Der Gnitz, der das Achterwasser von der Krumminer Wiek im Westen trennt, gehört zu den schönsten Küstenlandschaften. Der über weite Strecken mit Betonplatten befestigte Radweg ist 20 km lang und mit grünen Balken markiert.
An der B 111 in Zinnowitz radeln Sie auf der wenig befahrenen Straße in Richtung Lütow los, vorbei am Ziesberg, einer 15 m hohen Erhebung. Links schauen Sie über Felder und Wiesen zum Achterwasser. Nach dem Friedhof am Ziesberg wird der Weg zur Kirschbaumallee; die Bäume begleiten Sie bis zu dem Eichholz genannten Wald, in dem Sie nach links auf den Plattenweg einbiegen. Verlassen Sie den Wald, sind die ersten der Pumpstationen zu sehen, die seit Mitte der 1960er-Jahre Erdöl und -gas fördern. Sie überqueren eine Straße, die rechts nach Neuendorf führt, und fahren geradeaus nach Netzelkow mit seiner am Weg stehenden turmlosen, mittelalterlichen Backsteinkirche. Im frei stehenden Glockenstuhl hängen Glocken aus dem 15. Jh.
Bis zum nächsten Ziel Lütow sind es auf dem alten Kirchsteig 3 km. Am Wegesrand verbirgt sich rechts unter einer knorrigen Eiche das einzige Großsteingrab Usedoms, dessen Alter auf 3500 Jahre geschätzt wird. Ist die Landstraße erreicht, können Sie während eines Abstechers nach links auf das Achterwasser schauen. Der beschriebene Wanderweg führt jedoch am Lütower Ortseingang westlich weiter zum Naturschutzgebiet Südspitze Gnitz. Zunächst geht's am Ufer des Achterwassers entlang, doch viel schönere Bilder haben Sie, wenn Sie den Hang hinaufgehen und dort das Auge über Achterwasser und Peenestrom bis zum Kirchturm von Lassan schweifen lassen. Von Möwenort am Südzipfel des Gnitz führt der Weg durch Wiesen und Wald zum Ortsrand von Neuendorf und von dort zum Ausgangspunkt zurück.
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