Statt per Handschlag begrüßen sich Thais mit einem wai. Er kann auch Entschuldigung, Dank oder eine Bitte ausdrücken. Wie zum Gebet werden die Hände vor der Brust gefaltet. Aber wai ist nicht gleich wai. Je höher der soziale Status des zu Grüßenden, desto höher müssen die Hände gehalten werden. Die höchsten wai mit den Fingerspitzen über dem tief geneigten Kopf sind der Königsfamilie und Mönchen vorbehalten. Auch die Reihenfolge ist wichtig: Der Jüngere grüßt zuerst den Älteren, der Rangniedrigere den Ranghöheren. Touristen, die damit nicht klarkommen, sollten sich auf ein Kopfnicken beschränken. Denn allzu leicht machen sie sich aus Unwissenheit lächerlich. Zum Beispiel, wenn sie den wai eines Kindes oder eines Bettlers erwidern. Den wai des Hotelpersonals zur Begrüßung oder als Dank für ein Trinkgeld sollten Sie ebenfalls nicht erwidern. Auch hier genügt ein Kopfnicken völlig.
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