Thema des 2007 fertiggestellten Museums ist der Urlaub auf Norderney durch die Jahrhunderte von der Werbung und Anreise bis zur Bademode und dem Strandleben. Davor steht die 1931 konstruierte, erste Wellenmaschine des Norderneyer Meerwasserhallenbades. Di-So 11-16 Uhr | Am Weststrand 11 | Tel. 04932/935422
Das hübsche Fischerhaus, ein originalgetreuer Nachbau eines alten Hauses von 1800, ist das Heimatmuseum der Insel. Es zeigt die Entwicklung vom Fischerdorf zum Staatsbad und gibt in stimmungsvoll eingerichteten Stuben einen Einblick in die Wohn- und Arbeitswelt der alten Norderneyer. Mai-Sept. Mi 16-18 Uhr, Führungen Di und Do 11, Fr 16 Uhr | zur Besichtigung in anderen Monaten und Infos über gelegentlich stattfindende Teeseminare werktags Tel. 04932/1791 (Frau Visser) | Im Argonnerwäldchen
Die Aussichtsdüne an der Strandpromenade ermöglicht einen guten Überblick über Stadt und Insel. Benannt ist sie nach dem blinden König Georg V. von Hannover, der Norderney in der Mitte des 19. Jhs. zu seiner Sommerresidenz machte.
Aus 75 Städten des Deutschen Reichs wurden 1898 insgesamt 100 t schwerer Steinquader nach Norderney verfrachtet, um daraus einen 13 m hohen Obelisken zu errichten. Er soll an die Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 erinnern. Die Quader tragen die Namen der Städte, die Steine schickten. Einige entstammen historischen Bauwerken wie beispielsweise dem Frankfurter Römer oder der Kölner Stadtmauer. Bismarckstr./Herrenpfad
Das schönste Gebäude auf Norderney ist das 1840 im klassizistischen Stil errichtete Kurhaus mit seinem schattigen Laubengang. 2007 wurde es samt Kurplatz aufwendig restauriert. Am Kurplatz
Das Kurtheater aus dem Jahr 1890 ist ein wahres Schmuckstück, das an der Küste nicht seinesgleichen hat. Mit 415 roten Kordsamtsesseln, Logen, zweigeschossigen Rängen und der zart bemalten Stuckatur gleicht es einem kleinen, intimen Hoftheater. Die Landesbühne Niedersachsen-Nord gibt hier das ganze Jahr über regelmäßig Gastspiele; darunter auch Konzerte. Nur zu Veranstaltungen geöffnet | neben dem Haus der Insel
253 Stufen führen auf den über 54 m hohen Leuchtturm der Insel, dessen Lichtstrahl noch in 37 km Entfernung zu sehen ist. Sein Feuer dreht sich als einziges an der deutschen Küste links herum; der Leuchtapparat ist eine französische Reparationsleistung aus dem Krieg 1870/71. April-15. Okt. tgl. 14-16 Uhr | Am Flugplatz
Ein schöner Spaziergang führt von der Janusstraße durch eine baumreiche Parkanlage zur Napoleonschanze und dem ihr nördlich vorgelagerten Schwanenteich. Die Wallanlage stammt aus der Zeit der französischen Kontinentalsperre, als auf Norderney etwa 200 bis 300 französische Soldaten stationiert waren. Heute wird sie zwischen Juni und August als Waldkirche genutzt, in der unter freiem Himmel evangelische Gottesdienste stattfinden. Frei zugänglich
Im modernsten Nationalparkhaus der Ostfriesischen Inseln läuft mehrmals täglich eine eindrucksvolle Bilderschau über die schützenswerte Naturlandschaft mit faszinierenden Bildern, effektvoller Musik und wenigen Worten. In den Ausstellungsräumen demonstriert ein Modell die Entstehung der Gezeiten und informiert über die Lebensbedingungen der Seehunde. April-Okt. Di-So 9-18, Nov.-März Di-So 10-17 Uhr | Eintritt frei | Am Hafen | Tel. 04932/2001 | www.nationalparkhaus-norderney.de
Eines der schönsten historischen Gebäude der Stadt ist das 1891/92 errichtete Postamt mit Ziegelverzierungen, dekorativer Bemalung und neoromanischem Rundbogenfries. Sehr effektvoll wird es abends angestrahlt. Poststr. 1
Im äußersten Osten der Insel liegt seit 1968 das Wrack eines Muschelbaggers im Sand. Man hatte mit dem Bagger versucht, ein auf der Sandbank festsitzendes Schiff freizuschleppen, das später aus eigener Kraft wieder flott wurde, und war dabei selbst unrettbar gestrandet. Sie erreichen das Wrack über den einzig zulässigen und markierten Weg durch diesen Inselteil. Dort steht ganz in der Nähe zwischen März und Oktober ein Informationswagen der Nationalparkverwaltung, in dem Erläuterungen zum Thema Salzwiesen und zu den Seehunden gegeben werden, von denen häufig etwa 150 mit dem Fernglas gut auszumachen sind.
Von der Aussichtsdüne neben der gleichnamigen Jugendherberge haben Sie einen guten Rundblick und Einsicht in grundwassernahe, feuchte Dünentäler mit Birken und Strauchweiden.
Norderneys ältestes Naturschutzgebiet ist Brutgebiet für etwa 40 Vogelarten, darunter Nachtigallen und Weihen, Bartmeisen und Rohrdommeln, Teichrohrsänger und Wasserrallen. Zudem ist es ein wichtiges Rast- und Nahrungsgebiet für viele Enten-, Gänse- und Wattvögel. Das 1,4 km² große Areal östlich des Hafens wurde erst 1940/41 eingedeicht und aufgespült, weil die Nationalsozialisten hier einen Flughafen anlegen wollten, der dann aber doch nicht fertiggestellt wurde. Nahezu unbeeinflusst vom Menschen konnte sich hier ein Feuchtgebiet entwickeln, auf dem sowohl süßwasserabhängige als auch salzverträgliche Pflanzen gedeihen. Schöne Einblicke in diese amphibische Landschaft gewinnen Sie bei einer etwa 4,5 km langen Deichwanderung rund um den Südstrandpolder. Die Vogelwelt lässt sich am besten mit einem Fernglas von der Beobachtungshütte auf der südlichen Deichlinie studieren.
Der 41,6 m hohe Wasserturm von 1929 ist eines der Wahrzeichen der Insel. Er hat ein Fassungsvermögen von 1,5 Mio. Liter. April-Okt. gelegentlich Innenführungen über 205 Stufen | Jan-Berghaus-Str. 334
Die einzige Windmühle der Ostfriesischen Inseln ist ein Galerieholländer. Sie war von 1862 bis 1962 in Betrieb und konnte bei günstigem Wind bis zu 5 t Korn am Tag mahlen. Nur Außenbesichtigung | Marienstr. 24
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