Die Länge der Rundfahrt ab und bis Kos-Stadt beträgt etwa 110 km. Ein Jeep ist nicht erforderlich; man kann die Tour auch mit Moped oder Motorroller machen. Wenn Sie unterwegs baden möchten, vergessen Sie nicht, Handtuch und Badezeug mitzunehmen.
Keine Angst, wir wollen Sie hier nicht zur Eile antreiben! Aber wenn man schon ein teures Auto für einen Tag mietet, will man ja auch möglichst viel von der Insel sehen. Diese Rundfahrt gibt dazu Gelegenheit. Und weil die Linienbusverbindungen auf der Insel so gut sind, kann man ja an anderen Tagen preiswert noch einmal dorthin steuern, wo es einem besonders gut gefallen hat.
Früh aufzustehen und loszufahren lohnt sich bei dieser Tour auf jeden Fall. Da die meisten Autovermieter aber eher Langschläfer sind, holt man sich den Wagen am besten schon am Vorabend - und kann dann morgens so früh starten, wie man will. Eine der schönsten Tageszeiten in Griechenland ist die Stunde des Sonnenaufgangs.
Das erste Etappenziel ist die von der Inselhauptstraße aus über einen gut befahrbaren Feldweg erreichbare, wildromantische Burgruine von Antimáchia, von deren Mauern man auch die ganze Küstenebene von Kardámena überblicken kann. Danach geht es am Dorf Antimáchia und am Flughafen vorbei in das westlichste und ursprünglichste Dorf der Insel, Kéfalos. Hier sind einige Kaffeehäuser auch schon morgens um sieben Uhr geöffnet. Um diese Zeit etwa kehren die Bauersfrauen vom Ziegenmelken zurück, und andere Landwirte ziehen mit ihrem Esel und ein paar Tieren auf die Felder hinaus. Ländliche Stimmung herrscht auch in der noch kühlen Luft auf der Kéfalos-Halbinsel mit ihren jederzeit frei zugänglichen Sehenswürdigkeiten wie dem Antiken Theater und dem Kloster Ágios Ioánnis Pródromos.
Nach einer etwa eineinhalbstündigen Fahrt über die Kéfalos-Halbinsel führt die Route in zehn Minuten hinunter an den Strand des Kámbos zur idyllischen Ruine der Basilika Ágios Stéfanos, die direkt am Meer liegt. Entweder hier oder am etwas weiter östlich gelegenen Paradise Beach könnte man ein morgendliches Bad nehmen. Den Paradise Beach sollten Sie aber auf jeden Fall ansteuern, um das unendlich lang scheinende Sandstrandband an diesem Teil der Kéfalos-Bucht zu erkunden. Hier gibt es auch ganz verschwiegene Bademöglichkeiten.
Über die unfruchtbare und deswegen recht wild wirkende Landschaft zwischen Kéfalos und dem Flughafen geht es nun weiter in Richtung Osten bis ins Zentrum des Dorfs Antimáchia, wo eine noch funktionierende Windmühle und ein altes Bauernhaus zu besichtigen sind. Danach fahren Sie nach Kardámena an der Südküste hinunter. Schön ist ein kurzer Bummel auf der Uferpromenade, an der sie auch schnell und preiswert einen Imbiss zu sich nehmen können.
Das nächste Ziel, Pýli, ist dann über eine aussichtsreiche Passstraße zu erreichen. In Pýli kommen Sie zunächst am Grab des Harmylos vorbei und dann ins Dorfzentrum mit seinen Tavernen, Kunst- und Kunsthandwerksgalerien. Anschließend fahren Sie zu den Kirchen von Alt-Pýli in einsamer Natur und setzen dann ihre Fahrt über die Dörfer Lagoúdi und Evangelístria ins Bergdorf Ziá fort. Dort treffen Sie am besten am späten Nachmittag ein. Sie können in zahlreichen Souvenirgeschäften shoppen, bevor Sie zur Taverne Sunset Balcony hinaufsteigen. Von hier aus ist das Erlebnis des Sonnenuntergangs besonders eindrucksvoll. Lassen Sie bei der Fahrt zurück in die Küstenebene Vorsicht walten: Die Straße ist kurvenreich, schmal und durch keinerlei Katzenaugen oder Mittelstreifen gesichert.
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