Fujairah: Ziele in der Region
Ain al-Ghamour
Dieser heißen Schwefelquelle (60 Grad an der Oberfläche) wird seit langem eine heilende Wirkung zugeschrieben, vor allem bei Rheumatismus und Arthritis. Die Quelle liegt 26 km südlich von Fujairah-Stadt (Richtung Wahala) in den Bergen und ist von viel Grün umgeben. Am Wochenende trifft man hier viele einheimische Familien.
Ain al-Madhab
Die vielfältige Vegetation dieses hübschen Parks wird gespeist von einer schwefelhaltigen Quelle, die auch heilsame Kräfte besitzt. Unterkunft (nur tagsüber) in Hütten; Restaurant und Café, Pool und verschiedene Unterhaltungsangebote sind vorhanden. | Tgl. 9-22 Uhr | Eintritt 2 Dh, Poolbenutzung 5 Dh, Hütte 100 Dh | am nördlichen Ende der Al-Ittihad Rd.
Bitnah
Folgt man von Fujairah der Straße Richtung Masafi, vorbei am Flughafen, dem Stausee und der Geflügelfarm, erreicht man nach 28 km eine Oase, deren kleine Festung von einem Palmenhain umgeben ist. Die Burg wurde schon 1735 erbaut, und hinter der Ortschaft liegen große, von alten Mauern umgebene Dattelfelder und mehrere Wadis. Kurz vor dem Ort bietet sich von einem Aussichtsplatz ein schöner Ausblick, besonders fotogen ab 16 Uhr, wenn die Sonne das Idyll in farbiges Licht taucht.
Diba
Am nördlichen Ende der Ostküste der Emirate liegt 50 km nördlich von Fujairah (an der Grenze zur omanischen Musandam-Provinz) die Stadt Diba (9000 Ew.) in einer großen Bucht. Sie besteht aus drei Dörfern, die zu Fujairah, Sharjah und Oman gehören; die omanische Grenze trennt den nördlichen Teil ab. Die Bucht war schon vor 3000 Jahren besiedelt und lange ein bedeutender Hafen. Der Abzweig von der Straße lohnt sich, bietet Diba doch nicht nur einen traditionellen Souk, sondern auch, neben dem modernen Hafen, im Sharjah-Ortsteil einen kleinen Fischerhafen mit entsprechendem Markt, in dem frühmorgens und am Spätnachmittag viel Betrieb herrscht. Die Fischer fangen vor allem Sardinen, die auf festem Sand in der Sonne getrocknet werden.
Ein riesiges Gräberfeld südlich der Oase stammt aus dem 7. Jh. und erinnert an eine siegreiche Schlacht (633) der Moslems im Zug der Ausbreitung des Islam. In südlicher Richtung liegt die Moschee von Bidyah, die älteste Moschee der Emirate, einsam am Wegrand. Das niedrige weiße Gebäude aus Lehm mit vier Kuppeln wird von zwei alten Wachtürmen überragt. Die kleine, schmucklose Anlage mit ihren runden Formen hebt sich durch ihr strahlendes Weiß schon von weitem vom Grau der Felsen ab.
Gute Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie in Al-Aqqa im Sandy Beach Motel, mit Tauchstation (28 Chalets und 40 Zi. | Tel. 09/2445354 | Fax 2445200 | www.sandybm.com | €). Das sympathische Hotel liegt direkt am breiten Sandstrand, aus dem Wasser ragt ein Felsen auf, der Schnorchlern und Tauchern Abwechslung bietet. Preiswertes und gutes Terrassenrestaurant mit schmackhaften Fischgerichten. Am Wochenende viel besucht von arabischen Familien und Ausflüglern, die die Aussicht, das Essen und den Strand genießen.
Fort Al-Hayl
Der ehemalige Wohnsitz der Herrscherfamilie diente auch der Sicherung der Karawanentrasse in die Stadt. Das Fort, auch Sheikh Abdullah Palace genannt, besteht aus einem weitläufigen Hof mit Wachturm, Salons, Küche, Lager- und Schlafräumen. | 10 km südwestl. ab der E 89 (Ri. Masafi) | Eintritt frei
Khor Fakkan
Von Norden kommend, passiert man zunächst den sozialen Wohnungsbau von Dhadnah und das Sandy Beach Motel, dann eine Moschee mit einem angrenzenden Friedhof, der auf die Zeit der Islamisierung zurückgeht, schließlich Bidyah mit seiner historischen Moschee. 36 km südlich von Diba liegt die weite „Bucht der zwei Kiefern“. Sharjahs historischer Hafen, einst Drehscheibe des Dhau-Verkehrs nach Afrika und Asien, im 16. und 17. Jh. Stützpunkt der Portugiesen, ist mittlerweile ein moderner Containerhafen.
Bereits am Stadteingang thront gegenüber dem Oceanic-Hotel ein Sommerpalast des Emirs auf einem Hügel. Ein alter Wachturm erinnert an die portugiesische Herrschaft, eine breite grüne Strandpromenade zieht sich vom Hotel zum Ort, in dem man auch den neuen und architektonisch ansprechenden Souk besuchen sollte. Anziehungspunkt der Ortschaft ist der weite, weiße Strand, am Wochenende Ziel vieler einheimischer Familien.
Das Oceanic Hotel am Strand (Corniche) hat eine eigene Padi-Tauchstation (Korallenriff) und bietet einen weiten Meerblick von den Zimmern und dem runden Dachrestaurant (162 Zi. | Tel. 09/2385111 | Fax 2387716 | www.oceanichotel.com | €€€). Eine vorzügliche indische Küche findet man im Taj Mahal (Corniche Rd. gegenüber Safeer Center | Tel. 06/2370040 | €€).
Khor Kalba
12 km südlich von Fujairah trifft man an der Küstenstraße nach Oman auf Kalba und darauf auf Khor Kalba, die beide nicht zu Fujairah, sondern zu Sharjah gehören. Ein Meeresarm (khor) zieht sich in das Land hinein, früher bewacht von einem Fort, das heute restauriert ist. An der Mündung liegt der Fischerhafen. Folgt man dem Creek aufwärts, ergrünt bald die Landschaft, an den Ufern wachsen Mangroven, hier leben zahlreiche Wasservögel. Die sandigen Uferabschnitte des Creeks sind ein Paradies für Muschel- und Schneckenliebhaber, die hier einen kleinen Einblick in die Schätze des Indischen Ozeans erhalten. Einfache arabische Gerichte bekommen Sie in der Cafeteria Al Nauras, Kalba Corniche | Tel. 09/2778778 | €.
Masafi
Handgeknüpfte Teppiche aus Iran und Afghanistan sowie Töpferwaren aus den Emiraten: Masafi (40 km nordwestlich von Fujairah), das sich Ras al-Khaimah und Fujairah teilen, ist eine beliebte Einkaufsadresse. Hier breitet sich entlang der Straße nach Westen der viel besuchte Markt aus. Lokale Berühmtheit genießt Masafi auch wegen seiner Quelle am Ortsrand (Richtung Diba). Das hochwertige Mineralwasser, das vor Ort abgefüllt wird, ist überall im Land zu haben.
Wer von Masafi weiter zur Ostküste will, kann zwischen der Nordroute (über Diba) und der Südroute (nach Fujairah) wählen.