpunkt ist die etwas erhöht gelegene Marienkirche Zoodóchos Pigí. Die Wandmalereien in ihrem Innern stammen zumeist aus den Jahren 1985 bis 1997. Zoodóchos Pigí heißt übersetzt „Leben spendender Quell“. Das Thema ist auf einem ganz großen Fresko oben an der rechten Kirchenwand dargestellt. Maria krönt einen großen Brunnen, zu dem Kranke und Gebrechliche strömen: ein Lahmer, ein Mann an Krücken, ein Blinder. Sie werden mit Wasser aus dem Quell überschüttet und erfahren dadurch die Heilung. Außerdem kann man in dieser Kirche auch einmal gut die unterschiedlichen Darstellungen der Geburt Marias und der Geburt Jesu vergleichen, die einander schräg gegenüber an den Wänden zu finden sind. Die Geburt Marias findet immer in einem Haus statt, Maria liegt in einer Art Babybett. Sie ist ja nur ein Mensch. Jesu Geburt findet immer vor einer Höhle statt, die den Tod symbolisiert. Das Jesuskind liegt auf einer Art steinernem Altar. Dadurch wird schon bei der Darstellung der Geburt auf den späteren Opfertod Jesu hingewiesen, durch den die Menschheit vom Tod erlöst werden wird (ganztägig geöffnet). Mit dem Oréa Elláda betreibt die Belgierin Christina gleich unterhalb der Kirche eines der schönsten Inselcafés und bietet in ihrem idyllischen Anwesen auch Kunst, Schmuck und Antiquitäten an. Kein Ruhetag
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